Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Der mysteri├Âse Tod eines mutma├člichen Khashoggi-Killers

  • Lars Wienand
Von Lars Wienand

Aktualisiert am 19.10.2018Lesedauer: 2 Min.
Soll bei einem Unfall ums Leben gekommen: Meshal Saad al-B., mutma├čliches Mitglied der saudischen Gruppe, die laut t├╝rkischen Berichten Jamal Khashoggi in der Botschaft in Istanbul get├Âtet hat.
Soll bei einem Unfall ums Leben gekommen: Meshal Saad al-B., mutma├čliches Mitglied der saudischen Gruppe, die laut t├╝rkischen Berichten Jamal Khashoggi in der Botschaft in Istanbul get├Âtet hat. (Quelle: Facebook)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

15 M├Ąnner sollen zum Killerkommando geh├Ârt haben, das nach t├╝rkischen Angaben den Journalisten Jamal Khashoggi get├Âtet hat. Einer davon lebt nun offenbar nicht mehr.

Neue bizarre Facette im Fall des mutma├člich ermordeten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi: Ein angebliches Mitglied des Killerkommandos soll unter mysteri├Âsen Umst├Ąnden bei einem Verkehrsunfall gestorben sein. Das berichtet die Erdogan-nahe Tageszeitung "Yeni Safak". Es gebe Ger├╝chte, er sei zum Schweigen gebracht worden, schreibt die Zeitung.

Die t├╝rkische Zeitung "Yeni Safak" berichtete am Donnerstag auf ihrer Titelseite ├╝ber den Tod des mutma├člichen Mitglieds des Killerkommandos.
Die t├╝rkische Zeitung "Yeni Safak" berichtete am Donnerstag auf ihrer Titelseite ├╝ber den Tod des mutma├člichen Mitglieds des Killerkommandos. (Quelle: Screenshot Twitter)

Khashoggi war am 2. Oktober in das saudi-arabische Konsulat in Istanbul gegangen, um dort Papiere f├╝r seine geplante Hochzeit abzuholen. Seitdem ist der Journalist und Regierungskritiker verschwunden, der zuletzt im US-Exil gelebt hatte. Die t├╝rkischen Beh├Ârden gehen nach Medienberichten davon aus, dass Khashoggi im Konsulat von einem aus Saudi-Arabien angereisten Spezialkommando get├Âtet wurde. Das saudische K├Ânigshaus beteuert dagegen die eigene Unschuld und bestreitet jede Mitverantwortung.

Soll bei einem Unfall ums Leben gekommen: Meshal Saad al-B., mutma├čliches Mitglied der saudischen Gruppe, die laut t├╝rkischen Berichten Jamal Khashoggi in der Botschaft in Istanbul get├Âtet hat.
Soll bei einem Unfall ums Leben gekommen: Meshal Saad al-B., mutma├čliches Mitglied der saudischen Gruppe, die laut t├╝rkischen Berichten Jamal Khashoggi in der Botschaft in Istanbul get├Âtet hat. (Quelle: Facebook)
ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Ministerpr├Ąsident Orb├ín verh├Ąngt Notstand
Viktor Orban bei einer Pressekonferenz (Archivbild): Der ungarische Regierungschef hat jetzt den Notstand verh├Ąngt.


Regierungsnahe Medien erhalten Infos zugespielt

In dem Fall erhalten regierungsnahe Zeitungen offenbar einfachen Zugang zu Erkenntnissen t├╝rkischer Sicherheitsdienste, die diese an die ├ľffentlichkeit bringen wollen. "Sabah" hatte bereits eine Liste mit Namen und Fotos der 15 angeblich beteiligten Saudis ver├Âffentlicht.

Darunter war auch Meshal Saad al-B., der nun bei dem Unfall sein Leben verloren habe. Seine Rolle bei dem Kommando sei unklar, es habe keine Hierarchie gegeben, berichtet "Yeni Safak".

Im mutma├člichen Facebook-Profil von al-B. findet sich die Information, dass der Luftwaffenoffizier Schule und Universit├Ąt in den USA besucht hat. Bereits am Dienstag hatten unbest├Ątigte Berichte Wirbel ausgel├Âst, al-B. sei an Bord eines abgest├╝rzten Flugzeugs der saudischen Luftwaffe gewesen. Das saudische Verteidigungsministerium hatte den Absturz gemeldet, ohne Angaben zur Identit├Ąt der Besatzung zu machen.

"Yeni Safak" berichtet dagegen, zu den Umst├Ąnden des Unfalls gebe es keine Erkenntnisse. Es k├Ânne jetzt spekuliert werden, ob andere Mitglieder der Gruppe auch beseitigt w├╝rden, schreibt die t├╝rkische Zeitung.

Konsul angeblich mit Tod bedroht

Die Zeitung hatte bereits berichtet, dass auf angeblichen Audioaufnahmen der Ermordung auch Todesdrohungen gegen den saudischen Konsul Mohammed al-Otaibi zu h├Âren seien. Der habe protestiert, als ein Experte begonnen habe, mit einer mitgebrachten Knochens├Ąge den noch lebenden Reporter auf dem Privatschreibtisch des Konsuls zu zerteilen. "Macht das drau├čen, ihr werdet mir Probleme bereiten." Daraufhin habe ihm ein Mann erwidert: "Wenn du leben willst, wenn du nach Saudi-Arabien zur├╝ckkehrst, sei still." Al-Otaibi verlie├č am Dienstag Istanbul in Richtung Riad.

Unterdessen hat ein wichtiger saudischer Geistlicher dazu aufgefordert, zur K├Ânigsfamilie zu stehen, egal ob sie verantwortlich sei f├╝r die T├Âtung Khashoggis oder nicht. F├╝r jeden Schaden, der dem K├Ânigshaus zugef├╝gt werde, m├╝sse die gesamte arabische Welt den Preis zahlen, schrieb Dr. Mohamed Saidi an seine fast eine Million Twitter-Follower.

Suche nach Spuren abgeschlossen

Am Donnerstagmorgen meldete die t├╝rkische Nachrichtenagentur Anadolu, dass die t├╝rkischen Ermittler die Suche nach Spuren des vermissten saudischen Regimekritikers Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat sowie in der Residenz des Konsuls abgeschlossen haben.

Alle Beamten h├Ątten am fr├╝hen Morgen sowohl das Gel├Ąnde des Konsulats als auch das der Residenz des Konsuls verlassen. Zu Ergebnissen der Suche gab es zun├Ąchst keine Angaben.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Patrick Diekmann
  • Marc von L├╝bke-Schwarz
Von Patrick Diekmann und Marc von L├╝pke
IstanbulSaudi-ArabienT├╝rkeiUnfall
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website