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Belarus-Krise: 150 Migranten versuchen polnische EU-Grenze zu durchbrechen


150 Migranten wollen polnische Grenze durchbrechen

Von dpa
Aktualisiert am 22.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Migranten in der NĂ€he der polnisch-belarussischen Grenze (Archiv): "Minsk liegt daran, eine physische Auseinandersetzung mit dem Westen zu zeigen."
Migranten in der NĂ€he der polnisch-belarussischen Grenze (Archiv): "Minsk liegt daran, eine physische Auseinandersetzung mit dem Westen zu zeigen." (Quelle: Kacper Pempel/Reuters-bilder)
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Die Lage ist dramatisch, die Zukunft ungewiss: Erneut hat eine Gruppe von Migranten versucht, von Belarus nach Polen und damit in die EU zu gelangen. Polen verteidigt die Grenze mit einem harten Kurs.

Eine Gruppe von rund 150 Migranten hat nach Angaben des polnischen Grenzschutzes vergeblich versucht, von Belarus aus die Grenzsperren zu ĂŒberwinden und illegal in die EU zu gelangen. Der Vorfall habe sich nachts in der NĂ€he des Ortes Dubicze Cerkiewne ereignet, teilte die Behörde am Montag auf Twitter mit. "Der Angriff auf die polnische Grenze wurde von den belarussischen SicherheitskrĂ€ften beaufsichtigt." Da Polen keine Journalisten in das Gebiet lĂ€sst, lassen sich die Angaben nicht ĂŒberprĂŒfen.

Die EuropĂ€ische Union beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen, um Druck auf den Westen auszuĂŒben. Die Menschen aus dem Irak, aus Syrien und Afghanistan sind ĂŒber Touristenvisa in Belarus eingereist.

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"Wir verteidigen die Grenze hart"

Polens PrÀsident Andrzej Duda sagte dem Magazin "Sieci", Lukaschenko richte seine Aktion möglicherweise deshalb auf Polen, "weil wir die Grenze hart verteidigen und dem Regime in Minsk etwas daran liegt, eine physische Auseinandersetzung mit dem Westen zu zeigen".

In Belarus lief an einer Notunterkunft in Brusgi an der Grenze zu Polen am Morgen die Versorgung der Migranten wieder an. Bilder der Staatsagentur Belta zeigten, wie Soldaten heißen Tee, Kekse, Joghurt und Quark verteilten. SchĂ€tzungsweise 2.000 Menschen nutzen die Lagerhalle als provisorische SchlafstĂ€tte. Unklar ist, wie es dauerhaft mit den Migranten weitergeht. Derzeit halten sich Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO in Belarus auf. Sie wollten klĂ€ren, wie die WHO in der Krise helfen könne. Nach Behördenangaben wurden bereits rund 100 Migranten in KrankenhĂ€user gebracht, darunter auch Menschen mit einer LungenentzĂŒndung. Groß ist die Sorge vor einem Corona-Ausbruch in der Notunterkunft.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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