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Mehrheit der Deutschen hält Schulz für unglaubwürdig

SPD verliert in Umfrage  

Mehrheit der Deutschen hält Schulz für unglaubwürdig

26.02.2017, 12:17 Uhr | AFP , dpa , t-online.de

Mehrheit der Deutschen hält Schulz für unglaubwürdig. Martin Schulz' Ankündigungen wie zur Reform der Agenda 2010 nehmen viele Wähler offenbar nicht für bare Münze. (Quelle: dpa)

Martin Schulz' Ankündigungen wie zur Reform der Agenda 2010 nehmen viele Wähler offenbar nicht für bare Münze. (Quelle: dpa)

Trotz des Höhenflugs bei Wahlumfragen für die SPD unter ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz nehmen viele Deutsche diesem anscheinend nicht ab, dass er seinen sozialen Ankündigungen Taten folgen lässt. Das geht aus der jüngsten Emnid-Erhebung für die "Bild am Sonntag" hervor. Demzufolge ist auch Schulz' Zustimmung seit seiner Kür zum Kanzlerkanditaten erstmals geschrumpft.

Die Liste an Maßnahmen, die Schulz zugunsten "hart arbeitender Menschen" ergreifen will, ist so lang wie ambitioniert. Sie reicht von der Eindämmung nur befristeter Arbeitsverträge über die Verlängerung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld für ältere Arbeitslose bis zur Abschaffung der niedrigeren Steuerlast für Kapitalerträge im Vergleich zu Lohneinkommen.

57 Prozent bezweifeln Umsetzung

An der Umsetzung dessen zweifeln aber offenbar mehr Menschen, als die guten Umfragewerte für die SPD vermuten lassen. So halten 57 Prozent der durch Emnid Befragten eine Realisierung dieser Ankündigungen für "unglaubwürdig". Gerade einmal 36 Prozent erachten sie für "glaubwürdig".

Doch das ist nicht die einzige Hiobsbotschaft, die die Umfrage für Schulz bereithält. So gehen die meisten Befragten auch nicht davon aus, dass Schulz im Herbst Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt ablöst. 50 Prozent bezweifeln, dass er das schafft, wiederum 36 Prozent sind von einem Wechsel überzeugt.

Aber auch in puncto Zustimmung hat Schulz der Umfrage zufolge Federn gelassen, wenn auch nur leicht. Erstmals seit er Kanzlerkandidat ist, ist die SPD in der Wählergunst in einer Wahlumfrage zurückgefallen. In der Emnid-Erhebung verlor die Partei einen Prozentpunkt und kommt auf 32 Prozent. Sie liegt damit gleichauf mit der Union, die gegenüber der Vorwoche unverändert blieb.

Schulz selbst nimmt das Umfrageergebnis offenbar gelassen. Ohnehin erwarte er bei der Bundestagswahl im Herbst ein enges Rennen zwischen ihm und Merkel. "Über 20 Prozent der Wähler entscheiden sich erst in den letzten zehn Tagen, zwei bis drei Prozent erst unmittelbar am Wahltag", sagte Schulz den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Möglicherweise kommt es am Ende genau auf diese zwei, drei Prozent an."

Den weiteren Ergebnissen der Umfrage zufolge bleibt die rechtspopulistische AfD mit erneut neun Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Linke (acht Prozent) und Grüne (sieben Prozent) bleiben ebenfalls unverändert, die FDP kann sich um einen Zähler auf sieben Prozent steigern. Auf die sonstigen Parteien entfallen wie in der Vorwoche fünf Prozent.

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