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Diese Frau will bald die SPD fĂŒhren

Von t-online, pdi

Aktualisiert am 21.08.2019Lesedauer: 3 Min.
Klara Geywitz, SPD-Landtagsabgeordnete in Brandenburg, bewirbt sich mit Olaf Scholz um den Posten als SPD-Chefin.
Klara Geywitz, SPD-Landtagsabgeordnete in Brandenburg, bewirbt sich mit Olaf Scholz um den Posten als SPD-Chefin. (Quelle: /dpa-bilder)
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Es ist eine faustdicke Überraschung: Klara Geywitz will im Duo mit Olaf Scholz SPD-Chefin werden. Die 43-JĂ€hrige gilt als weitestgehend unbekannt, hat sich aber schon als fĂ€hige Strategin bewĂ€hrt. Ein PortrĂ€t.

Finanzminister Olaf Scholz will als möglicher neuer SPD-Vorsitzender der Partei zu neuem Schwung verhelfen. "Die SPD muss raus aus dem Umfragekeller, sie braucht bessere Werte", sagte er am Mittwoch im "ARD-Morgenmagazin". "Die SPD wird auch gebraucht, denn ohne die sozialdemokratische Partei sÀhe unser Land ganz anders aus." Der Zusammenhalt in der Gesellschaft hÀnge davon ab, ob die SPD wieder stark werde.


Wer fĂŒhrt die SPD? Diese Kandidaten treten an

Michael Roth und Christina Kampmann – sie wagten sich als Erste vor: Der Staatsminister im AuswĂ€rtigen Amt und die ehemalige Familienministerin von Nordrhein-Westfalen wollen die SPD gemeinsam fĂŒhren. Beide gelten als eher linke Politiker. Eine Forderung aus ihrem Bewerbungsschreiben: Die SPD solle beim Klimaschutz "lauter und unbequemer" werden.
Gesine Schwan ist ein Urgestein der SPD – und auch ĂŒber die Parteigrenze hinaus angesehen. Die Politikprofessorin tritt gemeinsam mit Ralf Stegner an: Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein ist links, meinungsstark und diskussionsfreudig – und bildet somit einen Gegenpol zu Schwan, die als Vermittlerin gilt.
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Scholz bewirbt sich gemeinsam mit der Brandenburger Landtagsabgeordneten Klara Geywitz fĂŒr den SPD-Vorsitz. "Das ist eine sehr starke Frau", urteilte er im "Morgenmagazin. "Sie hat einen klaren Kopf und sie ist in der Lage, die Dinge voranzubringen, die man voranbringen muss."

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Mit Olaf Scholz ist das erste politische Schwergewicht im Rennen um den SPD-Vorsitz. Und Klara Geywitz? In der Landespolitik ist die 43-jĂ€hrige Politologin aus Potsdam schon lĂ€ngere Zeit eine feste GrĂ¶ĂŸe, bundespolitisch hat sie sich noch keinen Namen gemacht – bis jetzt.

In Regierungsfragen flexibel

Doch sie gilt als ausgewiesene Strategin, die in Regierungsfragen flexibel ist. Nicht umsonst gehörte die Potsdamer SPD-Politikerin zur großen Verhandlungsrunde, die im vergangenen Jahr den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD aushandelte. Auf der anderen Seite gehörte sie zu den Architektinnen der rot-roten Landesregierung in Brandenburg. In der am Dienstag veröffentlichten Bewerbungsschrift positioniert sich das Kandidatenduo Scholz und Geywitz allerdings bislang noch nicht zur Groko-Frage.

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Mit Vizekanzler Olaf Scholz verbindet sie nicht nur der Wohnort Potsdam – sie kennen sich auch aus dem SPD-Parteivorstand, dem Geywitz seit 2017 als Beisitzerin angehört. Sie ist innerhalb der SPD auch mit anderen LandesverbĂ€nden gut vernetzt – und sie weiß, was sie will.

In der brandenburgischen Landeshauptstadt macht sie Abitur und studiert Politikwissenschaften. Schon wÀhrend ihrer Zeit an der UniversitÀt zieht sie in die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung ein. 2004 gelingt ihr erstmals der Sprung in den Brandenburger Landtag.

"Illegal eingewanderte Elche aus Polen"

Seither gilt Geywitz als Nachwuchshoffnung der Brandenburger SPD. Seit 1994 ist sie Parteimitglied, von 2008 bis 2013 war sie stellvertretende Landesvorsitzende in Brandenburg, von 2013 bis 2017 GeneralsekretĂ€rin. Von diesem Amt trat sie aber 2017 zurĂŒck, nachdem Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) ohne RĂŒcksprache die von ihr befĂŒrwortete Kreisreform abgesagt hatte. Im Amt der GeneralsekretĂ€rin ist sie 2014 maßgeblich an der Neuauflage der rot-roten Landesregierung beteiligt.

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In der jetzt auslaufenden Wahlperiode war Geywitz Vorsitzende des wichtigen Landtags-Innenausschusses, in der SPD-Fraktion Sprecherin fĂŒr Medienpolitik und Religion. Bei ihren Reden im Landtag beweist sie durchaus ironischen Humor: "Es dĂŒrfte in Brandenburg ungefĂ€hr so viele Burka-TrĂ€gerinnen geben wie illegal eingewanderte Elche aus Polen", sagte sie 2016 in einer Debatte ĂŒber ein Burka-Verbot.

Schonungslos ehrlich

Geywitz gilt als schonungslos ehrlich, aber auch konfliktfĂ€hig. Probleme löst sie eher im Hintergrund. Als "richtig schön" bezeichnet sie selbst ihre Zeit als Mitarbeiterin von Steffen Reiche, einem der GrĂŒnder der SPD in Brandenburg. Der Pastor taufte auch ihre drei Kinder und ist Patenonkel des jĂŒngsten Sohnes.

Lars Klingbeil, SPD-GeneralsekretĂ€r, und Klara Geywitz, SPD-Landtagsabgeordnete in Brandenburg, gehen mit einem Lastenfahrrad mit dem Logo der SPD ĂŒber das GelĂ€nde der Filmstudios Babelsberg.
Lars Klingbeil, SPD-GeneralsekretĂ€r, und Klara Geywitz, SPD-Landtagsabgeordnete in Brandenburg, gehen mit einem Lastenfahrrad mit dem Logo der SPD ĂŒber das GelĂ€nde der Filmstudios Babelsberg. (Quelle: /dpa-bilder)

Derzeit ist Geywitz hĂ€ufig mit einem roten Lastenfahrrad in Potsdam zu sehen – und mischt auch schon mal Cocktails auf der Straße: Sie macht Wahlkampf, will am 1. September erneut in den Brandenburger Landtag gewĂ€hlt werden. Seit 2004 hat sie ihren Wahlkreis Potsdam dreimal direkt gewonnen – in diesem Jahr könnte es wegen der starken GrĂŒnen aber eng werden.


Scholz und Geywitz, die bei ihrer Bewerbung um den Parteivorsitz auf die UnterstĂŒtzung des Brandenburger Landtags zĂ€hlen können, wollen die SPD einen. "Unser Anspruch, Volkspartei zu sein, bedeutet auch, das Trennende immer wieder zusammenzufĂŒhren", heißt es in der Bewerbungsschrift. Allerdings mĂŒssen die beiden erst einmal dafĂŒr sorgen, dass die SPD, die in den Umfragen derzeit kaum ĂŒber 14 Prozent kommt, wieder als Volkspartei wahrgenommen wird. Ein steiniger Weg.

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