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Laschet fordert Vorschläge von Länderchef-Kollegen

Von rtr, dpa, cck

Aktualisiert am 07.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Nur Aktionismus? So hatte FDP-Chef Christian Lindner den Vorstoß von CDU-Chef Armin Laschet zu einem Brücken-Lockdown in Deutschland kritisiert. (Quelle: t-online)
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CDU-Chef Armin Laschet wiederholt seine Forderung nach einem "Brückenlockdown". Er kritisiert, dass sein Vorstoß vor allem bei SPD-Politikern auf Ablehnung gestoßen sei – und fordert Gegenvorschläge.

Der CDU-Chef Armin Laschet hat seine Forderung nach einem "Brückenlockdown" und einem vorgezogenen Termin für den Corona-Gipfel wiederholt. "Mein Vorschlag liegt auf dem Tisch", sagte Laschet beim Besuch einer Impfstraße in Schwelm nahe Wuppertal. Er habe aber gemerkt, dass sein Vorschlag auf Ablehnung gestoßen sei, vor allem bei SPD-Politikern. Er fordere sie deshalb auf, eigene Vorschläge zu äußern. "Ich lade alle einfach anderen ein, zu sagen, welche Ideen sie denn haben", sagte Laschet. Bislang haben sich SPD-Regierungschefs gegen den Vorstoß ausgesprochen.

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"Es ist die entscheidende Phase der Pandemie", betonte Laschet. Die Zahlen müssten schnell runtergedrückt werden. "Die Impfoffensive schreitet voran", sagte Laschet. Bis diese aber richtig greife, müsse man sich "schnell und hart zusammenraufen". Dies gehe nur bundesweit. Er sei dabei auch in Übereinstimmung mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.

Laschet sagte, er rechne damit, dass zu Beginn der Sommerferien die Hälfte aller Bürger in Nordrhein-Westfalen die Erstimpfung erhalten haben. Laschet lobte die Situation in der Impfstraße in Schwelm nahe Wuppertal. Dort werden zwei Wochen lang Tausende aus dem Auto heraus mit einem Sonderkontingent des Präparats von Astrazeneca geimpft. Hier werde angepackt, sagte Laschet. Auch die neuen Impfmöglichkeiten bei den Hausärzten helfen dabei, schnell viele Menschen zu impfen.

Söder schließt sich Forderung an

Laschet hatte mit seinem Vorstoß ein geteiltes Echo ausgelöst. Mehr dazu lesen Sie hier. Unterstützung bekam er von den CDU-Ministerpräsidenten aus Hessen und Sachsen, Volker Bouffier und Michael Kretschmer. Das CSU-geführte Bayern ließ zunächst verlauten, es gebe noch Klärungsbedarf. Am Mittwoch schloss sich Ministerpräsident Markus Söder dann der Forderung nach einem "kurzen, konsequenten Lockdown" an. Er sei sich mit Laschet, Kanzlerin Angela Merkel und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) einig, sagte Söder im ZDF. Aus der SPD hieß es, man vermisse ein konkretes Konzept.

Das RKI meldete am Mittwoch deutlich weniger Corona-Neuinfektionen als am Mittwoch der Vorwoche. Allerdings weist das Institut selbst darauf hin, dass sinkende Zahlen auch daran liegen könnten, dass an Ostern weniger Menschen einen Arzt aufsuchten und somit weniger getestet werde. Am Mittwoch wurden 9.677 Neuinfektionen gemeldet nach 17.051 in der Vorwoche.

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Verwendete Quellen
  • Pressestatement von Armin Laschet
  • Nachrichtenagenturen dpa, Reuters
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