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Michael Cohen: Ex-Anwalt will US-Präsidenten Donald Trump schwer belasten


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"Ausputzer" Michael Cohen will Trump schwer belasten

Von dpa
Aktualisiert am 27.02.2019Lesedauer: 4 Min.
Michael Cohen: Trumps ehemaliger Anwalt Cohen wird am Mittwoch vor dem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses aussagen.
Michael Cohen: Trumps ehemaliger Anwalt Cohen wird am Mittwoch vor dem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses aussagen. (Quelle: Manuel Balce Ceneta/ap-bilder)
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Trumps Ex-Anwalt will in dieser Woche Rede und Antwort stehen. Vor seiner öffentlichen Aussage im US-Kongress wurde sein Redemanuskript geleakt. Darin nennt er Trump einen "Rassisten, Schwindler und Betrüger".

In einer mit Spannung erwarteten Anhörung will sich Michael Cohen, der langjährige Anwalt von US-Präsident Donald Trump, an diesem Mittwoch den Fragen von Abgeordneten im Kongress stellen. Es wird erwartet, dass der 52-Jährige dabei Vorwürfe gegen seinen früheren Chef bekräftigen wird.


Vier Jahre Präsident Trump: Seine Amtszeit in Bildern

Immer wieder streitet Trump seit dem das Wahlergebnis ab. Mit mehreren Klagen versucht er die angeblich "gestohlene Wahl" zurückzugewinnen – bislang erfolglos.
Das Auszählen der Stimmen dauerte lange. Und während sich abzeichnete, dass Joe Biden die Präsidentschaftswahl gewinnen würde, fuhr Trump auf den Golfplatz. Am 7. November erfuhr er dort dann von seiner Niederlage. Mit 46,9 Prozent verliert er gegen seinen Konkurrenten Joe Biden die US-Wahl.
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Das US-Portal Politico veröffentliche vorab das Manuskript von Cohens Aussage vor dem Kongress. Darin soll er seinen ehemaligen Chef als "Rassisten, Schwindler und Betrüger" bezeichnet haben. Cohen will dem Kongress demnach Beweise vorlegen, wie er für Trump die Affäre um Porno-Star Stormy Daniels vertuschen sollte – und dafür Kopien von Schecks im Wert von über 130.000 Dollar offenlegen.

Einschüchterung im Namen von Trump

Außerdem will Cohen aussagen, dass er für Trump Lehrer, Kollegen und die Prüfungskommission der Highschool des US-Präsidenten eingeschüchtert habe, damit diese nicht öffentlich über Trumps Noten sprechen. Zudem soll Cohen beweisen können, dass Trump über sein Vermögen gelogen und den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama rassistisch beleidigt habe. Auch gegen Afro-Amerikaner allgemein soll sich Trump mehrfach herablassend und rassistisch geäußert haben.

Cohen, der mehr als ein Jahrzehnt für Trump gearbeitet hat, ist eine zentrale Figur in mehreren Affären um den Präsidenten. Trump selbst kann die – für ihn voraussichtlich unbequeme – Aussage seines früheren Vertrauten nur aus der Ferne verfolgen: Der Präsident ist derzeit für ein Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Vietnam.

Reihe von Anhörungen im Parlament

Cohen sagt in dieser Woche in mehreren Anhörungen vor dem US-Kongress aus. Am Dienstag hatte er sich hinter verschlossenen Türen vor dem Geheimdienstausschuss des Senats geäußert. Am Donnerstag ist eine nicht-öffentliche Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss der anderen Kongresskammer, des Repräsentantenhauses, geplant.

Besonders viel Aufmerksamkeit richtet sich aber auf seine öffentliche Aussage an diesem Mittwoch vor dem Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr deutscher Zeit (10 Uhr Ortszeit).


Cohen sagte am Dienstagabend nach seinem ersten Auftritt hinter verschlossenen Türen, er freue sich auf die öffentliche Anhörung am Mittwoch. Es sei dann an der Öffentlichkeit, selbst zu entscheiden, wer die Wahrheit sage.

Schweigegeld an mutmaßliche Trump-Liebhaberinnen

Cohen hatte 2006 bei der Trump-Organisation angefangen, zuletzt war er dort Vizepräsident. Der 52-Jährige wurde oft als Trumps "Ausputzer" beschrieben. Aber er hat sich von seinem früheren Boss abgewendet und ihn mehr als einmal in Bedrängnis gebracht. Im August bekannte er sich vor Gericht wegen Verstößen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung und anderer Anklagepunkte schuldig.

Cohen sagt, er habe im Auftrag Trumps Schweigegeld an den Pornostar Stormy Daniels sowie an das ehemalige Playmate Karen McDougal gezahlt, um im Wahlkampf Schaden von Trump abzuwenden. Daniels sagt, sie habe 2006 Sex mit Trump gehabt. McDougal behauptet, sie habe eine Affäre mit ihm gehabt. Der Präsident räumte nach mehreren Dementis eine der Zahlungen ein, bestreitet aber, etwas mit den Frauen gehabt zu haben.

Geschäftsbeziehungen zu Russland noch im Wahlkampf

Im November bekannte sich Cohen zudem schuldig, den Kongress belogen zu haben. Dabei ging es um den geplanten Bau eines Trump-Towers in Moskau, der letztlich nicht zustande kam. Zu dem Trump-Tower-Projekt hatte Cohen zunächst erklärt, die Pläne seien im Januar 2016 aufgegeben worden – also noch vor der ersten Abstimmung im Vorwahlkampf der Republikaner.

Später räumte er unter anderem ein, noch bis ungefähr Juni 2016 versucht zu haben, eine Genehmigung der russischen Behörden für das Projekt zu erhalten. Seine Bemühungen liefen also in der kritischen Phase von Trumps Wahlkampf weiter.

Cohen will schwere Anschuldigungen erheben

Cohen war im Dezember zu drei Jahren Haft verurteilt worden und soll seine Strafe im Mai antreten. Trump und das Weiße Haus sind seit Monaten bemüht, Cohen als Lügner zu diskreditieren. Er steht bei der Anhörung unter Eid. Das "Wall Street Journal" berichtete am Dienstag, Cohen wolle Trump in der Sitzung beschuldigen, sich im Amt kriminell verhalten zu haben. Die Vorwürfe stehen demnach im Zusammenhang mit den Schweigegeldzahlungen an Daniels.

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Cohen kooperiert mit Sonderermittler Robert Mueller. Dieser untersucht, ob es bei den mutmaßlichen Versuchen russischer Einflussnahme auf den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 geheime Absprachen zwischen dem Trump-Lager und Vertretern Russlands gab. Muellers Untersuchung soll aber kein Thema in der öffentlichen Anhörung sein. Das hat der demokratische Ausschussvorsitzende Elijah Cummings in Absprache mit dem Justizministerium so festgelegt. Mueller hat seine Ermittlungen bislang noch nicht beendet.


Die Abgeordneten können Cohen aber zum Beispiel zu Trumps Finanzen, dessen Umgang mit Wahlkampfgesetzen und zum Wahrheitsgehalt der Aussagen des Präsidenten befragen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Politico: Cohens Aussage zu Trump: "Er ist ein Rassist, Schwindler und Betrüger" (engl.)
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