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Wolfang Schäuble: "Wenn die SPD nicht mehr kann, geht die Welt nicht unter"

Schäuble denkt an Minderheitsregierung  

"Wenn die SPD nicht mehr kann, geht die Welt nicht unter"

07.10.2018, 11:08 Uhr | dpa

Wolfang Schäuble: "Wenn die SPD nicht mehr kann, geht die Welt nicht unter". Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble: Nicht erschrecken vor einer Minderheitsregierung. (Quelle: imago/Mike Wolf)

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble: Nicht erschrecken vor einer Minderheitsregierung. (Quelle: Mike Wolf/imago)

Nur unter großem Druck hat sich die SPD nach der Wahl noch einmal in die große Koalition begeben. Nun sagt Unions-Veteran Schäuble: Zur Not ginge es auch ohne die Sozialdemokraten.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hält die deutsche Demokratie für gefestigt genug, auch einen möglichen Austritt der SPD aus der großen Koalition und eine sich eventuell anschließende Minderheitsregierung zu verkraften. "Wenn die SPD irgendwann nicht mehr kann, geht davon die Welt nicht unter. Wir haben stabile demokratische Verhältnisse", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag".

"Ich glaube aber auch, dass wir mit einer Minderheitenregierung eine stabile Regierung hinbekommen würden. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes haben aus der Erfahrung des Scheiterns der Weimarer Republik die Position des Kanzlers oder der Kanzlerin so stark gemacht, dass wir davor nicht erschrecken müssen."

Umgangston nicht so schlimm

Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD sieht zur Halbzeit der Wahlperiode eine Überprüfungsklausel vor. Darauf hatten die Sozialdemokraten gedrungen.

Rund ein Jahr nach der Bundestagswahl und dem Einzug der AfD ins Parlament bilanzierte Schäuble zudem: "Dass eine Debatte auch mal heftig wird, muss ein Parlament aushalten."


Der Umgangston sei insgesamt nicht so schlimm, dass man sich darüber aufregen müsse. "Das Problem ist ein anderes: Wer wie die AfD Vorurteile gegenüber Minderheiten zu politischen Zwecken ausbeutet, verstößt gegen den demokratischen Grundkonsens. Da muss man einschreiten."

Verwendete Quellen:
  • dpa

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