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Donald Trump: Kritische Frage? US-Präsident geht auf Journalisten los

Kritische Fragen auf Pressekonferenz  

Trump verliert vor laufenden Kameras die Beherrschung

03.10.2019, 11:13 Uhr | rtr , pdi

Washington: Frage nach Ukraine-Affäre bringt Donald Trump in Rage

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö im Weißen Haus, reagierte Donald Trump ungehalten auf die Frage eines Reuters-Journalisten zur Ukraine-Affäre. (Quelle: t-online.de)

"Reden Sie mit mir?": Eine Frage nach der Ukraine-Affäre bringt Donald Trump plötzlich in Rage. (Quelle: t-online.de)


Donald Trump steht in der Ukraine-Affäre zunehmend unter Druck. Bei einer Pressekonferenz verliert der US-Präsident nun die Nerven und wütet nach einer kritischen Frage gegen einen Journalisten. 

Unter dem Druck eines drohenden Amtsenthebungsverfahrens schlägt US-Präsident Donald Trump immer schärfere Töne an. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus reagierte er am Mittwoch ungehalten auf die Frage eines Reuters-Journalisten zur Ukraine-Affäre. "Das ist ein einziger Schwindel", sagte Trump und erhob schwere Vorwürfe gegen die Presse. Es handele sich um eine einzige Falschmeldung, die die "Fake-News-Medien" der USA verbreiteten.

Trump wurde laut, zeigte mit dem Finger auf den Reporter und ermahnte ihn nach dessen wiederholter Frage, nicht "unhöflich" zu sein. Eine Stellungnahme zu seinem Verhalten gegenüber der Regierung in Kiew blieb er zunächst schuldig. Dann deutete er an, in der Ukraine habe er gegen Korruption vorgehen wollen. Alle Vorwürfe in der Affäre hat er zurückgewiesen.

Im Mittelpunkt steht ein Telefonat Trumps mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, in dem Trump seinen Amtskollegen zu Ermittlungen gegen seinen innenpolitischen Rivalen Joe Biden ermutigte. Ein Whistleblower hatte auf das Gespräch des republikanischen Präsidenten aufmerksam gemacht, was die Demokraten zum Anlass für die Prüfung eines Amtsenthebungsverfahrens genommen haben. Trump wirft Biden vor, Ermittlungen gegen ein ukrainisches Unternehmen mit Geschäftsverbindungen zu seinem Sohn Hunter behindert zu haben. Beweise blieb Trump schuldig. 

"Eiskalt betrügerisch"

Der US-Präsident hatte am Mittwoch (Ortszeit) im Streit mit den oppositionellen Demokraten über das Amtsenthebungsverfahren mit drastischen Worten nachgelegt. Die Demokraten sollten sich darauf konzentrieren, das "Land aufzubauen", und keine "Zeit und Energie mit Schwachsinn verschwenden", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Bei einem Treffen mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö im Weißen Haus bezeichnete Trump die gegen ihn eingeleitete Kongressuntersuchung zur Ukraine-Affäre als "Jux". Dem Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Adam Schiff, der die Untersuchung zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren leitet, warf der Präsident "Landesverrat" vor. Schiff solle deshalb festgenommen werden.

Auf die jüngste Verbalattacke Trumps, in der er Biden als "eiskalt betrügerisch" bezeichnete, reagierte Biden kämpferisch. "Lassen Sie mich Trump und seinen Männern fürs Grobe eines klarmachen", sagte er laut vorab veröffentlichtem Redetext bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Nevada. "Sie werden mich nicht zerstören, und Sie werden meine Familie nicht zerstören." Er werde nicht verschwinden, egal wie schmutzig die Angriffe würden und wie viel Geld die Lobby hinter Trump dafür ausgebe. 

Schärfere Attacken des US-Präsidenten

Bereits in den vergangenen Tagen hatte Trump seine Attacken gegen die Opposition sukzessive verschärft. Dennoch kündigte er an, er werde mit der Opposition "zusammenarbeiten". "Wir werden sehen, was passiert", sagte er.


Die Demokraten werfen dem Präsidenten vor, sein Amt für den Versuch missbraucht zu haben, sich Material für den Wahlkampf zu beschaffen. Biden ist aussichtsreicher Anwärter auf die Kandidatur gegen Trump im kommenden Jahr.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters und afp

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