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"Unbewusst an Schrecken der Nazi-Besatzung erinnert"

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 23.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Marine-Inspekteur Kay-Achim Schönbach (Archivbild): "Das war ein klarer Fehler."
Marine-Inspekteur Kay-Achim Schönbach (Archivbild): "Das war ein klarer Fehler." (Quelle: Bernd WĂŒstneck/dpa-bilder)
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Nach irritierenden Äußerungen zu Russland rĂ€umt der deutsche Marinechef Kay-Achim Schönbach

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Kay-Achim Schönbach, muss seinen Hut nehmen. Das teilte das Verteidigungsministerium am Samstagabend den Obleuten im Bundestag mit. Der 56-JĂ€hrige hatte daraufhin noch am Abend seinen RĂŒcktritt angeboten.

Schönbach selbst teilte am Abend ĂŒber die Pressestelle der Marine mit: "Ich habe soeben die Frau Bundesministerin der Verteidigung gebeten, mich von meinen Aufgaben und Pflichten als Inspekteur der Marine mit sofortiger Wirkung zu entbinden."

Er erklĂ€rte: "Meine in Indien gemachten unbedachten Äußerungen zu Sicherheits- und MilitĂ€rpolitik lasten zunehmend auf meinem Amt. Um weiteren Schaden von der Deutschen Marine, der Bundeswehr, vor allem aber der Bundesrepublik Deutschland zu nehmen, halte ich diesen Schritt fĂŒr geboten." Ministerin Christine Lambrecht (SPD) habe sein Gesuch angenommen.

Voraus gingen umstrittene Äußerungen von Schönbach zur Ukraine-Krise: Der Vizeadmiral hatte am Freitag bei einem Besuch in Indien den von westlichen Staaten befĂŒrchteten Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine als "Nonsens" bezeichnet. Was Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin wirklich wolle, sei "Respekt auf Augenhöhe", so der Vizeadmiral. "Es ist leicht, ihm den Respekt zu geben, den er will – und den er wahrscheinlich auch verdient."

Äußerungen lösten Diplomatie-Krise aus

Die Äußerungen fĂŒhrten zu einer diplomatischen Verstimmung zwischen Berlin und Kiew: Die ukrainische Regierung hatte daraufhin die deutsche Botschafterin in Kiew einbestellt. Bei dem GesprĂ€ch mit Botschafterin Anka Feldhusen habe Kiew deutlich gemacht, dass die Kommentare des Marinechefs absolut inakzeptabel seien, teilte das ukrainische Außenministerium am Samstag mit. Das Ministerium habe zudem seine "tiefe EnttĂ€uschung" ĂŒber das Nein der Bundesregierung zu Waffenlieferungen an die Ukraine zum Ausdruck gebracht.

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Am Samstag distanzierte sich Schönbach von seinen Äußerungen und erklĂ€rte auf Twitter, sie seien "unbedacht" gewesen. "Da gibt es nichts zu deuteln, das war ein klarer Fehler." Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums betonte, Schönbachs Äußerungen entsprĂ€chen in keiner Weise der Position des Ministeriums. Sein vorlĂ€ufiger Nachfolger soll bereits feststehen, berichtet "Bild": Konteradmiral Jan Christian Kaack, der bisher Schönbachs Stellvertreter war.

Weiter Kritik aus der Ukraine an Vorfall

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, hat den RĂŒcktritt des deutschen Marinechefs Kay-Achim Schönbach wegen umstrittener Äußerungen ĂŒber den Ukraine-Konflikt als unzureichend bezeichnet. "Wir begrĂŒĂŸen zwar, dass Herr Schönbach seinen RĂŒcktritt angeboten hat", sagte Melnyk am Samstagabend der "Welt". Der Eklat hinterlasse aber "einen Scherbenhaufen" und stelle die internationale GlaubwĂŒrdigkeit und VerlĂ€sslichkeit Deutschlands "massiv infrage".

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Der Botschafter kritisierte, die Aussagen Schönbachs hĂ€tten "die gesamte ukrainische Öffentlichkeit in tiefen Schock versetzt". Melnyk zog dabei einen Vergleich zur Zeit des Nationalsozialismus: "Die Ukrainer fĂŒhlten sich bei dieser herablassenden AttitĂŒde unbewusst auch an die Schrecken der Nazi-Besatzung erinnert, als die Ukrainer als Untermenschen behandelt wurden", sagte er. Aus Schönbachs Worten spreche "deutsche Arroganz und GrĂ¶ĂŸenwahn, mit denen einer der hochrangigsten Köpfe der Bundeswehr von einer heiligen Allianz mit Kriegsverbrecher Putin und einem deutsch-russischen modernen Kreuzzug gegen China trĂ€umt".

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