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Karlsruhe: Islamist soll Anschlag auf Weihnachtsmarkt geplant haben – Festnahme

Festnahme in Karlsruhe  

Islamist soll Anschlag auf Weihnachtsmarkt geplant haben

21.12.2017, 12:01 Uhr | dpa

Karlsruhe: Islamist soll Anschlag auf Weihnachtsmarkt geplant haben – Festnahme. Eine Kunsteisbahn vor dem Karlsruher Schloss 2016: Der Festgenommene soll den Platz seit August ausgespäht haben. (Quelle: dpa/Uli Deck)

Eine Kunsteisbahn vor dem Karlsruher Schloss 2016: Der Festgenommene soll den Platz seit August ausgespäht haben. (Quelle: Uli Deck/dpa)

Ein Terrorverdächtiger soll den Karlsruher Schlossplatz ins Visier genommen haben. Offenbar wollte er dort Menschen mit einem Auto in den Tod reißen. Nun ist er festgenommen worden.

Die Polizei hat in Karlsruhe einen Mann festgenommen, der dort einen Anschlag geplant und die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) unterstützt haben soll. Der 29-jährige Dasbar W. sei dringend verdächtig, eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet zu haben, teilte der Generalbundesanwalt mit. Der Mann wurde am Mittwoch in Karlsruhe festgenommen.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler habe er erwogen, mit einem Fahrzeug einen Anschlag auf die Stände rund um die Eisfläche auf dem Karlsruher Schlossplatz zu begehen. Ab Ende August 2017 habe er die Örtlichkeiten rund um das Karlsruher Schloss ausgekundschaftet. Seit September habe er sich vergeblich bei verschiedenen Paketdiensten um eine Anstellung als Fahrer beworben. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft ist der Verdächtige gebürtiger Deutscher.

Reisen in den Irak 2015 und 2016

Der Mann soll am Donnerstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Die Spezialkräfte der Polizei haben am Mittwoch außerdem die Wohnung des Terrorverdächtigen durchsucht. W. soll in mehreren Fällen den IS unterstützt haben und auch Mitglied der Terrormiliz gewesen sein.

Ihm wird vorgeworfen, Propaganda-Videos erstellt zu haben und diese auf mehreren Internetplattformen verbreitet zu haben. In einer Chatgruppe hat er nach Angaben des Generalbundesanwalts andere "im Sinne der Ideologie der Terrororganisation" motiviert. In den Jahren 2015 und 2016 soll der Mann in den Irak gereist sein und sich dem IS angeschlossen haben. Er sei an Schusswaffen ausgebildet worden und habe für die Miliz in der irakischen Stadt Erbil mögliche Anschlagsziele ausgespäht.

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