Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomePolitikAuslandKrisen & Konflikte

Afghanistan: Raketenangriff auf Flughafen Kabul – IS bekennt sich


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen
Symbolbild für einen TextEx-Skirennfahrerin ist totSymbolbild für einen TextErdbeben: Opferzahl steigt dramatisch anSymbolbild für einen TextKugel trifft Radfahrer in den Helm
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Raketen auf Flughafen Kabul abgefeuert – IS bekennt sich

Von dpa
Aktualisiert am 30.08.2021Lesedauer: 2 Min.
Verkohltes Fahrzeug in Chairchanah im Norden Kabuls: Aus diesem Auto sollen die Raketen in Richtung des Flughafens abgefeuert worden sein.
Verkohltes Fahrzeug in Chairchanah im Norden Kabuls: Aus diesem Auto sollen die Raketen in Richtung des Flughafens abgefeuert worden sein. (Quelle: Khwaja Tawfiq Sediqi/AP/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Kurz vor Ende der Evakuierungsmission der USA in Afghanistan hat es einen neuen Angriff auf den Flughafen Kabul gegeben. Ein Abwehrsystem verhinderte Schlimmeres.

Der afghanische Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat sich zu dem Raketenangriff auf den Flughafen von Kabul bekannt. "Soldaten des Kalifats" hätten den Flughafen mit sechs Raketen des Typs Katjuscha angegriffen, teilte IS-Khorasan, wie der IS sich in Afghanistan und Pakistan nennt, auf der Plattform Naschir News mit. Es sei auch bestätigt, dass bei dem Angriff Menschen verletzt worden seien.

Die US-Regierung bestätigte am frühen Montagabend die Berichte, nach denen fünf Raketen in Richtung des Flughafens abgefeuert wurden. Drei der Raketen seien "ohne Auswirkungen" außerhalb des Flughafens gelandet, sagte Generalmajor William Taylor. Eine Rakete sei von einem installierten Raketenabwehrsystem am Flughafen abgewehrt worden. Eine weitere Rakete sei ohne Gefahr für Personal oder die Mission zu Boden gekommen, so Taylor weiter. Auf Nachfrage erklärte Pentagon-Sprecher John Kirby, dass diese Rakete innerhalb des Gelände des Flughafens gelandet sei.

USA verstärken Schutzmaßnahmen am Flughafen

Der lokale TV-Sender ToloNews berichtete, die Raketen seien aus einem Auto aus dem nördlichen Stadtteil Chairchana abgefeuert worden. In sozialen Medien geteilte Bilder zeigten ein ausgebranntes Fahrzeug. Die Überreste des Autos sind mit Trümmern bedeckt, der Gummi der Reifen ist geschmolzen. Es lässt sich nicht unabhängig überprüfen, ob die Raketen aus diesem Fahrzeug abgefeuert worden waren. CNN berichtete, dass eine bevorstehende Gefahr für den Flughafen Kabul beseitigt worden sei.

US-Präsident Joe Biden sei über den Raketenangriff informiert worden, hieß es in einer Erklärung der Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Der Präsident sei zudem informiert worden, dass die Operationen am Flughafen ununterbrochen fortgesetzt würden. Biden zufolge sollen die Kommandeure auf dem Flughafen in Kabul ihre Anstrengungen verdoppeln, um die Truppen zu schützen.

CNN: US-Evakuierungen vorerst abgeschlossen

Biden hatte am Sonntag vor möglichen weiteren Anschlägen rund um den Flughafen Kabul gewarnt. Erst am Donnerstag waren bei einem IS-Anschlag am Flughafen Kabul mindestens 13 US-Soldaten sowie zwei Briten ums Leben gekommen. Die Angaben über die afghanischen Todesopfer schwanken, Sender wie CNN sprachen von bis zu 200 Toten. Der IS hat bereits in der Vergangenheit immer wieder verschiedene Ziele in Kabul mit Raketen angegriffen.

Der IS war in Afghanistan Anfang 2015 in Erscheinung getreten. Er will dort und auf pakistanischem Gebiet eine "Provinz" namens IS-Khorasan etablieren und hat Anschläge vor allem auf schiitische Ziele verübt. Die USA und afghanische Sicherheitskräfte griffen dessen Stellungen in vergangenen Jahren mitunter mehrmals wöchentlich an. Mit den Taliban, die in Afghanistan vor zwei Wochen die Macht an sich gerissen hatten, ist der IS trotz großer ideologischer Nähe verfeindet.

Laut CNN hat auch Washington die Evakuierungsmission mittlerweile abgeschlossen. Die US-Truppen wollen bis Dienstag Afghanistan verlassen haben. Seit Mitte August sind nach Angaben des Weißen Hauses gut 114.000 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen worden.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
So will uns Putin kleinkriegen
Von Wladimir Kaminer
  • David Schafbuch
Von David Schafbuch
AfghanistanCNNFlughafenJoe BidenKabulPakistanUSA

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfe & ServiceFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website