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Coronavirus – WHO: Ausbruch in Wuhan größer als gedacht

Mehr Daten von China gefordert  

WHO: Corona-Ausbruch in Wuhan größer als gedacht

14.02.2021, 18:08 Uhr | AFP, mk

Einkauf mit Maske auf einem Lebensmittelmarkt in Wuhan: WHO-Forscher wollen 72.000 Corona-Verdachtsfälle aus der Zeit vor Dezember 2019 untersuchen. (Quelle: Reuters/Aly Song)
Ursprung des Coronavirus steht wohl fest

Die Ermittlungen der WHO-Experten folgten erst nach langem Tauziehen mit der chinesischen Seite. Die Suche nach der Herkunft des Erregers gilt als politisch heikel, da China befürchtet, als Schuldiger für die Pandemie angeprangert zu werden. (Quelle: Euronews World News)

Suche nach Corona-Ursprung: Die Ermittlungen der WHO-Experten folgten erst nach langem Tauziehen mit der chinesischen Seite. (Quelle: Euronews World News)


SARS-CoV-2 ging schon eine ganze Weile um, bevor es im Dezember 2019 in Wuhan erstmals registriert wurde. Die WHO will weitere Daten, um den Ursprung des Coronavirus zu finden – aber China mauert.

Der Ausbruch des Coronavirus im chinesischen Wuhan 2019 war größer als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt das Forschungsteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das den Ausbruch kürzlich vor Ort untersucht hat. "Im Dezember 2019 war das Virus in Wuhan schon weit verbreitet", sagte der Missionsleiter Peter Ben Embarek CNN. "Das ist eine neue Erkenntnis."

Nach Gesprächen mit chinesischen Medizinern schätzen die WHO-Forscher die Zahl der Corona-Patienten zu dieser Zeit auf etwa 1.000. In genetischen Proben konnten sie zudem 13 Virus-Stämme isolieren, die nicht alle einem der Tiermärkte in Wuhan zuzuordnen waren. Das deutet nach Ansicht der Fachleute darauf hin, dass SARS-CoV-2 schon länger umging, bevor es im Dezember in Wuhan erstmals registriert wurde. 

WHO und USA fordern Daten aus China

Jetzt fordert Embarek die chinesische Regierung auf, die Rohdaten über frühere Krankheitsfälle wie Lungenentzündung, Grippe und Fieber freizugeben, bei denen es sich womöglich schon um Covid-19 gehandelt hat. Dabei geht es um 72.000 Fälle zwischen Oktober und Dezember, von denen chinesische Experten aber nur 92 nachträglich auf das Virus untersuchten. Diese fielen allesamt negativ aus. Auch Jake Sullivan, der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, forderte die Offenlegung aller Daten über die "ersten Tage des Corona-Ausbruchs".

Als gesichert gilt, dass sich SARS-CoV-2 in Fledermäusen entwickelt hat und über einen tierischen Zwischenwirt auf den Menschen übergesprungen ist. Unklar ist, um welches Tier es sich handelt und wo die Übertragung passiert ist. Ein Laborunfall als Ursache ist nach Einschätzung der Experten "extrem unwahrscheinlich", wie Embarek zu entsprechenden Spekulationen sagte.

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