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Deniz Yücel: Auswärtiges Amt mahnt Türkei wegen angeblicher Folter

Nach Vorwürfen von Deniz Yücel  

Auswärtiges Amt mahnt Türkei wegen angeblicher Folter

11.05.2019, 13:43 Uhr | dpa

 (Quelle: Michael Kappeler/dpa)
Deniz Yücel: Foltervorwürfe gegen Erdogan in Gerichtsaussage

Ein Jahr lang war Deniz Yücel im Gefängnis in der Türkei, in Istanbul wird ihm weiter der Prozess gemacht. Nun hat der "Welt"-Korrespondent erstmals in dem Strafverfahren ausgesagt. Yücel macht dabei schwere Vorwürfe öffentlich. (Quelle: dpa)

Deniz Yücel: In seiner Gerichtsaussage erhob er Foltervorwürfe gegen den türkischen Staatspräsidenten Erdogan. (Quelle: dpa)


Der deutsche Journalist Deniz Yücel wurde nach eigenen Angaben in türkischer Haft gefoltert. Jetzt reagiert das Auswärtige Amt und fordert die Türkei zur Einhaltung internationaler Standards auf. 

Nach der Aussage des "Welt"-Journalisten Deniz Yücel über Folter während seiner Haftzeit in der Türkei hat das Auswärtige Amt die Regierung in Ankara aufgefordert, sich an die Anti-Folterkonvention der Vereinten Nationen zu halten. "Wir verurteilen jede Form von Folter und Misshandlung, sie stehen außerhalb des Rechts", sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage, ohne konkret auf die Foltervorwürfe Yücels einzugehen.

Sie forderte die türkische Regierung aber "mit Nachdruck" dazu auf, "sich an die internationalen Standards zu halten, zu denen sie sich selbst verpflichtet hat". Dazu gehörten neben der UN-Konvention auch Verpflichtungen des Europarats zur Verhütung von Folter. Die Türkei gehört wie Deutschland zu den 47 Mitgliedern des Europarats und zu den Vereinten Nationen.

Der Fall um Yücel wird nur kurz angesprochen

Zum konkreten Fall Yücel sagte die Sprecherin lediglich: "Wir haben uns von Anfang an intensiv für konsularischen Zugang zu Deniz Yücel, für faire Haftbedingungen, für einen rechtsstaatlichen Prozess und für seine Freilassung eingesetzt."
 

 
Yücel hatte am Freitag in dem von der türkischen Justiz gegen ihn geführten Prozess ausgesagt, dass er während seiner Haftzeit in der Türkei gefoltert worden sei. Der Journalist machte dafür vor dem Amtsgericht in Berlin Präsident Recep Tayyip Erdogan verantwortlich. In der schriftlichen Fassung der Aussage erwähnt Yücel Schläge, Tritte, Erniedrigungen und Drohungen durch Vollzugsbeamte in seinen ersten Tagen im Hochsicherheitsgefängnis Silivri bei Istanbul.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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