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Trump feiert Polen als Anti-Deutschland

Von Fabian Reinbold, Washington

Aktualisiert am 13.06.2019Lesedauer: 3 Min.
Andrzej Duda, Donald Trump im Wei├čen Haus: Einigung ├╝ber Stationierung von Soldaten
Andrzej Duda, Donald Trump im Wei├čen Haus: Einigung ├╝ber Stationierung von Soldaten (Quelle: Evan Vucci/ap-bilder)
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Die USA und Polen inszenieren den Schulterschluss ÔÇô in Abgrenzung zu Deutschland. Trump k├Ânnte US-Soldaten aus der Bundesrepublik verlegen. Der Schritt k├Ânnte heikle Folgen haben.

Der Besuch von Polens Pr├Ąsident Andrzej Duda im Wei├čen Haus bot Trump auch sonst reichlich Anlass zur Freude: Da kam endlich einmal ein Europ├Ąer ganz nach Trumps Geschmack: stramm konservativ, gegen Migration und mit lockerem Verst├Ąndnis von Rechtsstaat.

F├╝r Trump ist Polen das, was Deutschland nicht ist

Trump und Duda inszenierten am Mittwoch eine amerikanisch-polnische Allianz: mit viel Tamtam und Treueschw├╝ren, aber auch konkreten Schritten, die die milit├Ąrische Lage in Europa beeinflussen k├Ânnten ÔÇô und vor allem in Abgrenzung zu einem Dritten, der nicht anwesend war: zur Bundesrepublik Deutschland.

Denn Polen war in den ├äu├čerungen Trumps all das, was Deutschland aus seiner Sicht nicht ist:

  • ein Nato-Mitglied, das seinen Verpflichtungen nachkommt
  • ein Handelspartner, der sich bei der Energie nicht von Russland abh├Ąngig macht

Immer wieder ging es bei dem Besuch um "Germany" ÔÇô zumindest seitens Trumps. Er lobte Polen quasi als Mustersch├╝ler Europas im Gegensatz zum Nachbar westlich der Oder. "Deutschland erf├╝llt nicht das, was es in Bezug auf die Nato tun sollte, Polen tut dies", sagte Trump im Oval Office. Polen bezieht Fl├╝ssiggas aus den USA, w├Ąhrend die Deutschen einen "Riesenfehler" machten, indem sie sich zu stark auf Gas aus Russland verlie├čen, sagte Trump anschlie├čend bei der Pressekonferenz mit Duda im Rosengarten.

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Verlegung von Soldaten

Trump vermengte die Themen von Deutschlands Verteidigungsausgaben und Energieimporten mehrfach. Das tut er seit Langem, aber selten so pointiert wie beim Besuch Dudas. Es sind die beiden Themen, die Trump nachhaltig ver├Ąrgert haben ÔÇô aber auch viele andere in Washington ein Dorn im Auge sind. Im Kongress arbeitet man an einem Sanktionsgesetz gegen die am Bau der Pipeline beteiligten Firmen.

So spielte Deutschland auch bei der wichtigsten Vereinbarung zwischen Trump und Duda eine Rolle: der Stationierung zus├Ątzlicher US-Soldaten in Polen ÔÇô und einer m├Âglichen Verlegung aus Deutschland.

Die Polen sind seit Ende des Kalten Krieges auf enge Partnerschaft mit Washington bedacht ÔÇô ganz egal, wer gerade im Wei├čen Haus sitzt. Sie haben die vergangenen zwei Jahre damit verbracht, bei Trump f├╝r die Stationierung zus├Ątzlicher US-Soldaten zu werben ÔÇô als Abschreckung gegen Russland. Seit dem Ukraine-Krieg fordern neben Polen auch die baltischen Staaten mehr Nato-Soldaten im Land. Zuletzt kauften die Polen bei den USA bereits Patriot-Flugabwehrraketen. Aktuell sind 4.500 US-Soldaten als Teil von Nato-Missionen im Land.

Was wird aus "Fort Trump"?

Immer wieder brachten sie eine Milit├Ąrbasis, wie sie die Amerikaner im deutschen Ramstein betreiben, ins Spiel. Sie k├Âderten das Wei├če Haus mit einem Namen der neuen Basis: "Fort Trump" sollte sie hei├čen.

Trump stellte ÔÇô im Gegenzug zum Kampfjetdeal ÔÇô Polen nun zus├Ątzliche Soldaten in vierstelliger Zahl in Aussicht. Er sprach zun├Ąchst von bis zu 2.000 Soldaten, in den offiziellen Dokumenten ist von 1.000 Soldaten die Rede. Sie k├Ânnten m├Âglicherweise aus Deutschland abgezogen werden: "Aus Deutschland oder einem anderen Ort", so formulierte es Trump.

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In Deutschland sind rund 35.000 Soldaten stationiert (auch wenn Trump von 52.000 sprach) ÔÇô und eigentlich sollte die Zahl aufgestockt werden. Trump sieht darin ein schlechtes Gesch├Ąft, weil Deutschland die Zusage nicht einh├Ąlt, zwei Prozent des Haushalts f├╝r Verteidigung auszugeben.

Die Polen wollen die Einrichtung f├╝r die US-Soldaten selbst zahlen ÔÇô das ist Musik in den Ohren des US-Pr├Ąsidenten. Schlie├člich hatte der seine Berater eigens pr├╝fen lassen, ob man Verb├╝ndeten nicht eine Rechnung f├╝r stationierte US-Truppen ausstellen k├Ânnte.


Noch sind viele Details bei der Stationierung unklar: Rotieren die Soldaten ├Ąhnlich wie Nato-Soldaten im Baltikum? Oder wird es eine feste Basis? Letzteres d├╝rfte Moskau als Verletzung der Nato-Russland-Akte aus dem Jahr 1997 sehen, die die Beziehungen zwischen Milit├Ąrb├╝ndnis und Russland nach dem Ende des Kalten Krieges regelt.

Trump ├Ąu├čerte dazu nicht viel mehr als eine Hoffnung, dass sich am Ende alle verstehen w├╝rden, Polen, Russland ÔÇô und Deutschland. Er wolle, "dass alle miteinander auskommen".

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