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Streit um Vergiftung Nawalnys – Kretschmer attackiert Maas: "Dreht durch"


Kretschmer attackiert Maas: "Dass er so durchdreht"

Von dpa, pdi

Aktualisiert am 20.09.2020Lesedauer: 1 Min.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer beim Kugelstoßen auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung: Der CDU-Politiker hat die Russland-Politik von Außenminister Heiko Mass angegriffen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer beim Kugelstoßen auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung: Der CDU-Politiker hat die Russland-Politik von Außenminister Heiko Mass angegriffen. (Quelle: dpa-bilder)
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CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer hat in der Russland-Debatte Heiko Mass scharf angegriffen. Der CDU-Politiker wirft dem Außenminister vor, den Streit nach der Vergiftung Nawalnys weiter zu eskalieren.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Bundesregierung für ihren Kurs in der Russland-Politik angegriffen. Es dürfe nicht darum gehen, die Eskalation mit Russland immer weiter zu drehen, sagte Kretschmer am Samstag auf dem Thüringer CDU-Landesparteitag in Erfurt. Zum Agieren von Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte Kretschmer, dass Maas "so durchdreht, ist kein gutes Zeichnen für dieses Land". Maas hatte von Indizien gesprochen, dass der Kreml hinter dem Giftanschlag auf den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny stehen könnte.

Kretschmer besucht Russland

Sachsens Ministerpräsident sprach sich dafür aus, die Umstände für die Vergiftung Nawalnys aufzuklären. Das sei die eine Seite. Auf der anderen Seiten müsste jedoch die Ostseepipeline Nord Stream 2 fertig gebaut werden. Kretschmer kündigte an, dass er im Dezember Russland besuchen werde. Natürlich werde er dabei auch die Einhaltung von Menschenrechten ansprechen.

Die ostdeutschen Ministerpräsidenten hatten sich am Freitag einstimmig für eine Fertigstellung der Pipeline ausgesprochen. Das Projekt sei wichtig für die Energieversorgung der Zukunft in Deutschland und Europa, hieß es in einem Papier, das sie bei einem Treffen in Berlin einstimmig absegneten. Einen formalen Beschluss fassten sie jedoch nicht.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa und afp
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