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Mittelmeer: Rettungsschiff "Eleonore" von Italien und Malta abgewiesen


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"Man möchte offenbar, dass wir verhungern und verdursten"

Von dpa, afp, jmt

Aktualisiert am 27.08.2019Lesedauer: 2 Min.
Kapitän Claus-Peter Reisch an Bord der "Eleonore": Malta und Italien verwehren die Einfahrt.
Kapitän Claus-Peter Reisch an Bord der "Eleonore": Malta und Italien verwehren die Einfahrt. (Quelle: Johannes Filous/dpa-bilder)
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Erneute Zuspitzung im Mittelmeer: 100 Menschen hat das deutsche Rettungsschiff "Eleonore" gerettet. Die Crew hat Kurs auf Malta genommen – doch darf weder dort, noch in Italien anlanden.

Italien und Malta haben dem deutschen Hilfsschiff "Eleonore" mit etwa 100 geretteten Flüchtlingen an Bord die Einfahrt in ihre Häfen verwehrt. Ein Sprecher der Dresdner Hilfsorganisation "Mission Lifeline" sagte, die Behörden hätten jeweils mitgeteilt, nicht zuständig zu sein. Derweil starben bei einem Bootsunglück vor Libyen vermutlich wieder mindestens fünf Menschen.

Reisch: Versorgung mit Wasser unterbunden

"Nach der langen Reise sind die Menschen dehydriert und unterernährt", sagte der Sprecher. Insgesamt sei der Gesundheitszustand der rund 100 Flüchtlinge an Bord der "Eleonore" derzeit stabil. Nun verwehre Malta dem Schiff aber die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Kapitän Claus-Peter Reisch schrieb im Kurzmitteilungsdienst Twitter: "Man möchte offenbar, dass unsere Gäste und wir verhungern und verdursten."

Die "Eleonore" hatte die Menschen am Montag vor der libyschen Küste aufgenommen. Ihr Boot sei bereits im Sinken begriffen gewesen. Ein Boot der libyschen Küstenwache habe den Rettungseinsatz gestört und die Besatzung des Hilfsschiffes bedroht.

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Das Schiff war am Wochenende im zentralen Mittelmeer eingetroffen. Es gehört dem deutschen Kapitän Claus-Peter Reisch und wird von der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline unterstützt. Reisch und die Organisation hatten bereits im Juni 2018 mit dem Schiff "Lifeline" vor der libyschen Küste 234 Flüchtlinge gerettet und waren danach tagelang über das Mittelmeer geirrt, weil Italien und Malta dem Schiff ein Anlegen verweigert hatten.

"Eleonore" fährt unter deutscher Flagge

Schließlich durfte das Schiff in Malta vor Anker gehen. Die "Lifeline" sitzt weiterhin im Hafen von Valletta fest. Reisch selbst war nach dem Rettungseinsatz zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Gericht entschied, dass die "Lifeline", die unter niederländischer Flagge fuhr, nicht ordnungsgemäß registriert war. Reisch bezeichnete die Entscheidung als "politisches Urteil". Die "Eleonore" fährt nun unter deutscher Flagge.


Im aktuellen Fall hatte bereits Italiens rechtsradikaler Innenminister Matteo Salvini dem Schiff die Einfahrt verboten. Er blockiert immer wieder Rettungsschiffe. Nach Angaben des Sprechers der Mission Lifeline befindet sich das Schiff derzeit in der maltesischen Seenotrettungszone. "Wenn Leib und Leben in Gefahr ist und das Schiff somit in Seenot gerät, wäre also Malta zuständig", sagte Steier. Der Kapitän könne dann ein Hilfssignal aussenden – das Land müsse dem Schiff dann die Einfahrt in einen Hafen erlauben.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP
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