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Biden droht Terroristen mit Vergeltung: "Wir werden euch jagen"

Von afp, dpa, aj

Aktualisiert am 27.08.2021Lesedauer: 2 Min.
Joe Biden
"Wir werden sje jagen": Mit drastischen Worten hat Joe Biden Vergeltung für die Anschläge in Kabul angekündigt. (Quelle: Glomex)
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Bei Explosionen am Flughafen Kabul sind mindestens 85 Menschen getötet worden, auch US-Soldaten. US-Präsident Biden hat nun versprochen, die Attentäter zur Rechenschaft zu ziehen.

US-Präsident Joe Biden hat nach den tödlichen Anschlägen in der afghanischen Hauptstadt Kabul Vergeltung angekündigt. "Wir werden nicht vergeben. Wir werden nicht vergessen", sagte Biden am Donnerstag im Weißen Haus an die Adresse der Verantwortlichen für die Attacken gerichtet. "Wir werden euch jagen und euch büßen lassen."

Die USA machen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) für den Doppelanschlag vor dem Flughafen von Kabul verantwortlich, bei dem 13 US-Soldaten getötet worden waren. Laut einem Kliniksprecher in Kabul liegt die Zahl der getöteten Zivilisten bei mindestens 72. Der IS hat bislang einen Selbstmordanschlag für sich in Anspruch genommen.

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Biden sagte, er habe die US-Streitkräfte angewiesen, Pläne für Angriffe gegen den regionalen IS-Ableger Provinz Chorasan (ISKP) – in den USA als ISIS-K bezeichnet – auszuarbeiten. "Wir werden mit Kraft und Präzision antworten (...) an dem Ort und zu dem Zeitpunkt, den wir aussuchen."

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Biden: Mission wird trotz Anschlägen fortgesetzt

Biden würdigte die bei dem Doppelanschlag getöteten US-Soldaten als "Helden". Sie seien an einer "gefährlichen, selbstlosen Mission" beteiligt gewesen, "um das Leben von anderen zu retten". Es war das erste Mal seit Februar 2020, dass in Afghanistan US-Soldaten getötet wurden.

In seiner Ansprache bekräftigte Biden zudem, der laufende Evakuierungseinsatz zur Rettung von US-Bürgern und afghanischen Ortskräften werde fortgesetzt. "Wir können und müssen diese Mission zu Ende bringen, und das werden wir", sagte der Präsident. "Wir werden uns nicht von Terroristen abschrecken lassen. Wir werden nicht zulassen, dass sie unsere Mission stoppen."

Die USA wollen den Militäreinsatz bis zum 31. August – dem kommenden Dienstag – beenden und bis dahin möglichst viele Menschen außer Landes bringen.

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Biden verteidigt Abzugspläne

Auch bekräftigte Biden, dass er seine Entscheidung für den raschen Truppenabzug nicht bereue. "Es war an der Zeit, einen 20-jährigen Krieg zu beenden", so Biden. Auf die Frage eines Journalisten, ob er hinter seiner Entscheidung stehe, sagte er: "Ja, das tue ich." Weiter sagte Biden: "Ich war nie der Meinung, dass wir amerikanische Leben opfern sollten, um eine demokratische Regierung in Afghanistan zu etablieren."

Die Flaggen in den USA wurden unterdessen auf halbmast gesetzt. Damit sollen die Opfer der "sinnlosen Gewaltakte" geehrt werden, wie die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Jen Psaki, sagte. Die Flaggen-Anordnung werde bis zum Montagabend für das Weiße Haus, alle öffentlichen Gebäude und Militäreinrichtungen in den USA sowie US-Botschaften und konsularische Vertretungen weltweit gelten.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa und afp
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