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Türkei: Donald Trump soll Auslieferung von Gülen versprochen haben

Konflikt mit Türkei um Prediger  

Trump soll Auslieferung von Gülen versprochen haben

18.12.2018, 13:28 Uhr | dpa, rtr

Türkei: Trump soll an Gülens Auslieferung arbeiten (Screenshot: Reuters)
Trump soll an Gülens Auslieferung arbeiten

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bestätigte, dass das Weiße Haus an einer möglichen Auslieferung des islamischen Predigers Gülen arbeiten würde.

Erzfeind Erdogans: Donald Trump arbeitet an Gülens Auslieferung, so der türkische Außenminister. (Quelle: Reuters)


Die Türkei macht ihn für den Putschversuch verantwortlich. Nun soll US-Präsident Trump angeblich zugesagt haben, den Prediger Fethullah Gülen in die Türkei auszuliefern.

US-Präsident Donald Trump hat der türkischen Regierung zufolge die Auslieferung des islamischen Predigers Fethullah Gülen in die Türkei versprochen. Trump habe dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bei einer Begegnung auf dem G20-Gipfel in Argentinien erklärt, die USA arbeiteten an der Überstellung Gülens und weiterer Personen, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu jetzt.

Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch vom Sommer 2016 verantwortlich. Gülen lebt seit Langem im US-Bundesstaat Pennsylvania. Das Thema ist ein zentraler Konflikt zwischen den USA und der Türkei.

Vorwürfe gegen Deutschland

Gerüchte über eine mögliche Auslieferung des Predigers waren bereits Mitte November aufgetaucht. US-Medien hatten damals berichtet, dass das Weiße Haus bei verschiedenen Behörden Erkundigungen über rechtliche Möglichkeiten eingezogen habe, Gülen außer Landes zu bekommen. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums hatte dies damals dementiert.

Die Türkei wirft auch Deutschland vor, nicht hart genug gegen Anhänger der Gülen-Bewegung vorzugehen. Deutschland sei weit davon entfernt, den türkischen Forderungen zu entsprechen, kritisierte Cavusoglu Mitte November. Erdogan hatte im September von Deutschland die Auslieferung von Hunderten Anhängern der Gülen-Bewegung gefordert. Im Gegensatz zur kurdischen Arbeiterpartei PKK ist die Gülen-Bewegung in Deutschland nicht verboten.

Türkei greift hart gegen Gülen-Bewegung durch

Seit dem Putschversuch von 2016 greift die türkische Regierung gegen angebliche Mitglieder der Gülen-Bewegung hart durch. Nach offiziellen Zahlen von Mitte November wurden seit 2016 wegen angeblicher Verbindungen zu den Putschisten rund 218.000 Menschen festgenommen.
 

 
16.684 der Betroffenen wurden demnach verurteilt. 14.750 befanden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Mehr als 140.000 Menschen wurden aus dem Staatsdienst entlassen. Die international scharf kritisierten Maßnahmen treffen auch Akademiker, Menschenrechtler und Journalisten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, Reuters

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