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Trend zur spÀten Geburt hÀlt an

Von dpa
03.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Eine Hebamme tastet den Bauch einer Schwangeren ab.
Eine Hebamme tastet den Bauch einer Schwangeren ab. Frauen sind im Durchschnitt bei der Geburt ihres ersten Kindes noch Àlter geworden. (Quelle: Annette Riedl/dpa./dpa)
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Wiesbaden (dpa) - Frauen in Deutschland werden immer spÀter zum ersten Mal Mutter. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lag das Durchschnittsalter 2020 bei 30,2 Jahren. Damit setzt sich den Angaben zufolge der Trend der vergangenen zehn Jahre nahezu kontinuierlich fort.

In rund 10.500 FĂ€llen war eine Frau bei der ersten Entbindung Ă€lter als 40 Jahre. Das entspricht 2,9 Prozent der rund 360.000 Erstgeburten. Hingegen hatten lediglich 0,8 Prozent der erstgeborenen Babys eine Mutter, die jĂŒnger als 18 Jahre alt war. Zehn Jahre zuvor lag das Durchschnittsalter insgesamt noch bei 29,0 Jahren.

Die Entwicklung war zu erwarten

UrsĂ€chlich fĂŒr die Entwicklung ist nach Ansicht von Bevölkerungsforschern eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren. Dazu zĂ€hlen nach Ansicht von Jasmin Passet-Wittig vom Bundesinstitut fĂŒr Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden unter anderem eine immer grĂ¶ĂŸer werdende Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt, lange Ausbildungszeiten oder auch wirtschaftliche Unsicherheiten zu Beginn des Berufslebens. "Keinesfalls dreht man an einer einzigen Stellschraube und alles verĂ€ndert sich", sagt sie.

"SpĂ€testens seit den 1980er Jahren beobachten wir dieses PhĂ€nomen. Die Entwicklung war komplett zu erwarten, denn die entscheidenden Faktoren haben sich nicht geĂ€ndert", sagt auch Mathias Lerch von der Hochschule Luzern (EPFL), Gastwissenschaftler am Max-Planck-Institut fĂŒr Demografische Forschung. Er weist neben der verlĂ€ngerten Ausbildung vor allem auf Selbstverwirklichung und wirtschaftliche Faktoren hin – etwa die Konsolidierung der eigenen Karriere.

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Die jĂŒngsten MĂŒtter kommen aus Bulgarien

Entsprechend bekommen auch in den anderen Staaten der EuropĂ€ischen Union Frauen immer spĂ€ter ihr erstes Kind. Am Ă€ltesten sind laut Eurostat die Frauen in Italien (31,4 Jahre), gefolgt von Spanien (31,2) und Luxemburg (31,0). Die im Durchschnitt jĂŒngsten MĂŒtter kamen aus Bulgarien (26,4), RumĂ€nien (27,1) und der Slowakei (27,2).

In den 1970er Jahren sah das noch anders aus: Damals waren die westdeutschen Frauen bei der Geburt des ersten Kindes im Durchschnitt 25 Jahre alt, in der DDR sogar nur 22 Jahre. Doch heute haben viele Frauen und Paare Lerch zufolge die Vorstellung, dass alles schon "fix und fertig sein muss, bevor das erste Kind kommt". Ist das Kind damit die neue Rolex - ein Statussymbol, Àhnlich dem Auto oder dem Einfamilienhaus? So weit will der Forscher nicht gehen.

"Nicht alle aufgeschobenen Geburten lassen sich nachholen"

Aber: AuffÀllig an der Statistik ist laut Passet-Wittig, dass vergleichsweise viele Frauen ihr erstes Kind erst mit Mitte 30 bekommen - wenn bereits biologisch gesetzte Grenzen erreicht sein können. "Wir sprechen hÀufig davon, dass Geburten aufgeschoben werden, je nach Alter und Lebenssituation lassen sich aber nicht alle aufgeschobenen Geburten nachholen. Auch nicht mit Hilfe der Reproduktionsmedizin", sagt die Wissenschaftlerin.

TatsĂ€chlich hat die Zahl der kĂŒnstlichen Befruchtungen in Deutschland trotz der Corona-Pandemie zuletzt einen Höchststand erreicht. Wie eine erst wenige Wochen alte "Sonderauswertung Covid-19" des Deutschen IVF-Registers zeigte, nahmen im Jahr 2020 die Kinderwunschzentren 9,3 Prozent mehr Behandlungen vor als im Vorjahr. Insgesamt belief sich die Zahl auf 108.000. "Die Reproduktionsmedizin kann helfen, aber es sinken mit dem Alter der Frau auch die Erfolgsaussichten von Kinderwunschbehandlungen", sagt Passet-Wittig.

Noch weitere Verschiebung nach hinten möglich

Trotzdem hĂ€lt Mathias Lerch es nicht fĂŒr ausgeschlossen, dass sich der Trend noch weiter fortsetzt. "Die Corona-Pandemie hat große Unsicherheit erzeugt. Die aktuelle Generation hat durch sie möglicherweise vieles verpasst, was sie nachholen möchte." Möglich sei durchaus, dass sich die Geburt des ersten Kindes noch ein bis zwei Jahre weiter nach hinten schiebe.

Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des in Kelkheim bei Frankfurt ansĂ€ssigen Zukunftsinstituts, Andreas Steinle, sagte dazu bereits bei der Vorstellung des "Trendmonitors 2011" ĂŒber die heutige Elterngeneration: "Keiner weiß, wann der richtige Zeitpunkt ist fĂŒr die FamiliengrĂŒndung - daher verpassen ihn viele."

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