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T├╝rkisches Fernsehen blamiert sich mit Videospiel-Szene

  • Lars Wienand
Von Lars Wienand

Aktualisiert am 25.01.2018Lesedauer: 2 Min.
Kein Ruhmesblatt: Ein vermeintlicher YPG-K├Ąmpfer in einem Video t├╝rkischer Medien ist ein Taliban aus dem Computerspiel "Medal of Honor".
Kein Ruhmesblatt: Ein vermeintlicher YPG-K├Ąmpfer in einem Video t├╝rkischer Medien ist ein Taliban aus dem Computerspiel "Medal of Honor". (Quelle: Screenshot Youtube/Montage t-online.de)
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Gegnerische K├Ąmpfer der YPG gezielt get├Âtet, keine eigenen Verluste: Das sollten Bilder in t├╝rkischen Medien zeigen. Sie stammen aber aus einem Videospiel.

In t├╝rkischen Medien sind Bilder aus dem Computerspiel "Medal of Honor" als echte Bilder von den K├Ąmpfen bei Afrin ausgegeben worden. Es ist nicht das erste Mal, dass Szenen aus Computerspielen als echte Aufnahmen pr├Ąsentiert werden. Das russische Verteidigungsministerium zeigt bis heute Bilder aus einer Simulation als "Beweis" f├╝r eine Zusammenarbeit von IS und USA.

Taliban statt Kurdenk├Ąmpfer

Zahlreiche Bilder und Videos in sozialen Netzwerken sollen Erfolge beider Seiten im Kampf der T├╝rkei gegen die Kurdenmiliz YPG im syrischen Afrin zeigen, oft sind es aber alte Bilder aus anderen Zusammenh├Ąngen. Bei "Milliyet" und "Habert├╝rk" sowie dem gleichnamigen TV-Sender waren am Dienstag vermeintliche Kampfszenen zu sehen, die aus dem 2010 ver├Âffentlichten Videospiel "Medal of Honor" stammen.

Die Bilder zeigen nicht die Perspektive t├╝rkischer Soldaten, sondern die eines Spielers, der als Angeh├Âriger einer US-Spezialeinheit k├Ąmpft. Nachgestellt wird eine Mission gegen Taliban und Al-Kaida im afghanischen Shahi-Kot-Tal im M├Ąrz 2003.

F├╝r die Szene waren dickere Balken ├╝ber die im Spiel eingeblendete Zielhilfe gelegt worden, rechts oben war aber noch der Schriftzug "M82" eingeblendet. Er zeigt dem Spieler, dass er gerade das amerikanische Scharfsch├╝tzengewehr Barrett M82 einsetzt. Auf YouTube haben etliche Spieler Mitschnitte aus dem Spiel ver├Âffentlicht. Unsere Redaktion hat zum Vergleich Ausschnitte ├╝bereinander montiert:

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Nach Protesten und Spott in sozialen Medien griff eine anerkannte t├╝rkische Faktenpr├╝f-Seite die Szenen auf. Auch andere t├╝rkische Medien berichteten ├╝ber den peinlichen Fehler. HaberT├╝rk reagierte auf Anfrage von t-online.de nicht. Aus Kreisen der Redaktion hie├č es aber, dass man selbst get├Ąuscht worden sei und es sich um ein Versehen gehandelt habe.

Russland blamierte sich mit "Beweis"

Am Montag bereits war das Video auf YouTube hochgeladen worden mit dem Titel "Jagen wir ein bisschen in Afrin bei der Operation Olivenzweig". Operation Olivenzweig nennt die T├╝rkei die aktuelle Offensive in der Region Afrin. Auf eine Anfrage von t-online.de antwortete der Nutzer nicht. Das Video hat er inzwischen gel├Âscht.

Vor einigen Monaten hatte sich bereits das russische Verteidigungsministerium mit Bildern aus einem Spiel blamiert. Als "unwiderlegbarer Beweis" f├╝r eine Zusammenarbeit der USA mit dem IS wurde auch ein Foto ver├Âffentlicht, welches aus der Vorschau f├╝r das Spiel AC-130 Gunship Simulator stammte.

Besonders peinlich war, dass das Video bereits Tage zuvor in sozialen Netzwerken von Amerikanern als "Beweis" f├╝r einen erfolgreichen Luftschlag gegen den IS gefeiert wurde. Schon da hatte es Hinweise auf die echte Quelle gegeben.

Das russische Verteidigungsministerium l├Âschte die Bilder und erkl├Ąrte einem Bericht der Agentur Tass zufolge, es werde gegen einen zivilen Mitarbeiter ermittelt, der die falschen Bilder verwendet habe. Verwendet worden waren auch Bilder aus einem echten Video, das allerdings ├Ąlter war und aus dem Irak stammte. Von dem Vorwurf r├╝ckte Russland nicht ab.

Quellen und weiterf├╝hrende Informationen:

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