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Fall Khashoggi: Saudi-Arabien weist Vorwürfe gegen Kronprinz Salman zurück

Tod von Jamal Khashoggi  

Saudi-Arabien weist Vorwürfe gegen Kronprinzen zurück

20.11.2018, 16:44 Uhr | dpa

Saudi-Arabiens Außenminister nennt CIA-Einschätzung zu Khashoggi-Mord falsch (Screenshot: Reuters)
Saudi-Arabien weist Vorwürfe zurück

Es ist die erste Stellungnahme der Führung in Riad zu Medieninformationen, wonach der US-Geheimdienst CIA den Kronprinzen für den Auftraggeber des Mordes hält.

Khashoggi-Mord: Saudi-Arabien weist die Vorwürfe der CIA zurück. (Quelle: Reuters)


Welche Rolle spielte der saudische Kronprinz bei der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi? Das Königreich hat Anschuldigungen der CIA zurückgewiesen – und droht den USA. 

Saudi-Arabien verwahrt sich gegen die angebliche Einschätzung des US-Auslandsgeheimdiensts CIA, Thronfolger Mohammed bin Salman habe die Ermordung des Regierungskritikers Jamal Khashoggi angeordnet. Einen entsprechenden Bericht der "Washington Post" kommentierte Außenminister Adel al-Dschubair mit den Worten: "Wir im Königreich wissen, dass solche Behauptungen gegen den Kronprinzen völlig falsch sind und wir weisen sie entschieden zurück." Es handele sich lediglich um Medienberichte, und es gebe dazu nichts Offizielles vonseiten der USA.

Der Diplomat äußerte sich in einem Interview der vom saudischen Staat finanzierten Zeitung "Al-Sharq al-Awsat", das am Montagabend veröffentlicht wurde. Darin stellte Al-Dschubair klar, dass die Monarchie in Riad keine Anschuldigungen gegen ihre höchsten Würdenträger dulden werde: "Ich möchte betonen, dass die Führung des Königreichs Saudi-Arabien, vertreten durch den König und den Thronfolger, eine rote Linie ist. Wir werden keine Versuche zulassen, sie anzutasten, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer."

CIA sieht Kronprinz als Auftraggeber

Die "Washington Post" hatte unter Berufung auf mehrere Quellen berichtet, die CIA sehe Mohammed bin Salman als Drahtzieher hinter dem gewaltsamen Tod des Journalisten Khashoggi im saudischen Generalkonsulat in Istanbul. Das Außenministerium in Washington stellte am Samstag aber klar, es sei noch keine abschließende Bewertung in dem Kriminalfall getroffen worden.

Bislang hat die US-Regierung Strafen gegen 17 ehemalige saudische Regierungsmitarbeiter verhängt, aber nicht gegen den Thronfolger. Auch Deutschland hatte am Montag Einreisesperren gegen mutmaßliche Drahtzieher der Ermordung des Journalisten verhängt. Zudem stoppte die Bundesregierung alle Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien.
  


Was genau am 2. Oktober in dem Konsulat geschah, wie Khashoggi zu Tode kam und wer dafür verantwortlich ist, ist auch sieben Wochen später noch immer nicht zweifelsfrei geklärt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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