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Islam-Debatte: Jetzt greift Horst Seehofer Kanzlerin Angela Merkel an

"Dafür fehlt mir jegliches Verständnis"  

Seehofer greift in Islam-Debatte Merkel an

23.03.2018, 22:33 Uhr | AFP

Islam-Debatte: Jetzt greift Horst Seehofer Kanzlerin Angela Merkel an. Horst Seehofer und Angela Merkel unterhalten sich im Deutschen Bundestag: Merkel hat in ihrer Regierungserklärung den Vorstoß von Horst Seehofer zurückgewiesen. (Quelle: dpa)

Horst Seehofer und Angela Merkel unterhalten sich im Deutschen Bundestag: Merkel hat in ihrer Regierungserklärung den Vorstoß von Horst Seehofer zurückgewiesen. (Quelle: dpa)

Der neue Bundesinnenminister Horst Seehofer beharrt laut einem Medienbericht auf seiner ablehnenden Haltung zum Islam. Über Angela Merkel sei Seehofer sehr verärgert.

Auch nach der Zurechtweisung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bundestag beharrt Innenminister Horst Seehofer (CSU) in der Islam-Debatte auf seiner Position. "Ich werde meine Politik nicht um ein Jota ändern", sagte Seehofer dem "Spiegel" laut einer Vorabmeldung vom Freitag. Zu der Aussage der Kanzlerin in ihrer Regierungserklärung sagte der CSU-Chef: "Dafür fehlt mir jegliches Verständnis."

Seehofer hatte in der vergangenen Woche ausdrücklich betont, für ihn gehöre der Islam nicht zu Deutschland. Damit löste der neue Innenminister eine emotionale Debatte aus und erfuhr sowohl Unterstützung als auch heftigen Widerspruch. Merkel widersprach Seehofer umgehend.

Seehofer contra Merkel

In ihrer Regierungserklärung zum Programm der großen Koalition nahm Merkel das Thema dann noch einmal auf. "Es steht völlig außer Frage, dass die historische Prägung unseres Landes christlich und jüdisch ist", sagte sie am Mittwoch im Bundestag. Richtig sei aber auch, dass die Religion der viereinhalb Millionen Muslime hierzulande "inzwischen ein Teil Deutschlands geworden ist".

Sie wisse, "dass viele ein Problem damit haben, diesen Gedanken anzunehmen – und das ist auch ihr gutes Recht", fügte die CDU-Vorsitzende hinzu. Die Bundesregierung habe eine ganz bestimmte Verantwortung, alle Diskussionen so zu führen, dass am Ende der Zusammenhalt der Gesellschaft "größer und nicht kleiner wird". Nach "Spiegel"-Informationen trafen die Äußerungen Merkels Seehofer völlig unerwartet. Er sei zutiefst verärgert, berichtete das Magazin.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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