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Sigmar Gabriel rechnet mit Donald Trump ab

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"Angriff auf deutsche Wirtschaft"  

Gabriel rechnet mit Trump ab

19.10.2017, 21:33 Uhr | dpa, pdi

Sigmar Gabriel rechnet mit Donald Trump ab. Außenminister Sigmar Gabriel sieht die aktuelle Außenpolitik der USA kritisch. (Quelle: dpa)

Außenminister Sigmar Gabriel sieht die aktuelle Außenpolitik der USA kritisch. (Quelle: dpa)

Nur noch wenige Wochen ist Außenminister Sigmar Gabriel im Amt. Jetzt nutzt er noch einmal die Gelegenheit, um die Politik von US-Präsident Donald Trump scharf zu kritisieren. 

Vorrangiges Ziel von Trump sei es, "das zu zerstören, was unter seinem Vorgänger Obama mühevoll aufgebaut wurde: erst die Gesundheitsreform, dann das internationale Klimaabkommen und nun das Atomabkommen mit Iran", sagte der SPD-Politiker dem "Handelsblatt". "Außenpolitik wird damit degradiert zur Erfüllung der Wahlkampfpropaganda."

Es sei ein großer Fehler, das Atomabkommen mit dem Iran infrage zu stellen. "Ein Ende des Atomvertrags mit Iran ist derzeit die größte außenpolitische Gefahr. Die Welt wird nicht sicherer, sollte der Iran nach einem Scheitern des Atomvertrags die Entscheidung treffen, sich doch atomar zu bewaffnen", sagte Gabriel.

Anfang 2017 traf Sigmar Gabriel bei seimem ersten Besuch als Außenminister in den USA den Vizepräsidenten Mike Pence. (Quelle: dpa)Anfang 2017 traf Sigmar Gabriel bei seimem ersten Besuch als Außenminister in den USA den Vizepräsidenten Mike Pence. (Quelle: dpa)

Verstörend sei, dass Trump aus innenpolitisch motivierten Gründen handele. "Donald Trump ist der Vertreter der Anti-Moderne", sagte Gabriel. "Er behauptet gegenüber den verunsicherten, abgehängten oder von Abstiegsängsten getriebenen Wählern, dass er sie vor den Anstrengungen der modernen und vernetzten Welt mit dem Rückzug in die Mauern des Nationalismus vor der Moderne schützen kann."

Angesichts von Trumps Abschottungspolitik warf Gabriel den USA vor, auch die deutsche Wirtschaft zu schädigen. Trumps Maßnahmen etwa gegen den Iran seien "ein Angriff auf unser deutsches Exportmodell". Schon heute trauten sich viele deutsche und europäische Unternehmen nicht, Geschäfte im Iran abzuschließen, "weil sie Angst haben, sofort wieder von nationalen US-Sanktionen betroffen zu sein".

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