HomePolitikAuslandKrisen & Konflikte

Saudi-Arabiens Kronprinz wirft Iran "direkte militärische Aggression" vor


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextBayern-Fans feiern GegenspielerSymbolbild für einen TextSargträger der Queen stirbt mit 18 JahrenSymbolbild für einen TextWichtige Gas-Pipeline geht in BetriebSymbolbild für einen TextNigeria verbietet weiße ModelsSymbolbild für einen TextHaus mit 650.000 Lichtern trotzt GaskriseSymbolbild für einen TextJudith Williams' Vater hat Alzheimer
2. Liga: Kiel führt im Nordderby
Symbolbild für einen TextSchlagerstar legt sich neuen Namen zuSymbolbild für einen TextHandball-Profi outet sichSymbolbild für einen TextSo verstecken Sie Windows-ObjekteSymbolbild für einen TextGroßeinsatz: 13 Verletzte bei KirmesSymbolbild für einen Watson TeaserGroße Sorge um RTL-StarSymbolbild für einen TextDieses Städteaufbauspiel wird Sie fesseln

Kalter Krieg Saudi-Arabien gegen Iran droht zu eskalieren

afp, mvl

Aktualisiert am 07.11.2017Lesedauer: 2 Min.
Mohammed bin Salman: Der saudische Kronprinz hat nach dem Raketenangriff auf Riad mit scharfer Kritik am Iran reagiert.
Mohammed bin Salman: Der saudische Kronprinz hat nach dem Raketenangriff auf Riad mit scharfer Kritik am Iran reagiert. (Quelle: Saudi Press Agency/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Saudi-Arabiens mächtiger Kronprinz hat den Ton gegenüber dem Iran deutlich verschärft und dem Erzfeind eine "direkte militärische Aggression" vorgeworfen.

Der Beschuss der saudi-arabischen Hauptstadt Riad durch proiranische Rebellen im Jemen könne als "kriegerischer Akt" betrachtet werden, sagte Mohammed bin Salman am Dienstag. US-Präsident Donald Trump stellte sich derweil demonstrativ hinter das harte Vorgehen des Thronfolgers gegen potenzielle Rivalen im Inland.

Saudi-Arabien und der Iran stehen im Konflikt im Jemen auf entgegengesetzten Seiten. Während Teheran die schiitischen Huthi-Rebellen unterstützt, die Jemens Hauptstadt Sanaa und große Teile des Landes kontrollieren, führt Riad seit März 2015 eine arabische Militärkoalition an, um Jemens Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi zurück an die Macht zu bringen.

"Direkte militärische Aggression"

In einem neuen Schritt der Eskalation feuerten die Huthi-Rebellen am Samstag Abend eine ballistische Rakete auf Riads Flughafen ab. Zwar wurde die Raketen abgefangen und zerstört, doch warf Riad dem Iran vor, den Huthis Raketen zu liefern. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition drohte, sie behalte sich das "Recht" vor, auf diesen "kriegerischen Akt" zu antworten.

Saudi-Arabiens Kronprinz Salman äußerte sich in einem Telefonat mit dem britischen Außenminister Boris Johnson ähnlich. "Die Beteiligung des Iran an der Ausrüstung der Huthis mit Raketen ist eine direkte militärische Aggression des iranischen Regimes", sagte Salman laut der Nachrichtenagentur SPA. Dies könne als "kriegerischer Akt" betrachtet werden.

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Florian Silbereisen: Seit 2004 moderiert er die "Feste"-Shows der ARD.
Florian Silbereisen äußert sich zum Show-Wirrwaar

"Humanitäre Katastrophe"

Human Rigths Watch verurteilte den Beschuss des überwiegend zivil genutzten Flughafens als "Kriegsverbrechen". Zugleich betonte die Menschenrechtsorganisation mit Blick auf die von Riad verhängte Blockade gegen den Jemen, der Angriff rechtfertige nicht, dass Riad "die humanitäre Katastrophe im Jemen verschlimmert", indem es die Hilfslieferungen behindere.

Die Koalition hatte nach dem Raketenangriff die Luft-, Land- und Seegrenzen des Jemen abgeriegelt, um Waffenschmuggel zu verhindern. Das UN-Büro zur Koordination humanitärer Hilfe in Genf forderte eine Aufhebung der Blockade. Diese bedrohe im Jemen Millionen von Menschen, die bereits die "schlimmste humanitäre Krise der Welt" erlebten.

Teheran weist Vorwürfe zurück

Teheran hatte bereits am Montag die Vorwürfe zurückgewiesen, hinter dem Raketenangriff zu stecken, und ihn als Reaktion der Huthis auf die "Kriegsverbrechen" Saudi-Arabiens im Jemen bezeichnet. Die schiitische Regionalmacht und das wahhabitische Königreich stehen nicht nur im Jemen, sondern auch im Irak, in Syrien und dem Libanon auf entgegengesetzten Seiten.

Dort trat am Wochenende überraschend Ministerpräsident Saad Hariri zurück. Der libanesische Regierungschef begründete den Schritt bei einem Auftritt in Riad damit, dass er um sein Leben fürchte, und machte dem Iran und der von Teheran unterstützten Hisbollah-Miliz schwere Vorwürfe. Die Hisbollah warf Riad daraufhin vor, Hariri zum Rücktritt gezwungen zu haben.

Zahlreiche Festnahmen

Die Eskalation im Konflikt mit dem Iran und der Rücktritt Hariris fallen mit einer beispiellosen Welle von Festnahmen hochrangiger Politiker und Geschäftsleute in Saudi-Arabien zusammen. Auf Anweisung des Kronprinzen wurden am Wochenende einige der reichsten und mächtigsten Männer des Landes unter Korruptionsverdacht festgenommen.

US-Präsident Trump stellte sich am Montag demonstrativ hinter dieses Vorgehen. Er habe "großes Vertrauen" in König Salman und Kronprinz Mohammed bin Salman, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Sie wissen genau, was sie tun". Einige der Festgenommenen hätten ihr Land seit Jahren "gemolken", daher werde nun "scharf" gegen sie vorgegangen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Nicolas Lindken
Von Carl Exner, Nicolas Lindken
Von Wladimir Kaminer
Donald TrumpIranJemenSaudi-Arabien
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website