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Silvesterfeuerwerk: In diesen Städten gibt es Böller-Verbote


Verkauf beginnt
Diese Städte verbieten Feuerwerk zu Silvester

Von dpa
Aktualisiert am 29.12.2022Lesedauer: 3 Min.
imago images 197218174Vergrößern des BildesIn diesem Jahr gibt es kein Verkauftsverbot von Böllern, doch viele Städte haben trotzdem regionale Verbote verhängt. (Symbolfoto) (Quelle: IMAGO/Rene Traut)
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Nach zwei Corona-bedingt eingeschränkten Jahreswechseln gibt es an Silvester wieder weniger Einschränkungen. Doch nicht überall dürfen Böller gezündet werden.

Erstmals seit drei Jahren starten Händler in Deutschland an diesem Donnerstag wieder mit dem Verkauf von Feuerwerk für die Silvesternacht. In den beiden Vorjahren war der Verkauf wegen der Corona-Pandemie in Deutschland verboten.

Jetzt dürften es viele Feiernde wieder krachen lassen: Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz von etwa 120 Millionen Euro, so viel wie vor Corona.

Allerdings dürfen nicht überall Böller gezündet werden, einige Städte und Kommunen haben Verbote erlassen. Ein Überblick:

Köln verbietet Feuerwerk rund um den Dom

In Berlin ist das Böllern an drei Orten verboten. Mehr dazu lesen Sie hier. Auch in München wurden mehrere Verbotszonen eingerichtet, genauso in Dortmund. Spezielle Vorgaben gelten auch vereinzelt in Frankfurt am Main. In Hamburg gibt es Verbotszonen rund um die Binnenalster und auf dem Rathausmarkt. Auf den Nordseeinseln Sylt und Amrum ist Feuerwerk vollständig untersagt, auf Föhr und Pellworm gelten strenge Regeln. Mehr dazu lesen Sie hier.

Auch in mehreren Großstädten in Nordrhein-Westfalen gibt es Verbotszonen. In Köln darf rund um den Dom nicht geböllert werden, zwischen 22 Uhr und 2 Uhr nachts wird die Sperrzone auf weite Teile der Innenstadt ausgeweitet. In Düsseldorf gilt ein Mitführ- und Abbrennverbot für Feuerwerkskörper in der kompletten Altstadt. Auch Bielefeld (mehr dazu hier) hat Sperrzonen eingerichtet.

Mehrere Einschränkungen in Niedersachsen

In Hannovers Innenstadt soll das Mitführen und Abbrennen von Silvesterfeuerwerk von 20 Uhr bis 3 Uhr am Neujahrsmorgen nicht erlaubt sein. Die Stadt begründete diese Entscheidung mit der hohen Verletzungsgefahr, wodurch die Polizei am Silvesterabend immer enorm ausgelastet sei. Gleiches gilt für die Göttinger Innenstadt, die das Verbot bereits seit 2016 jährlich beibehält.

Auch im Norden, etwa in Emden, Bremerhaven und Bremen, gibt es in einigen Zonen in der Silvesternacht ein Feuerwerksverbot. In Bremen werden das Schnoorviertel, das Umfeld des Rathauses sowie die beliebte Meile Schlachte böllerfrei bleiben. "Verstöße können mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden", teilte die Polizei mit.

Mehrere Thüringer Kommunen erlassen Verbote

Zum Schutz vor Bränden haben mehrere Kommunen in Thüringen in diesem Jahr das Silvesterfeuerwerk in bestimmten Gebieten untersagt. Verbotsverfügungen wurden nach Angaben des Landesamtes für Verbraucherschutz beispielsweise für die historischen Altstädte von Weimar, Rudolstadt und Bad Langensalza erlassen, wie eine Behördensprecherin am Mittwoch auf Anfrage mitteilte.

Auch in Bad Blankenburg, Gotha, Saalfeld, Schleusingen und Wasungen ist das Abbrennen von Raketen, Böllern und Batterien in Teilbereichen der Städte verboten. Wunderkerzen, Knallerbsen und Tischfeuerwerk sind von dem Verbot nicht betroffen.

Verbote in Mainz und Trier

Auch in Rheinland-Pfalz kommt es zu Einschränkungen: Die Stadt Trier etwa hat per Allgemeinverfügung ein Feuerwerksverbot für den Bereich des Hauptmarkts verhängt. Hintergrund sind Vorfälle aus der Silvesternacht 2019/2020. Damals waren Feuerwerkskörper in alle Richtungen geschossen worden, mehrere Personen wurden verletzt. Das Trierer Ordnungsamt befürchtete, dass es in diesem Jahr "zu einer vergleichbaren Situation" kommen könnte, die man mit dem Verbot vermeiden wolle.

In der Landeshauptstadt Mainz ist das Abbrennen von Pyrotechnik in direkter Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern grundsätzlich verboten. Die Stadt empfiehlt, auf das Abfeuern von Raketen und Böllern ganz zu verzichten. Die Stadt selbst veranstaltet zum Jahreswechsel auch diesmal kein Feuerwerk.

Rotes Kreuz mahnt zur Vorsicht

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft zum vorsichtigen Gebrauch von Böllern auf. "Der Umgang mit Feuerwerkskörpern führt leider immer wieder zu teilweise schweren Verletzungen, und an Silvester herrscht jedes Jahr aufs Neue Hochbetrieb in den Notaufnahmen", erklärte DRK-Bundesarzt Bernd Böttiger. Das sei in diesem Jahr auch wegen der ohnehin angespannten Versorgungslage in vielen Kliniken bedenklich.

"Auch wenn viele nach der zweijährigen Pause nun endlich wieder ausgelassen und mit privatem Feuerwerk feiern wollen, sollten Vorsicht und Rücksicht dabei weiter im Vordergrund stehen", mahnte der Experte. So sollten nur offiziell zugelassene und zertifizierte Feuerwerkskörper verwendet werden. Kinder dürften grundsätzlich keine Böller in die Hände bekommen, Jugendliche unter 18 Jahren sollten umfassend über den Gebrauch aufgeklärt werden.

Nicht jede Verletzung sollte gekühlt werden

Das DRK warnte zudem vor dem Kauf von Pyrotechnik aus dem Ausland oder der Verwendung selbstgebauter Böller. Blindgänger dürften zudem niemals erneut gezündet werden, auch müsse stets ein Sicherheitsabstand zum Feuerwerk eingehalten werden.

Schwere Verbrennungen, Hand- oder Augenverletzungen, Alkoholvergiftungen und Unterkühlungen sind demnach typische Notfälle in der Silvesternacht. Auch abgerissene Finger kommen vor.

Bei kleineren Verbrennungen sollte die betroffene Stelle gekühlt werden, nicht aber bei großflächigen Verbrennungen, da sonst eine Unterkühlung des Verletzten droht. Bei Handverletzungen sollte die Wunde umgehend steril abgedeckt werden. Abgerissene Finger oder Fingerteile sollten nach Möglichkeit den Rettungskräften übergeben werden. Bei Augenverletzungen sind den Angaben zufolge beide Augen zu verbinden, damit sich das verletzte Auge nicht bewegt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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