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Ukraine auf Vormarsch in Donezk: Russischen Truppen droht Einkesselung bei Lyman


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Russischen Truppen droht Einkesselung bei Lyman

Von t-online, cli

Aktualisiert am 28.09.2022Lesedauer: 3 Min.
Region Charkiw: Die ukrainische Armee ist im Nordosten auf dem Vormarsch.
Ukrainische Kämpfer schreiten in heiklem Gebiet voran: In den Regionen Charkiw und Donezk konnte die Armee Stellungen festigen, letzteres Gebiet will der Kreml annektieren. (Quelle: GLEB GARANICH/rtr)
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Während bei den Pseudoreferenden angeblich viele Menschen für den Anschluss an Russland stimmten, rückt die ukrainische Armee in besetzten Gebiete weiter vor.

Ukrainischen Truppen gelingt es derzeit offenbar, weitere Territorien im Osten des Landes zu befreien. In der Region Donezk steht derzeit der strategisch wichtige Ort Lyman im Fokus. Dort sollen ukrainische Einheiten aus unterschiedlichen Richtungen angegriffen und russische Verteidigungslinien durchbrochen haben, heißt es in mehreren Medienberichten.

Geht der Vormarsch der Ukraine über zwei Flanken weiter, könnte den russischen Truppen eine Einkreisung in Lyman drohen. Nach dem Fall von Kupjansk und Isjum in der Region Charkiw wäre es die nächste militärische Blamage für Wladimir Putin. In Lyman fließen wichtige Eisenbahnlinien zusammen, über die Nachschub ins Gebiet Donezk transportiert wird. Gelingt den ukrainischen Streitkräften die Rückeroberung, hätten sie eine weitere wichtige Versorgungsader der russischen Armee durchtrennt.

Auch die US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) informierte darüber am Dienstag und teilte mit, in der dortigen Region hätten die Ukrainer am Ostufer des Flusses Oskil ihre Stellungen gefestigt und würden nun weiter Richtung Ortsrand von Lyman vorrücken.

Lage bleibt komplex, Ukraine "übt Druck aus"

Schon vor einigen Tagen hatte das ukrainische Militär am Oskil Truppenteile übergesetzt und ukrainischen Angaben zufolge einen Brückenkopf gebildet. Die Russen hätten den Fluss eigentlich in eine befestigte Verteidigungslinie integrieren wollen, schreibt das britische Verteidigungsministerium auf Twitter. "Die Lage auf dem Schlachtfeld bleibt komplex, aber die Ukraine übt nun Druck auf Gebiete aus, die Russland als wesentlich für seine Kriegsziele betrachtet", so das Ministerium weiter.

Ähnlich äußert sich der Münchner Militärexperte Carlo Masala. Er twittert, sollten die Lyman- und Oskil-Offensiven der Ukraine Erfolg haben, sei das "die nächste massive Niederlage für die Russische Föderation".

Russen geraten an mehreren Fronten in die Defensive

Die russischen Truppen sollen derweil rund um die strategisch wichtige Stadt Bachmut (ebenfalls Region Donezk) Schwierigkeiten haben, voranzukommen, ebenso westlich der Stadt Donezk, der seit 2014 besetzten Regionalhauptstadt. Dabei setzen die Russen laut ISW auch auf militärische Strafeinheiten, also jene, in denen Verurteilte mitmarschieren.

Auch die Charkiw-Offensive geht weiter voran, so das ISW: Ukrainische Streitkräfte hätten den Ort Kupjansk-Wuslowyj befreit und damit ihre Position in den Anfang September zurückeroberten Gebieten gefestigt. Kupjansk gilt als besonders wichtig, da es als einer der größten Eisenbahnknotenpunkte in der Region dient.

Ein emotionales Video, das derzeit in sozialen Medien kursiert, zeigt eine Frau, die Soldaten dort mit den Worten "Ruhm der Ukraine" begrüßt, sie umarmt und "gute Männer" nennt. Weitere emotionale Videos, darunter eines datiert auf den 27. September, zeigen Frauen, die Ukrainer als Befreier begrüßen. Eine Frau fragt: "Seid ihr wirklich die Unsrigen?" Dann fällt dem Soldaten in die Arme fällt, als der bejaht.

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Ukrainische Offensive trotz russischer Scheinreferenden

Die aktuellen Geländegewinne der ukrainischen Armee sind auch deshalb bemerkenswert, weil sie teilweise in Gebieten stattfinden, die der Kreml an Russland anschließen möchte: Am Dienstag endeten in den vier russisch besetzten Gebieten Luhansk, Saporischja, Cherson und eben auch in Donezk – wo jetzt die Ukraine vordringt – Scheinreferenden über den Anschluss an Russland. Der Kreml propagiert stets, dass die Menschen sich eine Angliederung wünschten. Doch die Bilder von den Menschen, die die ukrainischen Soldaten als Befreier begrüßen, stehen quer dazu.

Bei den Fake-Abstimmungen sollen Einheimische russischen Angaben zufolge mit überdeutlicher Mehrheit, teils mit absurden Zustimmungswerten (bis zu 99 Prozent), für eine Angliederung an Russland gestimmt haben. International wird davon ausgegangen, dass die Abstimmungen mindestens zum Teil unter Zwang durchgeführt und manipuliert wurden. Daher werden die "Ergebnisse" von der EU und den USA nicht anerkannt.

Heikel ist das Vorankommen ukrainischer Truppen in diesen Gegenden auch, weil Russland beabsichtigt, die vier betreffenden Gebiete offiziell zu annektieren und unter den atomaren Schutzschild Russlands zu stellen. Ukrainische Offensiven könnte der Kreml demzufolge als Angriff auf russisches Territorium werten. Das hat Russlands Präsident Wladimir Putin bereits angekündigt und indirekt mit dem Einsatz von Nuklearwaffen gedroht.

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Verwendete Quellen
  • twitter.com: ISW, Anton Gerashchenko, britisches Verteidigungsministerium (alle englisch), Carlo Masala
  • understandingwar.org: "Russian offensive campaign assessment, September 27" (englisch)
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