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Türkei: Bundestagsabgeordnete rufen zur Demokratie-Verteidigung auf

Türkische Abgeordnete  

Im Bundestag hat Erdogan nur Gegner

02.04.2017, 20:59 Uhr | lc, dpa

Türkei: Bundestagsabgeordnete rufen zur Demokratie-Verteidigung auf . Das neue Präsidialsystems soll dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan noch mehr Machtbefugnisse verleihen (Quelle: dpa)

Das neue Präsidialsystems soll dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan noch mehr Machtbefugnisse verleihen. (Quelle: dpa)

Vor der Volksabstimmung über die Einführung eines Präsidialsystems in der Türkei haben türkischstämmige Bundestagsabgeordnete zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen. Auch der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir findet deutliche Worte.

Überparteilich fordern Abgeordnete einen Schutz von Freiheiten, wie die "Bild am Sonntag" berichtet. "Wir müssen die demokratischen Werte verteidigen und unsere Stimme für die Meinungsfreiheit erheben", sagte Cansel Kiziltepe (SPD). "Die Türkei verdient eine starke Demokratie! So wie Deutschland, wo wir alle in Frieden leben", forderte Cemile Giousouf (CDU).

"Ja zur Demokratie"

"Nehmt eurer Familie und euren Freunden in der Türkei nicht die Freiheit, die Ihr hier genießt", erklärte der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir. Sein Parteifreund Özcan Mutlu sagte: "Wer in Deutschland die Vorzüge der Demokratie genießt, sollte diese auch seinen Landsleuten in der Türkei nicht vorenthalten - deshalb JA zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und NEIN zum Verfassungsreferendum!"

Azize Tank (Linke) sagte: "Ich rufe alle türkischstämmigen Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, gemeinsam für Demokratie und inneren Frieden in der Türkei einzutreten und beim Referendum mit Nein zu stimmen."

Referendum in der Türkei am 16. April

In Deutschland lebende türkische Staatsbürger können seit vergangenem Montag in Berlin und mehreren anderen Städten über das Referendum zur Einführung eines Präsidialsystems abstimmen, das dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mehr Machtbefugnisse verleihen würde. In der Türkei ist das Referendum für den 16. April angesetzt.

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