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Donald Trump feuert Rex Tillerson – Mike Pompeo wird Nachfolger

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Paukenschlag im Weißen Haus  

Donald Trump feuert Außenminister Rex Tillerson

13.03.2018, 20:30 Uhr | job, dpa, AFP, AP

Donald Trump feuert Rex Tillerson – Mike Pompeo wird Nachfolger. Rex Tillerson: Donald Trump hat seinen Außenminister gefeuert. (Quelle: AP/dpa/Jonathan Ernst)

Rex Tillerson: Donald Trump hat seinen Außenminister gefeuert. (Quelle: Jonathan Ernst/AP/dpa)

US-Präsident Donald Trump hat seinen Außenminister Rex Tillerson entlassen. Das teilte Trump auf Twitter mit. Mike Pompeo, der derzeitige Direktor der CIA, wird sein Nachfolger.

Der Abschied war offenbar alles andere als freiwillig. Tillerson habe definitiv vorgehabt, im Amt zu bleiben, sagte Staatssekretär Steve Goldstein. Tillerson habe den Eindruck gehabt, entscheidende Fortschritte bei der nationalen Sicherheit zu machen. 

Wie Tillerson von seinem Abgang erfuhr, darüber gibt es unterschiedliche Darstellungen. Aus dem Weißen Haus verlautete, Tillerson sei bereits am Freitag über Trumps Schritt in Kenntnis gesetzt worden. Trump selbst sagte, Tillerson und er hätten "seit Langem darüber  gesprochen". Tillerson werde "jetzt viel glücklicher" sein. Staatssekretär Goldstein gab hingegen an, Tillerson habe nicht mit dem Präsidenten gesprochen und habe auch keine Begründung für den Schritt erhalten. 

Die bisherige Vize-Direktorin der CIA, Gina Haspel, soll nun Pompeo auf dem Chefposten des Auslandsgeheimdienstes beerben. Sowohl das Amt des Außenministers als auch das des CIA-Chefs müssen vom Senat bestätigt werden.

Trump: unterschiedliche politische Ansichten 

Trump dankte Tillerson auf Twitter für seine Arbeit. In der "Washington Post" lobte er zudem, Tillerson habe in den vergangenen 14 Monaten eine Menge erreicht. Der US-Präsident machte unterschiedliche politische Ansichten als Grund für Tillersons Abgang verantwortlich. Er habe eine andere Denkweise als Tillerson gehabt, sagte Trump. Als Beispiel nannte er etwa den Atomdeal mit dem Iran. Trump habe aus dem Abkommen aussteigen wollen, Tillerson nicht.

Dass Trump seinen bisherigen Außenminister gerade jetzt austauscht, liegt offenbar auch daran, dass er vor den Gesprächen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sein Team neu aufstellen will. Das berichten die Nachrichtenagentur AFP und die "Washington Post" unter Berufung auf Regierungskreise. 

Spekulationen über Rücktritt gab es schon länger

Im vergangenen Jahr hatte es immer wieder Spekulationen über einen Rücktritt Tillersons gegeben. Der 65-Jährige dementierte diese aber stets. Trump hatte seinen Außenminister öffentlich kritisiert, und der frühere Ölmanager Tillerson hatte selbst Unzufriedenheit mit seinem Amt durchblicken lassen. Tillerson hatte immer wieder Positionen vertreten, die sich von denen Trumps unterschieden – auch im Konflikt mit Nordkorea. 

Am Montag schloss sich Tillerson zudem der Schlussfolgerung der britischen Regierung an, wonach Russland für den Giftanschlag auf einen russischen Ex-Doppelagenten in England verantwortlich sei. Kurz zuvor hatte das Weiße Haus es noch abgelehnt, sich dieser Lesart anzuschließen.

Der designierte Außenminister Mike Pompeo: Er gilt als stramm konservativ und ist Anhänger der Tea Party. (Quelle: AP/dpa/Manuel Balce Ceneta)Der designierte Außenminister Mike Pompeo: Er gilt als stramm konservativ und ist Anhänger der Tea Party. (Quelle: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa)

Die Entwicklung ist der vorläufige Höhepunkt einer Reihe von Personalwechseln in letzter Zeit. Erst in der vergangenen Woche hatte Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn angekündigt, er werde das Weiße Haus verlassen.

Pompeo ist ein treuer Anhänger Trumps

Pompeo dankte Trump in einer ersten Stellungnahme für die Chance und lobte ihn: "Seine Präsidentschaft hat die USA sicherer gemacht", heißt es darin. Er freue sich, Trump und das amerikanische Volk zu repräsentieren. 

Pompeo ist ein glühender Anhänger Trumps. Wiederholt hat er Trump gegen Kritik verteidigt. Berichten zufolge hat er den Präsidenten vor allem in den regelmäßigen Sicherheitsbriefings für sich eingenommen. Außenpolitisch gilt er als Falke. Mehrfach hat er sich für ein Aufkündigen des Atom-Deals mit dem Iran stark gemacht. Einen Regimewechsel in Nordkorea hält er für eine willkommene Entwicklung. 

Der 54-Jährige ist stramm konservativ. Er ist profilierter Anhänger der konservativen Tea Party, die die Republikaner vor einigen Jahren weiter nach rechts getrieben hat. Pompeo ist Absolvent der Militärakademie West Point und der Universität Harvard. Er vertrat von 2011 an den Bundesstaat Kansas im Repräsentantenhaus, bevor er 2017 zur CIA wechselte. 

Verwendete Quellen:

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