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Münchner Sicherheitskonferenz: Pompeo weist Steinmeiers Kritik bissig zurück

"Zusammen gewinnen wir"  

US-Außenminister weist Steinmeiers Kritik bissig zurück

15.02.2020, 14:53 Uhr | dpa

Münchner Sicherheitskonferenz: Pompeo weist Steinmeiers Kritik bissig zurück. Mike Pompeo spricht auf der 56. Münchner Sicherheitskonferenz: Der US-Außenminister ruft die westlichen Partner zu Entschlossenheit auf. (Quelle: dpa/Sven Hoppe)

Mike Pompeo spricht auf der 56. Münchner Sicherheitskonferenz: Der US-Außenminister ruft die westlichen Partner zu Entschlossenheit auf. (Quelle: Sven Hoppe/dpa)

Der Bundespräsident hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz den mangelnden Zusammenhalt im westlichen Bündnis angeprangert. US-Außenminister Pompeo unterstellt Steinmeier nun Pessimismus.  

US-Außenminister Mike Pompeo hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz jede Kritik an der US-Regierung und am schwindenden Zusammenhalt im westlichen Bündnis zurückgewiesen. Er rief die Verbündeten in Europa auf, mit den USA für politische Freiheiten und eine Zusammenarbeit souveräner Staaten zu streiten. Kritik an politischen Alleingängen seiner Regierung ließ er nicht gelten.

"Der Westen gewinnt, zusammen gewinnen wir", sagte Pompeo. An mehreren Stellen seiner Rede stellte er sich inhaltlich gegen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der am Freitag in München eine düstere Bilanz der Weltlage und der internationalen Zusammenarbeit gezogen hatte. "Es hat immer Leute gegeben, die alles schwarz gesehen haben", sagte Pompeo. Es gebe taktische Unterschiede, aber bei der Analyse der Probleme sei man sich einig.

Gemeinsam gegen China, Russland und Iran

Der frühere CIA-Chef rief die westlichen Partner zu Entschlossenheit auf. "Nennen Sie mir ein Beispiel aus der Geschichte, wo sich die Schwachen und Kleinmütigen durchgesetzt haben", sagte er. Pompeo sagte, der Vorwurf, die USA verweigerten sich in der Zusammenarbeit in einer internationalen Gemeinschaft sei falsch, wie auch Kritik, dass das transatlantische Bündnis am Ende sei.

Pompeo rief dazu auf, sich zusammen gegen ein aggressives Auftreten von Staaten wie China, Russland und Iran zu stellen. Ausdrücklich nannte er chinesische Technologiefirmen, die "Trojanische Pferde" chinesischer Geheimdienste seien.

Energiepolitische Unabhängigkeit für Osteuropa

Die USA wollen mit einer Finanzspritze von einer Milliarde Euro die energiepolitische Unabhängigkeit von Ländern in Osteuropa von Russland fördern. Im Konflikt um das Energieprojekts Nord Stream 2 solle das Geld an die Länder der sogenannten Drei-Meere-Initiative in Zentral- und Osteuropa gehen und für mehr energiepolitische Unabhängigkeit Europas sorgen, sagte Pompeo. Ziel sei, Investitionen der Privatwirtschaft in den Energiesektor zu fördern.

Mit Blick auf das von Deutschland befürwortete Energieprojekt stellte Pompeo erneut infrage, dass es sich dabei um ein rein wirtschaftliches Projekt handele. Die USA warnen seit langem vor einer zu großen Abhängigkeit der EU von russischem Gas und wollen das Nord Stream 2 verhindern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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