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CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer kündigt neue Debatte über Zivildienst an

Nach Reform in Frankreich  

CDU-Chefin kündigt neue Debatte über Zivildienst an

Von Jonas Schaible

21.06.2019, 18:18 Uhr
CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer kündigt neue Debatte über Zivildienst an. Annegret Kramp-Karrenbauer hat im vergangenen Jahr eine Dienstpflicht vorgeschlagen: Jetzt regt sie eine neue Debatte an. (Quelle: Emmanuele Contini/imago)

Annegret Kramp-Karrenbauer hat im vergangenen Jahr eine Dienstpflicht vorgeschlagen: Jetzt regt sie eine neue Debatte an. (Quelle: Emmanuele Contini/imago)

Schon vor einem Jahr forderte Annegret Kramp-Karrenbauer eine Dienstpflicht. Nach einer ähnlichen Reform in Frankreich fordert sie jetzt eine neue Diskussion.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Einführung eines einmonatigen Nationaldienstes in Frankreich gelobt und eine neue Debatte in Deutschland gefordert. "Die Initiative von Emmanuel Macron, für alle Jugendlichen einen einmonatigen Allgemeinen Dienst für die Nation einzuführen, ist ein spannendes Modell", sagte sie t-online.de: "Aus der Zuhör-Tour der CDU entstand in Deutschland eine Debatte um einen Dienst für die Gesellschaft. Die Einführung des 'Service National Universel' in Frankreich sollte für uns Ansporn sein, weiter darüber zu sprechen."

Die CDU werde im Zuge des aktuell laufenden Grundsatzprogrammprozesses die Debatte weiterführen, kündigte Kramp-Karrenbauer an.

Freiwillig oder verpflichtend?

Macron hatte in dieser Woche einen einmonatigen Dienst mit Gemeinschaftskunde und Praktikum eingeführt, der ab 2026 für alle Jugendlichen verpflichtend werden soll, die zur Abitur- oder Führerscheinprüfung zugelassen werden wollen. Kramp-Karrenbauer hatte ihrerseits schon im vergangenen Jahr eine Dienstpflicht angeregt – eine Art Neuauflage des früheren Wehr- und Zivildienstes.

Anders als damals spricht sie jetzt nicht mehr zwingend von einer "Pflicht", sondern von einem "Dienst für die Gesellschaft". Das lässt Raum für andere Modelle, die auf Freiwilligkeit setzen. Die CSU etwa schlägt vor, Menschen, die einen Freiwilligendienst absolvieren, bis zu 3.500 Euro für Ausbildungszwecke gutzuschreiben.
 

 
"Gerade wenn wir heute darüber reden, dass es oft am Miteinander, an Toleranz, Respekt und Verantwortungsbewusstsein fehlt, könnte ein solcher Dienst hilfreich sein", sagte Kramp-Karrenbauer jetzt. "Weil er auch von Ausländern absolviert werden müsste, wäre er ein starker Beitrag zur Integration und für ein neues Gemeinschaftsgefühl."

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