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Putin zu Syrien-Krieg: "Finaler Sieg über Terroristen rückt nah"

Assad besucht Kreml-Chef  

Putin: "Finaler Sieg über Terroristen rückt nah"

21.11.2017, 09:09 Uhr | dru, dpa, AFP

Putin zu Syrien-Krieg: "Finaler Sieg über Terroristen rückt nah". Putin und Assad in Sotschi: Brüderliche Umarmung zur Begrüßung. (Quelle: Reuters/Sputnik/Mikhail Klimentyev/Kremlin)

Putin und Assad in Sotschi: Brüderliche Umarmung zur Begrüßung. (Quelle: Sputnik/Mikhail Klimentyev/Kremlin/Reuters)

Während in Syrien vielerorts noch immer Kämpfe toben, sagen Russland und das Assad-Regime schon das baldige Ende des Krieges voraus. Am Mittwoch stimmen Kreml-Chef Putin und die Präsidenten der Türkei und des Iran ihr weiteres Vorgehen in dem zerrütteten Land ab.

Kurz vor dem Gipfeltreffen der Türkei, Russlands und des Iran zum Syrien-Konflikt hat Russlands Präsident Wladimir Putin den syrischen Machthaber Baschar al-Assad in Sotschi empfangen. Assad sei am Montagabend mit Putin zusammengekommen, der syrische Präsident habe sich zu einem "Arbeitsbesuch" in Russland aufgehalten, teilte der Kreml mit.

Putin stellte ein baldiges Ende des russischen Militäreinsatzes in Syrien in Aussicht. "Der Militäreinsatz kommt jetzt tatsächlich zu einem Ende", sagte der Kreml-Chef. Nun gehe es darum, politische Prozesse einzuleiten.

Putin gratulierte Assad für die "Ergebnisse im Kampf gegen Terrorgruppen gratuliert". Syrien nähere sich dem "finalen, unvermeidbaren Sieg über die Terroristen". Er sei erfreut, die Bereitschaft von Assad zu sehen, mit jedem zusammenzuarbeiten, der bereit sei, Frieden aufzubauen und Lösungen zu finden, sagte Putin weiter.

Verfolgen in Syrien gemeinsame Interessen: Machthaber Baschar al-Assad und Kreml-Chef Wladimir Putin. (Quelle: Reuters/Sputnik/Mikhail Klimentyev/Kremlin)Verfolgen in Syrien gemeinsame Interessen: Machthaber Baschar al-Assad und Kreml-Chef Wladimir Putin. (Quelle: Sputnik/Mikhail Klimentyev/Kremlin/Reuters)

Syrien-Gipfel am Mittwoch in Sotschi

Putin empfängt am Mittwoch in der Schwarzmeerstadt Sotschi den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und den iranischen Staatschef Hassan Ruhani zu Gesprächen über den Syrien-Konflikt.

Russland, die Türkei und der Iran bemühen sich seit Jahresbeginn gemeinsam um eine Deeskalation im syrischen Bürgerkrieg, in dem seit März 2011 mehr als 330.000 Menschen getötet wurden. Bei einer Reihe von Gesprächen im kasachischen Astana wurde die Einrichtung sogenannter Deeskalationszonen vereinbart, in denen regionale Waffenruhen zwischen Rebellen und Regierungstruppen gelten.

Russlands Präsident Wladimir Putin: Abschiedsgruß für Assad. (Quelle: Reuters/Sputnik/Mikhail Klimentyev/Kremlin)Russlands Präsident Wladimir Putin: Abschiedsgruß für Assad. (Quelle: Sputnik/Mikhail Klimentyev/Kremlin/Reuters)

Während Russland und der Iran Assad unterstützen, steht die Türkei auf Seiten der Rebellen. Seit vergangenem Jahr haben sich die Türkei und Russland aber deutlich angenähert, und Putin und Erdogan treffen sich regelmäßig zu Gesprächen. Für die Türkei liegt die Priorität in Syrien auch nicht mehr auf dem Sturz Assads, sondern auf einem Zurückdrängen der Kurden.

Iran: IS endgültig besiegt

Nach Einschätzung des Iran ist die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowohl in Syrien als auch im Irak inzwischen endgültig besiegt. "Die teuflische Herrschaft des IS ist beendet", zitierten iranische Medien den Kommandeur der Al-Quds Einheit der Revolutionsgarden, Ghassem Sulejmani, die in den vergangenen Jahren im Kampf gegen den IS eingesetzt worden war. Dies sei ein historischer Sieg für die Regierungen und Völker des Iraks und Syriens sowie den Iran, hieß es in einem Schreiben Ghassems an Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei.

Der Iran hat stets behauptet, dass die Revolutionsgarden im Irak und in Syrien nur als militärische Berater im Kampf gegen den IS tätig seien. Es war aber auch immer ein offenes Geheimnis, dass besonders die Al-Quds Einheit auch aktiv an den Kämpfen beteiligt war und auch viele ihrer Soldaten, besonders in Syrien, ums Leben gekommen sind. Für den sunnitischen IS hatte der schiitische Iran den gleichen Status wie Ungläubige.

Nach Angaben der internationalen Anti-US-Koalition hat der IS in Syrien mehr als 95 Prozent seines früheren Gebietes verloren. Vertrieben wurden die Extremisten unter anderem aus ihren Hochburgen Mossul im Irak sowie Al-Rakka und Dair as-Saur in Syrien. Sie kontrollieren im Wesentlichen nur noch ein von Wüste geprägtes Gebiet an der Grenze zwischen beiden Ländern.       

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