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Australien – Mann stürzt in der Wildnis: "Bein nur lose am Körper"

"Bein nur noch lose am Körper"  

Mann kriecht zwei Tage schwer verletzt durch australische Wildnis

18.09.2019, 11:46 Uhr | AFP, pdi

 (Quelle: dpa)
Australien: Wanderer nach zweitägiger Odyssee gerettet

In Australien ist ein Wanderer nach einer zweitägigen Odyssee gerettet worden. Nach einem sechs Meter tiefen Sturz brach sich Neil Parker Bein und Handgelenk und kroch durch die Wildnis. (Quelle: t-online.de)

Neil Parker: Der Australier ist nach einer zweitägigen Odyssee in der australischen Wildnis von Rettungskräften gefunden worden. (Quelle: t-online.de)


Eigentlich wollte Neil Parker nur drei Stunden in Australien wandern – daraus wurde ein Überlebenskampf. Nach einem Sechs-Meter-Sturz brach sich Parker ein Bein und schleppte sich zwei Tage durch die Wildnis.

Als Neil Parker zu einer Wandertour aufbrach, ahnte er nicht, dass daraus eine zweitägige Odyssee werden würde, die der Australier nur mit viel Glück überlebte. Der erfahrene Buschwanderer brach am Sonntag im australischen Bundesstaat Queensland zu der Tour auf – und stürzte kurz darauf einen sechs Meter hohen Wasserfall hinab, wie lokale Medien am Mittwoch berichteten. Dabei verletzte sich der 54-Jährige erheblich – mit gebrochenem Bein und Handgelenk kroch er dann zwei Tage lang durch die Wildnis. Sein Bein schiente er mit Wanderstöcken. Der untere Teil habe nur noch lose am Körper gehangen.

Als sich das Unglück am Sonntag ereignete, habe er gedacht, "Nun sitze ich in der Patsche, denn niemand weiß, wo ich bin", sagte Parker. Für das gebrochene Bein habe er eine Schiene gebastelt, aber von den Schmerzen sei er fast verrückt geworden. Als Verpflegung habe er nur "eine Handvoll Nüsse, einen Proteinriegel und ein paar Dauerlutscher" dabei gehabt.

Keine Chance auf Rettung

Mit äußerster Mühe, "Zoll um Zoll", sei er drei Kilometer durchs Gestrüpp gekrochen. "Was ich zuvor in 40 Minuten zurückgelegt hatte, dauerte nun fast zwei Tage." Schon am Sonntag habe er die Geräusche eines Helikopters gehört, doch da habe er gewusst, dass es "tief im Gestrüpp" für ihn keine Chance auf Rettung gab. Erst am Dienstag wurde Parker dann von der Hubschrauberbesatzung ausfindig gemacht.


Eigentlich sei er gut ausgerüstet gewesen, berichtete Parker. So habe er Verbandszeug, einen Kompass und einen Schlafsack bei sich gehabt. Doch letztlich entscheidend für die Rettung seien die Gedanken an seine Familie gewesen. "Die Verbindung zur Familie, dass ich ihnen sagen konnte, dass ich okay bin, hat mich durchhalten lassen." Er werde nun auch wieder die Distanz zu seinem Sohn überwinden, die seit Jahren bestanden habe. "Ich wollte für meine Kinder wieder da sein."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und afp

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