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Bundeswehr: Pistorius will wohl Artilleriegranaten für Milliardenbetrag


Großbestellung
Pistorius will Artilleriegranaten in Milliardenhöhe ordern

Von t-online, fho

25.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Eine Panzerhaubitze 2000, kurz PzH 2000 der Bundeswehr. Die Waffe könnte den ukrainischen Truppen im Krieg gegen Russland helfen.Vergrößern des BildesEine Panzerhaubitze 2000 der Bundeswehr (Symbolbild): Die Bundeswehr will wohl die Bestände für Artilleriemunition aufstocken. (Quelle: imago-images-bilder)
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Großeinkauf bei der Bundeswehr: Pistorius will wohl für mehrere Milliarden Munition bestellen. Bei dieser Summe haben auch die Haushälter Mitspracherecht.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will wohl eine große Menge an Artilleriegranaten bestellen. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf ein Papier des Finanzministeriums für den Haushaltsausschuss des deutschen Bundestages.

Demnach soll eine Bestellung über bis zu 2,35 Millionen Schuss Artilleriemunition mit einem Konsortium aus den Rüstungskonzernen Diehl Defense und Nammo Raufoss abgeschlossen werden. Der Rahmenvertrag soll ein Volumen von bis zu 15 Milliarden Euro haben.

Finanzierung noch unklar

Aus diesem Munitionskontingent könnten die Bundeswehr, aber auch die Ukraine und alle anderen Nato-Partner 155-Millimeter-Munition bestellen, heißt es in dem Papier explizit, so der "Spiegel" weiter. Die beiden Firmen sollen laut dem Vertrag die Menge bis Ende des Jahrzehnts bereitstellen.

Die Bundesregierung will davon zunächst erst einmal 200.000 Schuss für gut 1,31 Milliarden Euro verbindlich ordern, die bis 2030 ausgeliefert werden und die geleerten Depots auffüllen sollen.

Der Großauftrag zeigt: Die Bundeswehr stellt sich auf einen langen Krieg in der Ukraine ein. Noch im vergangenen Jahr hatte Pistorius deutlich geringere Mengen bestellt. Hinzu kommt, dass es schon der zweite Rahmenvertrag dieser Art innerhalb von kurzer Zeit ist. Zuletzt wurde eine ähnliche Vereinbarung mit Rheinmetall über einen Umfang von bis zu 8,5 Milliarden Euro getroffen. Weitere Anträge, etwa über den Kauf von 105 Leopard-Panzern, stehen noch zur Beratung im Ausschuss aus (t-online berichtete).

Unklar ist bisher, wie der Großauftrag finanziert werden soll, denn spätestens 2028 dürfte das Sonderbudget der Bundeswehr aufgebraucht sein. Doch darüber wird wahrscheinlich der Haushaltsausschuss diskutieren, wenn über die Vorlage beraten wird.

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