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Peter Steudtners Freilassung – So rettete Schröder ihn

In "geheimer Mission"  

Wie Gabriel und Schröder Steudtner freibekamen

28.10.2017, 11:50 Uhr | muel, dpa

Lange Zeit schien es so, als würde der in der Türkei inhaftierte Menschenrechtler Peter Steudtner nicht schnell freikommen. Dann die überraschende Wende. Und die wurde offenbar an höchster Stelle eingefädelt.

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat bei einem Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor einigen Wochen erreicht, dass der Menschenrechtler Peter Steudtner aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Das bestätigte Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) in Berlin. 

Gerhard Schröder bei einem Festvortrag (Quelle: dpa)Altkanzler Gerhard Schröder hält einen Festvortrag. Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Die türkische Regierung machte nach Medienberichten zur Bedingung, dass sie nicht in das laufende Gerichtsverfahren eingreifen wolle. Nach Information des Spiegel soll Schröder auch um die Freilassung der inhaftierten Deutschen Deniz Yücel und Mesale Tolu gebeten haben. 

Gabriel: "Ein erstes Zeichen der Entspannung"

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) bestätigte dem "Spiegel" den Einsatz des Altkanzlers: "Ich bin Gerhard Schröder sehr dankbar für seine Vermittlung", sagte er. "Es ist ein erstes Zeichen der Entspannung, denn die türkische Regierung hat alle Zusagen eingehalten. Nun müssen wir weiter an der Freilassung der anderen Inhaftierten arbeiten."

Idee stammte von Sigmar Gabriel

Gabriel stand offenbar in sehr engem Kontakt mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu. Die Idee zum Einsatz Schröders kam ebenfalls vom Außenminister – er wollte ihn in quasi „geheimer Mission“ als Vermittler einschalten. Dazu stimmte er sich auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ab.

Schröder und der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kennen sich aus Schröders Regierungszeiten, in denen das deutsch-türkische Verhältnis noch wesentlich besser war.  

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