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Solarstrom aus Afrika: 90 Prozent der Energie für Europa aus der Wüste

Solarkraftwerke in Afrika  

Europas Energie soll aus der Wüste kommen

18.06.2009, 10:46 Uhr

Solarkraftwerk in in der Mojave-Wüste in Kalifornien (Foto: AP) Solarkraftwerk in in der Mojave-Wüste in Kalifornien (Foto: AP)Mit dem Import von Sonnen- und Windstrom aus Afrika könnten nach Ansicht des 'Club of Rome' innerhalb einer Generation 90 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen. Damit sei dann auch das Problem der Kohlenstoffdioxid-Emissionen (C02) gelöst, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft des Clubs, Max Schön. Deutsche Unternehmen prüfen derzeit ein Vorhaben, Strom in Nordafrika zu erzeugen und über Leitungen nach Europa zu transportieren. Der Club of Rome, eine Art Denkfabrik für nachhaltiges Wirtschaften, ist an dem Projekt beteiligt.

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Technisch sei ein solches Projekt nachgewiesenermaßen möglich, sagte Schön im Deutschlandradio Kultur. Haupthindernis für derartige Pläne "sind eigentlich die Gedanken bei uns im Kopf". "Bisher war es für die Phantasie des Menschen noch einfacher, ein Loch zu bohren, Öl rauszuholen und ein Feuer zu machen wie er es früher mit Holz gemacht hat." Schön wies auch Bedenken zurück, die nordafrikanischen Staaten könnten unsichere Energielieferanten sein. Mit den heutigen Gas-, Kohle- und Öllieferungen "sind wir natürlich auch unheimlich verwundbar".

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Kraftwerke müssten ohnehin ersetzt werden

Auch sei die voraussichtlich notwendige Investitionssumme von 400 Milliarden Euro nicht zu hoch, sagte Schön. Sie erstrecke sich über einen Zeitraum von 30 Jahren, innerhalb dessen "ohnehin jedes Kraftwerk dieser Welt erneuert werden" müsse. "Und wenn wir dann sagen, wir ersetzen ein altes konventionelles Kraftwerk durch neue Solarkraft- und Windkraftwerke, dann ist da eine Investitionssumme, die wir ohnehin tätigen müssen."

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Konsortium plant Solarkraftwerke in der Wüste

Am Dienstag berichtete die "Süddeutsche Zeitung", dass große Konzerne planen, in naher Zukunft deutsche Haushalte mit Solarstrom aus Afrika zu versorgen. Für das Vorhaben soll bereits Mitte Juli ein Konsortium gebildet werden, zu dem dann unter anderen auch die Münchener Rück, Siemens, die Deutsche Bank und RWE zählen. Der Bau riesiger Solarkraftwerke in den Wüsten des afrikanischen Kontinents soll 400 Milliarden Euro kosten und in zehn Jahren den ersten Strom liefern.

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Milliardenprojekt "Desertec"

Das Projekt gilt als eine der größten privaten Ökostrom-Initiativen aller Zeiten. Trotz Wirtschaftskrise will das Konsortium damit den Kampf gegen den Klimawandel vorantreiben und sich weltweit an die Spitze der grünen Technologie stellen. Das Milliardenprojekt "Desertec" solle vor allem beweisen, dass sich Strom auf diese Weise auch wirtschaftlich produzieren lässt. Allerdings glaubt Münchener-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek beim geplanten Investitionsvolumen von 400 Milliarden Euro nur etwa 15 Prozent der europäischen Stromversorgung decken zu können.

Quelle: wetter.info, AFP

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