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Schulstreiks: AfD-Anhänger fordern negativen Vermerk im Zeugnis

Umfrage: Demo statt Schule?  

Vor allem AfD-Anhänger wollen Schüler für Streiks bestrafen

Von Helena Serbent

25.01.2019, 07:27 Uhr
Schülerdemonstration für mehr Umweltschutz: Laut einer Umfrage für t-online.de fordert eine Mehrheit der AfD-Anhänger einen Zeugnisvermerk für streikende Schüler (Quelle: Imago/Michael Trammer)
Umfrage: AfD-Anhänger fordern Zeugnisvermerk bei Schulstreiks

In den letzten Wochen haben mehr als 25.000 Schüler für den Klimaschutz demonstriert. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für t-online.de ergab, dass eine Mehrheit der AfD-Anhänger Zeugnisvermerke für streikende Schüler fordert. (Quelle: spot on news)

Umfrage für t-online ergibt: AfD-Anhänger fordern Zeugnisvermerk bei Schulstreiks. (Quelle: spot on news)


Auf der Straße demonstrieren, statt im Unterricht zu sitzen: Für viele Deutsche kein Grund, um Schüler auf dem Zeugnis anzuprangern. Nur Anhänger einer Partei wollen das Demonstrieren sanktionieren. 

Wie in der vergangenen Woche gehen auch an diesem Freitag wieder Hunderte Jugendliche für Klimaschutz auf die Straße. Weil sie während der Schulzeit demonstrierten, forderten CDU-Nachwuchsverbände in Baden-Württemberg, Fehlzeiten ins Zeugnis einzutragen. Eine Mehrheit der Deutschen sieht das nicht so. 

Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für t-online.de hat ergeben, dass 47 Prozent keinen Zeugnisvermerk für Schulschwänzer wollen. Lediglich 26,1 Prozent der Befragten finden, dass die Teilnahme mit einem negativen Hinweis Platz im Zeugnis finden soll. Knapp 22,6 Prozent der Befragten wünschen sich hingegen sogar einen positiven Vermerk.

Linke fordern positiven, AfD und Union negativen Vermerk

Tausende junge Menschen bleiben freitags dem Unterricht fern, um für mehr Klimaschutz und einen Kohleausstieg auf die Straßen zu gehen. Nach Angaben der Organisatoren kamen allein in der letzten Woche in 50 deutschen Städten mehr als 25.000 Schüler, Azubis und Studenten zusammen. Weil es für die Demonstrationen keine offizielle Befreiung vom Unterricht gibt, schwänzen die Schüler den Unterricht. 

Doch wie soll mit diesen Fehlzeiten umgegangen werden? Bei den Anhängern der Partei zeigen sich deutliche Unterschiede: 59,7 Prozent der AfD-Unterstützer fordern einen negativen Zeugnisvermerk – Spitzenwert. Bei der Union sahen das 34,7 Prozent, bei der FDP 39,9 Prozent der Befragten genauso. 

Die Anhänger des linken Spektrums fordern dagegen eher einen positiven Vermerk für das Engagement für die Umwelt: 41 Prozent der Linken-Unterstützer, 34 Prozent der Grünen-Anhänger und 32 Prozent der SPD-Unterstützer sind dafür, dass über Fehlzeiten für Demonstrationen positiv auf dem Zeugnis berichtet wird.

Alter spielt bei Bewertung der Schulstreiker keine Rolle

Wie lange die eigene Schulzeit her ist, scheint bei den Befragten keinen besonderen Unterschied zu machen – die Ergebnisse sind relativ gleichmäßig. Unter allen Altersgruppen finden die meisten, dass es keinerlei Vermerk im Zeugnis geben sollte, wenn Schüler wegen Demonstrationen dem Unterricht fernbleiben. 




Zur Methodik

In die Umfrage flossen die Antworten von 5.032 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Menschen ein, die zwischen dem 18. und dem 21. Januar 2019 online gefragt wurden: "Wie sollten Ihrer Meinung nach durch Demonstrationsteilnahmen entstandene Fehlzeiten von Schülern im Zeugnis vermerkt werden?". Der statistische Fehler für die Gesamtergebnisse beträgt 2,5 Prozent; für Teilgruppen kann er davon abweichen.

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