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Russische Armee gibt eingekesselte Stadt auf

Von t-online, dpa
Aktualisiert am 01.10.2022Lesedauer: 2 Min.
Sie feiern den Sieg: In der Stadt Lyman haben ukrainische Truppen offenbar Tausende Russen eingekesselt. (Quelle: t-online)
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Die ukrainische Armee kann einen weiteren Erfolg verbuchen: Laut russischen Angaben haben sie die Stadt Lyman zurückerobert.

Freitag Siegesfeier, Samstag Rückzug: Russland hat in der Ukraine eine weitere militärische Niederlage eingesteckt. Die Truppen von Kremlchef Wladimir Putin gaben am Samstag die strategisch wichtige Stadt Lyman im ostukrainischen Gebiet Donezk auf.

Die Streitkräfte seien wegen der Gefahr einer Einkesselung abgezogen worden, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Zuvor hatten ukrainische Behörden von rund 5.000 eingekesselten russischen Soldaten gesprochen. Trotz der Gewinne der Ukraine warnten westliche Politiker vor einer weiteren Eskalation in dem Konflikt.

Seit Wochen wurde um Lyman erbittert gekämpft. Nach der Niederlage im nordukrainischen Gebiet Charkiw und ihrem Rückzug von dort hatten die russischen Truppen versucht, eine neue Frontlinie entlang der Flüsse Oskil und Siwerskyj Donez aufzubauen. Lyman als nächste Stadt gegenüber dem von Kiew gehaltenen Ballungsraum Slowjansk – Kramatorsk galt diesbezüglich als wichtig. Einerseits, um selbst Angriffe im Norden des Donbass-Gebiets lancieren zu können, andererseits als Barriere für eine ukrainische Gegenoffensive.

Noch am Freitag – dem 219. Tag des Krieges – hatte der russische Präsident Wladimir Putin bei einer großen Feier in Moskau die ukrainischen Gebiete Donezk Luhansk, Cherson und Saporischschja für annektiert erklärt. International wird dieser völkerrechtswidrige Schritt nicht anerkannt. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg nannte das Vorgehen Putins die schwerste Eskalation seit Beginn der Invasion am 24. Februar.

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Lambrecht: Von Putins Atomdrohungen nicht lähmen lassen

Verteidigungsministerin Lambrecht sagte bei einem Besuch in Moldau, die russischen Atomdrohungen würden von der Bundesregierung ernst genommen und sehr besorgt beobachtet. "Da gilt es, sehr aufmerksam zu sein. Aber da gilt es auch, sich von solchen Drohungen nicht lähmen zu lassen." Sie ergänzte: "Das darf nicht dazu führen, dass man nachlässig in der Unterstützung für die Ukraine wird."

Präsidentenberater Mychajlo Podoljak sagte der "Bild" (Samstag) zu möglichen Atomwaffeneinsätzen: "Angesichts der inneren Panik in der Russischen Föderation und der zunehmenden militärischen Niederlagen steigt das Risiko dafür." Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, Befürchtungen eines russischen Atomschlags sollte nicht nachgegeben werden.

Putin hatte erst vergangene Woche mit Blick auf die Mobilmachung von 300.000 Reservisten für den Krieg gesagt: "Wenn die territoriale Integrität unseres Landes bedroht wird, werden wir zum Schutz Russlands und unseres Volkes unbedingt alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen. Das ist kein Bluff."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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