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Großrazzia in Bremen – zwei Polizisten unter Verdacht

Vier Personen verhaftet  

Großrazzia in Bremen – zwei Polizisten unter Verdacht

18.03.2021, 14:27 Uhr | dpa

Festnahmen bei Razzia in Bremen – Vorwürfe gegen Ermittler

Bei einem Großeinsatz im kriminellen Milieu in Bremen sind einem Medienbericht zufolge vier Menschen festgenommen worden. Unter den Verdächtigen sei auch ein mutmaßlich korrupter Ermittler des Landeskriminalamts. (Quelle: dpa)

Vorwürfe gegen Ermittler: Bei einem Großeinsatz im kriminellen Milieu in Bremen sind vier Menschen festgenommen worden. (Quelle: dpa)


Wegen des Verdachts auf Drogenhandel, Bestechlichkeit und Geldwäsche ist die Polizei mit einer Razzia in Bremen gegen zwölf Menschen vorgegangen. Zwei der Beschuldigten sind Polizisten.

Die Polizei hat bei einem Großeinsatz wegen Drogenhandels, Bestechlichkeit und Geldwäsche in Bremen und dem Bremer Umland vier Menschen festgenommen. Die Ermittlungen richteten sich gegen zwölf Beschuldigte, darunter zwei Polizisten, teilten Staatsanwaltschaft, Polizei und Bundeskriminalamt gemeinsam mit. Insgesamt 23 Wohnungen und Geschäftsräume seien durchsucht worden.

Aufnahmen der Razzia sehen Sie oben im Video oder hier.

Gegen die vier Festgenommenen im Alter von 29 bis 40 Jahren lagen Haftbefehle wegen des Verdachts des bandenmäßigen Drogenhandels vor. Einige der Beschuldigten werden zudem der Geldwäsche durch Immobiliengeschäfte verdächtigt.

Zwei Polizisten unter Verdacht

Bei den verdächtigten Polizisten handelt es sich um einen 36-Jährigen und eine 40-Jährige, die suspendiert beziehungsweise vom Dienst entbunden werden. Dem 36-Jährigen werden Bestechlichkeit, Verletzung von Dienstgeheimnissen, Geldwäsche und Betrug vorgeworfen.

Das Magazin "Der Spiegel" schrieb, der Polizist solle "sensible Informationen an dubiose Bekannte ausgeplaudert" und dafür im Gegenzug Gefälligkeiten, wie die Überlassung eines Autos, erhalten haben. Gegen die 40-Jährige wird wegen des Verdachts der Verletzung von Dienstgeheimnissen ermittelt.

Schusswaffen sichergestellt

Die Ermittler stellten bei der Razzia unter anderem Schusswaffen mit Munition, Bargeld und Handys sicher. Fünf Beschuldigten soll darüber hinaus der Zugriff auf rund 500.000 Euro aus dem Verkauf von Cannabis und Kokain entzogen werden.

Die Razzia geht den Ermittlern zufolge auf eine Ermittlungsgruppe zurück, die bereits Mitte 2019 eingerichtet worden war. Schon im Februar 2021 seien in diesem Zusammenhang Waffen, Geld und Drogen sichergestellt worden. Dem "Spiegel"-Bericht zufolge trägt der Ermittlungskomplex der Staatsanwaltschaft Bremen den Codenamen "Zirkel". Die Ermittlungen gingen dabei auf einen seitenlangen Brief eines anonymen Hinweisgebers zurück, der Namen, Straftaten und mutmaßliche kriminelle Netzwerke genannt habe.

Ein Teil der Ermittlungen befasse sich außerdem mit Clankriminalität, heißt es in dem Bericht. Den mutmaßlichen Kopf der Drogenbande, einen 41-Jährigen, habe die Polizei derweil schon lange im Visier gehabt. Geholfen habe dabei nun die Hilfe der französischen Gendarmerie, die verschlüsselte Handys der Verdächtigen geknackt habe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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