Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > USA >

Ukraine-Affäre – Donald Trump: Der Whistleblower ist ein Obama-Anhänger

Drohende Amtsenthebung  

Trump: Der Whistleblower ist ein Obama-Anhänger

04.11.2019, 16:05 Uhr | AFP , pdi

 (Quelle: t-online.de - Reuters)
Amtsenthebung: Trump wettert gegen Umfragen und Whistleblower

In der Ukraine-Affäre gerät Donald Trump immer weiter Druck. Nun hat der US-Präsident die Enttarnung des Informanten gefordert. Den Medien wirft er falsche Umfrage vor. (Quelle: t-online.de)

Amtsenthebung: Trump wettert gegen alle Umfragen und hat eine Forderung, was den Whistleblower angeht. (Quelle: t-online.de)


In der Ukraine-Affäre gerät Donald Trump immer weiter Druck. Nun hat der US-Präsident die Enttarnung des Informanten gefordert. Er wirft ihm vor, Anhänger seines Amtsvorgängers Barack Obama zu sein.

Der von einem Amtsenthebungsverfahren bedrohte US-Präsident Donald Trump hat erneut die Enttarnung des Informanten gefordert, der die Ukraine-Affäre ans Licht gebracht hat. "Der Whistleblower hat es sooo falsch verstanden, dass er sich zu erkennen geben muss", schrieb Trump am Sonntag (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter. Später sagte er vor Reportern, es gebe Medienberichte, wonach der Hinweisgeber ein Anhänger seines Amtsvorgängers Barack Obama sei.

Der Hinweisgeber sei ein "großer, großer Anti-Trump-Mensch", der ihn hasse. Der Präsident ergänzte zugleich, dass er nicht wisse, ob entsprechende Berichte konservativer Medien zur Identität des Informanten richtig seien oder nicht. Er bezeichnete die wegen der Ukraine-Affäre eingeleitete Untersuchung zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen ihn als "Betrug".

Ermittlungen wegen Machtmissbrauchs

Der Informant genießt im konkreten Fall Schutz durch die US-Gesetze. Nach Angaben der "New York Times" handelt es sich um einen Mitarbeiter des Geheimdienstes CIA; er hatte im August die Affäre um ein Telefonat zwischen Trump und seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj ins Rollen gebracht. Bei dem Telefonat hatte der US-Präsident seinen ukrainischen Kollegen um Ermittlungen gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und dessen Sohn Hunter gebeten.

Die oppositionellen Demokraten sehen darin einen klaren Machtmissbrauch Trumps und haben eine Untersuchung für ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Rund ein Dutzend Zeugen aus dem Regierungsapparat sagten bereits hinter verschlossenen Türen vor dem US-Repräsentantenhaus aus, darunter hochrangige Diplomaten sowie Berater im Weißen Haus. Demnächst stehen öffentliche Befragungen an. Auch Trumps Republikaner haben das Recht, eigene Zeugen vorzuladen.


Die Ukraine-Affäre belastet die Präsidentschaft Trumps. In einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage von NBC und des "Wall Street Journals" gaben 49 Prozent der Befragten an, der Präsident sollte seines Amtes enthoben werden. 53 Prozent äußerten ihre Unterstützung für die laufende Amtsenthebungsuntersuchung.

Auch in einer Umfrage des Trump-treuen Senders Fox News gaben 49 Prozent der Befragten an, Trump solle zum Abtritt gezwungen werden. 60 Prozent zeigten sich überzeugt davon, dass er versucht habe, ausländische Staatschefs zu Ermittlungen gegen seine politischen Gegner anzustiften – zwei Drittel bewerteten dies als unangemessen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal