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Starker Widerstand gegen k├╝rzeren Ferienzeitraum im Sommer

Von dpa
Aktualisiert am 03.01.2020Lesedauer: 3 Min.
Bisher haben nur Bayern und Baden-W├╝rttemberg jedes Jahr im gleichen Zeitraum Sommerferien.
Bisher haben nur Bayern und Baden-W├╝rttemberg jedes Jahr im gleichen Zeitraum Sommerferien. Sie starten als letztes, in den ├╝brigen L├Ąndern wechseln die Termine permanent. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Die Forderung aus Berlin und Hamburg nach einer Neuregelung der Sommerferien st├Â├čt auf breite Ablehnung.

Das geht aus Gespr├Ąchen der Deutschen Presse-Agentur mit mehreren L├Ąnderchefs hervor. Nach den Vorstellungen der beiden Stadtstaaten sollen die Ferien k├╝nftig in allen L├Ąndern fr├╝hestens Anfang Juli beginnen und die Termine enger zusammenr├╝cken, so dass die j├Ąhrlichen Verschiebungen geringer werden. Doch ein verk├╝rzter Ferienkorridor k├Ânnte die Probleme in Schulen, Reiseverkehr und Tourismus noch versch├Ąrfen, warnt Nordrhein-Westfalens Ministerpr├Ąsident Armin Laschet (CDU).

Der Regierungschef des bev├Âlkerungsreichsten Bundeslandes bringt damit die Einw├Ąnde vieler Kollegen auf den Punkt. Die meisten wollen am Ferienkorridor von Juni bis September festhalten - allerdings auch Bayern und Baden-W├╝rttemberg in das Rotationssystem einbeziehen. Dass bislang alle anderen rotieren m├╝ssten und nur die S├╝d-L├Ąnder ihren Stammplatz h├Ątten, "das ist nicht akzeptabel", sagt Niedersachsens Ministerpr├Ąsident Stephan Weil (SPD). Sein Th├╝ringer Kollege Bodo Ramelow (Linke) pflichtet bei, er erwarte von allen, Egoismen in der Bildungspolitik zur├╝ckzustellen.

Das sieht Bayerns Regierungschef Markus S├Âder anders: "Wir bleiben bei unseren Ferienterminen. Das hat sich so bew├Ąhrt, und das ist in der bayerischen Kultur fest verankert." Der CSU-Chef verweist auf den ├╝ber Jahrzehnte gewachsenen Ferienrhythmus: "Sonst m├╝ssten wir vielleicht unsere Pfingstferien ver├Ąndern, und die sind den Bayern sehr wichtig. Und obwohl wir mit die meisten Feiertage haben, erbringen unsere Sch├╝ler mit die besten Ergebnisse." Auch Baden-W├╝rttemberg hat l├Ąngst klargemacht, dass es keine ├änderungen will. Die beiden S├╝d-L├Ąnder starten stets als letzte in die Ferien.

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Konkret wollen Berlin und Hamburg erreichen, dass die Ferientermine aller L├Ąnder in Zukunft zwischen dem 1. Juli und dem 10. September liegen. Die neue Regelung solle auch sicherstellen, dass die Schuljahre m├Âglichst gleich lang sind. Das bringe mehr Kontinuit├Ąt in den Schuljahresablauf, so die Begr├╝ndung. Au├čerdem bek├Ąmen L├Ąnder, die schon im Juni in die Ferien m├╝ssten, Zeitprobleme mit Pr├╝fungen.

Andere bef├╝rchten dagegen deutlich mehr Stress, wenn der Zeitkorridor verkleinert wird - und Einbu├čen f├╝r die Tourismusbranche. "Aus touristischen, aber auch aus bildungspolitischen Gr├╝nden spricht viel f├╝r die bisherige Regelung", sagt Schleswig-Holsteins Ministerpr├Ąsident Daniel G├╝nther (CDU). Wichtig sei, dass sich die Bundesl├Ąnder weiterhin abstimmten. "Das hat in der Vergangenheit einigerma├čen vern├╝nftig geklappt, und ich bin zuversichtlich, dass das auch in Zukunft wieder klappen wird."

├ähnlich sieht das Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD): "Wir wollen, dass es weiterhin einen weiter gefassten zeitlichen Rahmen gibt. Das ist gut f├╝r den Tourismus, vor allem aber hilft es Familien mit Schulkindern. Denn wenn sich der Zeitraum verk├╝rzt und alle in Deutschland fast zur gleichen Zeit Ferien haben, dann wird der Familienurlaub ganz sicher teurer." Aus Sicht von Sachsens Ministerpr├Ąsident Michael Kretschmer (CDU) sprechen auch noch andere Gr├╝nde f├╝r einen breiteren Ferienkorridor - "etwa ÔÇÄdass der Verkehr zu Ferienbeginn nicht zusammenbricht wie in Frankreich".

"Also ich glaube, dass das bisherige System alles in allem kein schlechtes ist", sagt Hessens Ministerpr├Ąsident Volker Bouffier (CDU). "Wir kommen damit gut klar." Das gelte auch f├╝r Hotellerie und Gastgewerbe. "Wir tun gut daran, wenn wir nicht in vier oder sechs Wochen sozusagen eine 200 Prozent Auslastung haben und die Leute dann kein Zimmer kriegen, und in der restlichen Zeit kommt keiner mehr."

Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) hat gegen eine Straffung der Sommerferien-Termine indes nichts einzuwenden. "F├╝r die Schulen w├╝rde ein einheitlicher Ferientermin die Planungen sehr vereinfachen", sagt der SPD-Politiker. "Allein schon dadurch, dass die Schuljahre bei einem einheitlichen Ferientermin immer gleich lang w├Ąren."

Eine schnelle Neuregelung ist ohnehin nicht in Sicht: Bis zum Schuljahr 2023/2024 sind die Ferientermine bereits festgelegt. Ob es danach ├änderungen gibt, dar├╝ber wollen die L├Ąnder im Herbst beraten. Fachleute sollen Vorschl├Ąge vorlegen.

Th├╝ringens Ministerpr├Ąsident Ramelow will vor allem Verl├Ąsslichkeit: "Es ist meines Erachtens f├╝r alle von Vorteil, wenn die Sommerferien langfristig geplant werden", sagt der Linken-Politiker. F├╝r sein Land sei entscheidend, dass die Abstimmung in der Kultusministerkonferenz einvernehmlich erfolge.

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