Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Außenpolitik >

Türkei wirft deutschen Unternehmen Terrorunterstützung vor

Daimler, BASF und Dönerbude  

Türkei wirft deutschen Firmen Terror-Hilfe vor

20.07.2017, 14:53 Uhr | dpa, pdi, rtr

Türkei wirft deutschen Unternehmen Terrorunterstützung vor. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. (Quelle: dpa)

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. (Quelle: dpa)

Die Türkei beschuldigt einem Bericht zufolge prominente deutsche Unternehmen wie den Autokonzern Daimler der Terrorunterstützung.

Wie die "Zeit" berichtet, hat die türkische Regierung den deutschen Behörden eine weitere Liste mit angeblichen Terrorunterstützern übergeben, auf der sich erstmals auch deutsche Firmen befinden würden. Die Liste sei dem Bundeskriminalamt bereits vor Wochen übergeben worden.

Demnach stehen dort die Namen von 68 Unternehmen und Einzelpersonen, darunter auch Daimler und BASF, aber auch ein Spätkauf-Imbiss sowie eine Dönerbude in Nordrhein-Westfalen. Die genannten Unternehmen sollen dem Bericht zufolge Verbindungen zur Bewegung des Predigers Fethullah Gülen haben, die in der Türkei als Terrororganisation verfolgt wird.

Das Innenministerium wollte den Bericht am Mittwoch nicht bestätigen. Die türkische Seite stelle aber regelmäßig Informationen zur Verfügung, sagte ein Sprecher. Dabei gehe es um normale Straftaten, aber auch um die Zugehörigkeit zu terroristischen Vereinigungen. Dann werde auch geprüft, ob gelistete Personen gefährdet seien.

Entrüstung in Berlin

Der "Zeit" zufolge werden die Vorwürfe in Berliner Regierungskreisen als absurd und lächerlich gewertet.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz forderte angesichts des Konfliktes einen Stopp der finanziellen EU-Hilfen für die Türkei. Diese seien sinnlos, wenn es gleichzeitig eine offene Konfrontation zwischen der türkischen Regierung und Deutschland gebe. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erklärte, Erdogan führe die Türkei in eine Willkürherrschaft. Kanzlerin Angela Merkel warf er vor, keine Strategie für den Umgang mit dem Staatschef zu haben.

Linkspartei-Chefin Katja Kipping forderte die Bundesregierung auf, die Zollunion zwischen der Türkei und der EU infrage zu stellen. Das Land sei auf dem Weg in eine "islamistische Diktatur". Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner forderte, die Handelsbeziehungen zur Türkei zunächst nicht weiter auszubauen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Anziehend weiblich - die neuen Kleider der Saison
bei BAUR
Anzeige
Bauknecht Kühl-/ Gefrierkom- bis: „wenn du cool bleibst“
gefunden auf otto.de
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe