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Tierschutz im Urlaub: Diese Attraktionen können Tierquälerei sein

Tabu im Urlaub  

Vor diesen Touristenattraktionen warnen Tierschützer

06.08.2018, 14:36 Uhr | sth, t-online.de

Tierschutz im Urlaub: Diese Attraktionen können Tierquälerei sein. Touristen in Thailand: Auf Elefanten reiten sie über eine viel befahrene Straße. (Quelle: imago)

Touristen in Thailand: Auf Elefanten reiten sie über eine viel befahrene Straße. (Quelle: imago)

Touristen haben Macht. Das gilt auch, wenn es um den Tierschutz geht. Will niemand für ein Angebot zahlen, wird es eingestellt. Darum raten Tierschutzorganisationen: Sagen Sie Nein. Doch was zählt als Tierquälerei?

Einige Bilder von Tierquälerei sind bekannt: Ein abgemagerter Tanzbär mit Ketten an den Füßen wartet auf zahlende Touristen in Russland. Oder eben ein Affe in Südostasien. Doch Tierschützer kritisieren auch Touristenangebote in europäischen Ländern.

Affe und Trainer: Die meisten Tiere werden mit Bestrafung erzogen.  (Quelle: Reuters/William Hong )Affe und Trainer: Die meisten Tiere werden mit Bestrafung erzogen. (Quelle: William Hong /Reuters)

Tanzbär in Russland:  (Quelle: Reuters)Tanzbär in Russland: Eine Pause in Sankt Petersburg. (Quelle: Reuters)

Reiten auf Eseln und Elefanten

Ein Beispiel ist die griechische Insel Santorini: Hier tragen Esel jeden Tag Touristen die steilen Pflastersteintreppen rauf und runter. Im Sommer liegen die Temperaturen meist bei rund 30 Grad. Die Tiere würden zu wenig Wasser, Nahrung oder Schatten bekommen, kritisieren Tierschützer vom "Donkey Sanctuary". 

Veranstalter außerhalb Europas bieten andere exotische Ausritte an. Etliche Touristen wagen am Amber Fort in Indien den Ritt auf einem Elefanten. Tierschützer informieren schon seit Jahren, dass die Tiere darunter oft leiden. Viele Elefanten würden als Jungtiere brutal misshandelt, damit sie gefügig werden, schreibt die Tierschutzorganisation Vier Pfoten.

Esel in Pyrgos Pyrgos:  (Quelle: imago)Esel in Pyrgos Pyrgos: Er steht am höchst gelegenen Ort der Insel Santorini. (Quelle: imago)

Selfies mit gefangenen Tieren

Elefanten, Löwen und Haie sind wilde Tiere und sollten auch so behandelt werden. Ein Selfie mit dem kuscheligen Löwenbaby? Oder ein Foto im Hai-Gehege? Solche Angebote sollten Touristen hinterfragen. Im Zweifel kann sich das Tier nämlich nicht verstecken. Und wer weiß, wie viele Touristen vorher schon bei ihm waren.

Die Tierschutzorganisation Peta berichtete zum Beispiel über ein Restaurant in Mexiko. Dort könnten Touristen mit einem Ammenhai schwimmen. Das Tier lebe unter unwürdigen Bedingungen in einem winzigen Becken, wie im Video zu sehen ist.

Doch ein Tier muss nicht unbedingt Ketten tragen, um zu leiden. Auch Shows mit Orkas und Delfinen werden von Tierschützern stark kritisiert. Die Tiere wären in ihrem natürlichen Umfeld besser aufgehoben, heißt es. 

Ein Löwe im Käfig.  (Quelle: imago)Keine Frage des Landes: Auch in Deutschland werden noch Wildtiere im Zirkus gehalten. (Quelle: imago)

Worauf Touristen achten sollten

Auf faszinierende Tiere und spannende Ausflüge müssen Touristen nicht komplett verzichten. Dennoch sollten sie beim Kontakt mit den Tieren einige Dinge beachten. Die deutsche Tierschutzorganisation Vier Pfoten hat sechs Regeln aufgestellt: 

  • Unseriöse Anbieter meiden
  • Touristenattraktionen mit Tieren meiden 
  • Keine Tiershows besuchen
  • Keine Fotos oder Selfies mit Tieren
  • Achtung bei Souvenirs und Speisen
  • Tiere nicht füttern

Delfine in Teneriffa (Quelle: imago)Delfine in Teneriffa: Im Loro-Park in Spanien finden regelmäßig Shows statt. (Quelle: imago)

Statt einer Show oder eines Aquariums empfiehlt die Organisation den Besuch von Nationalparks oder Tierschutzzentren. Dort erleben Besucher die Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen.

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