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Heiko Maas fordert: Pegida soll Demonstration am Montag absagen


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Maas fordert: Pegida soll Demonstration absagen

Von dpa
Aktualisiert am 12.01.2015Lesedauer: 2 Min.
Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat die Pegida-Organisatoren aufgefordert, ihre für Montag geplante Demonstration in Dresden abzusagen.
Fordert von den Pegida-Aktivisten einen "Rest an Anstand" ein: Bundesjustizminister Heiko Maas. (Quelle: dpa-bilder)
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Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat die Pegida-Organisatoren aufgefordert, ihre für Montag geplante Demonstration in Dresden abzusagen. "Hätten die Organisatoren einen Rest von Anstand würden sie diese Demonstrationen einfach absagen. Die Opfer haben es nicht verdient, von solchen Hetzern missbraucht zu werden", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Maas fügte hinzu: "Wie heuchlerisch ist das denn? In Dresden wollen Menschen mit Trauerflor am Arm eben jener Opfer in Paris gedenken, die sie vor einer Woche noch als Lügenpresse beschimpft haben.


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Es ist einfach nur widerlich, wie die Hintermänner dieser Demos das abscheuliche Verbrechen von Paris jetzt ausschlachten wollen."

"Schäbige Instrumentalisierung"

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat der islamfeindlichen Pegida-Bewegung vorgeworfen, die Terroranschläge von Paris politisch zu missbrauchen. "Die Instrumentalisierung eines so schrecklichen Mordanschlages für die eigenen Zwecke ist schäbig", sagte de Maizière der "Bild am Sonntag".

De Maizière warf den Pegida-Anhängern vor, Islam mit Islamismus gleichzusetzen. Es müsse aber unterschieden werden "zwischen Islamisten, die sich zu Unrecht auf die Religion berufen, um Straftaten und Morde zu begehen oder sich radikalisieren, und den Muslimen, die verfassungstreu in Deutschland ihren Glauben leben".

Zugleich machte er erneut klar, dass der islamistische Terror mit aller Härte bekämpft werden müsse. "Die Islamisten bekommen unsere harte klare rechtsstaatliche Antwort, dazu brauchen wir nicht Pegida."

Karikaturisten: "Pegida, verschwinde!"

Mit einem Flugblatt und Karikaturen haben sich auch französische und frankophone Karikaturisten gegen Pegida gestellt. Sie seien empört über den in Dresden geplanten "Trauermarsch", hieß es in einem Aufruf vom Sonntag. "Wir lehnen es ab, dass Pegida das Gedenken an unsere Kollegen vereinnahmen will", sagte ein Mitorganisator und Sprecher der Aktion.

Pegida stehe für all das, was die Kollegen von "Charlie Hebdo" durch ihr Werk bekämpft hätten, hieß es. Zu den bisher elf Unterzeichnern gehört auch der niederländische Karikaturist "Willem", Gründungsmitglied und Zeichner bei "Charlie Hebdo". Er überlebte, weil er während der Anschläge im Zug nach Paris saß.

"Wir, die französischen und frankophonen Zeichner, sind entsetzt über die Ermordung unserer Freunde. Und wir sind angewidert, dass rechte Kräfte versuchen, diese für ihre Zwecke zu instrumentalisieren", heißt es in dem Flugblatt. Eine der Karikaturen zeigt etwa eine Hyäne und einen Aasgeier, die aus dem Terroranschlag Kapital schlagen wollen. Zugleich rufen die Zeichner die Dresdner zu Weltoffenheit und Toleranz auf. "In diesem Kampf ist Dresden, wie Paris, eine symbolische Stadt."

Pegida kündigt Marsch durch Dresden an

Für diesen Montag hat die islamfeindliche Pegida-Bewegung in Dresden und anderen Städten erneut zu Demonstrationen aufgerufen. Nach dem Anschlag auf die französische Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" hatten die Dresdner Pegida-Organisatoren die Teilnehmer des dortigen Protestmarsches aufgefordert, Trauerflor zu tragen. Zuletzt hatten sich am vergangenen Montag dort 18.000 Menschen der Pegida-Bewegung angeschlossen.

In Leipzig will der Pegida-Ableger "Legida" am Montag erstmals auf die Straße gehen. Es werden tausende Gegendemonstranten erwartet. Auch in anderen Städten, darunter München und Düsseldorf, sind Gegendemonstrationen geplant.

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