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Carola Rackete: Europa soll alle Migranten aus libyschen Lagern aufnehmen

Sea-Watch-Kapitänin  

Rackete: Europa soll Migranten aus libyschen Lagern aufnehmen

15.07.2019, 07:15 Uhr | AFP, dpa

Carola Rackete: Europa soll alle Migranten aus libyschen Lagern aufnehmen. Carola Rackete: Die deutsche Kapitänin der "Sea-Watch 3" hat sich zur Situation in Libyen geäußert (Quelle: dpa/Till M. Egen/Sea-Watch.org/Archivbild)

Carola Rackete: Die deutsche Kapitänin der "Sea-Watch 3" hat sich zur Situation in Libyen geäußert. (Quelle: Till M. Egen/Sea-Watch.org/Archivbild/dpa)

Die Sea-Watch-Kapitänin fordert in einem Interview, dass Europa eine halbe Million Migranten aus Libyen aufnimmt. Auch Deutschland habe dabei eine "historische Verantwortung".

Die Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete hat eine Aufnahme aller Flüchtlinge aus Libyen gefordert. "Die, die in Libyen sind, müssen dort sofort raus in ein sicheres Land", sagte Rackete der "Bild"-Zeitung. "Wir hören von einer halben Million Menschen, die in den Händen von Schleppern sind oder in libyschen Flüchtlingslagern, die wir rausholen müssen. Ihnen müssen wir sofort helfen bei einer sicheren Überfahrt nach Europa."

Rackete forderte zudem eine Aufnahme von Klimaflüchtlingen. Deutschland und andere europäische Staaten hätten "eine historische Verantwortung an den Umständen in Afrika noch aus der Kolonialzeit". "Die heutigen Machtverhältnisse sind durch Europa bestimmt worden." Deshalb gebe es eine historische Verantwortung, Flüchtlinge aufzunehmen, "die wegen der Machtverhältnisse oder auch der Klimasituation nicht mehr in ihren Ländern leben können".

Ermittlungen in Italien gegen Rackete

Rackete steht seit Wochen in den Schlagzeilen, weil sie Ende Juni das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch mit Migranten an Bord unerlaubt nach Italien gefahren hatte. Gegen die 31-Jährige aus Niedersachsen wird in Italien unter anderem wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung ermittelt.




Migranten werden in Libyen ohne gültige Papiere in Internierungslager mit katastrophalen Zuständen gesteckt. Dort mangelt es an Toiletten, Duschen, Essen, Trinken und die Menschen werden nach Berichten von UN und Hilfsorganisationen teilweise misshandelt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und afp

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