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Tritt Angela Merkel schon 2015 ab? Insider-Vorhersage bei Jauch

Tritt Merkel im Jahr 2015 ab?

15.04.2013, 17:39 Uhr | Von Ingo Konrad

Tritt Angela Merkel schon 2015 ab? Insider-Vorhersage bei Jauch. Ade, alle zusammen - wann geht Kanzlerin Angela Merkel? (Quelle: Reuters)

Ade, alle zusammen - wann geht Kanzlerin Angela Merkel? (Quelle: Reuters)

Fünf Monate vor der Bundestagswahl scheint das Rennen ums Kanzleramt entschieden. Zu deutlich liegt Angela Merkel in den Umfragen vor ihrem Herausforderer Peer Steinbrück. Aber was hat es mit dem Phänomen Merkel auf sich? Eine eindeutige Antwort bleibt die jüngste Ausgabe des ARD-Polittalks “Günther Jauch” schuldig. Stattdessen kommt eine überraschende Prognose ans Licht: Im Falle des Wahlsieges will die Kanzlerin angeblich zurücktreten.

Die Aussage stammt von Nikolaus Blome. Der stellvertretende Chefredakteur der “Bild”-Zeitung hat gerade ein Buch über Merkel veröffentlicht und überraschte zum Ende der Sendung am Sonntagabend mit der Vorhersage, dass die Regierungschefin nach einem weiteren Wahlsieg im Jahr 2015 ihren Hut nehmen werde.

Kein Dementi aus der CDU

Die Jauch-Talkrunde (Quelle: imago images)Die Jauch-Talkrunde (von links): Frank Stauss, Klaus Wowereit (SPD), Agnieszka Brugger (Grüne), Günther Jauch, Peter Altmaier (CDU) und Nikolaus Blome von der "Bild". (Quelle: imago images) Das, so Blome, sei eine Erkenntnis seiner Recherchen, der niemand in der Spitze von CDU und Kanzleramt entschieden widersprochen habe. Als Begründung nannte der Journalist die Überzeugung der Kanzlerin, 2017 nicht ein weiteres Mal antreten zu können. Entsprechend werde sie den Weg frühzeitig für einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin frei machen. Außerdem reize Merkel der Superlativ, als erster Kanzler überhaupt freiwillig zu gehen.

Mit der Aussage machte Blome natürlich in erster Linie Werbung für sein Buch. Er sorgte aber auch noch für etwas mehr Schwung in einer Sendung, die zuvor an der Beantwortung der Frage, warum die “Über-Merkel" als Kanzlerin unschlagbar scheint, weitgehend gescheitert war. Mit Ursula von der Leyen sowie Thomas de Maizière brachte der "Bild"-Mann sogar noch zwei mögliche Nachfolger ins Spiel.

Schnappschüsse aus dem Urlaub

Während ihr Herausforderer Peer Steinbrück nicht viel richtig macht, scheint Merkel unantastbar. In diesem Punkt war sich die Runde mit Blome, Umweltminister Peter Altmaier (CDU), Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der Grünen-Bundestagsabgeordneten Agnieszka Brugger und dem Wahlkampfexperten Frank Stauss weitestgehend einig.

Die Kanzlerin profitiere vom Amtsbonus sowie von der Eurokrise. Und ohne sich groß zu bewegen, baut sie ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Authentisch wirkende Schnappschüsse aus dem Italien-Urlaub tragen noch ihren Teil zu diesem positiven Bild bei. So einfach kann Wahlkampf sein.

"Schlafwagenpolitik ohne Visionen"

Nur was macht das Phänomen Merkel tatsächlich aus? Die Inhalte, wie Altmaier mehrfach betonte, sind es wohl eher nicht. Einer richtigen Erklärung kam die Runde letztlich aber doch nicht nahe. Stattdessen verharrte die Diskussion bei der Beschreibung und Wertung, die sich wenig überraschend zwischen den beiden Polen “Schlafwagenpolitik ohne Visionen für morgen” (Brugger) und “Orientierung an dem, was möglich ist” (Altmaier) bewegten.

Insbesondere von Stauss hätte man sich in diesem Punkt vielleicht mehr versprochen. Schließlich hatte der 2005 als Wahlkampfmanager von Gerhard Schröder Merkels Wankelmütigkeit in einem Werbespott aufs Korn genommen. Heute, so Stauss, würde er das nicht mehr machen. Obwohl er dann doch bei der Aussage blieb, dass man auch nach acht Jahren Merkel nicht wirklich sagen könne, wofür die Kanzlerin eigentlich steht.

Ein bisschen Lob für Steinbrück

Steinbrück hielt er ebenso wie Wowereit zumindest zu Gute, auf dem Programmparteitag am Sonntag in Augsburg eine gute Rede gehalten zu haben. Dem SPD-Kandidaten bleibe nun nichts anderes übrig, als zu kämpfen und sich nicht unterkriegen zu lassen. “Wenn er untergeht, dann mit Pauken und Trompeten”, riet Stauss. Nach viel mehr als einer Durchhalteparole klang das nicht.

Gleiches gilt für die Erkenntnis, wonach erst am Wahltag am 22. September abgerechnet wird. Für die hätte man die Sendung am Sonntag aber nicht gebraucht. Aber falls Journalist Blome mit seiner Vorhersage tatsächlich richtig liegt, hat sie sich doch gelohnt.

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