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Komposter für den Garten: Vorteile und Nachteile

Auch für kleine Gärten  

Thermokomposter sorgen schnell für gute Humuserde

30.01.2019, 15:12 Uhr | th (CF)

Komposter für den Garten: Vorteile und Nachteile. Mit einem Thermokomposter werden Abfälle in sehr kurzer Zeit zu nährstoffreicher Humuserde. (Quelle: Getty Images/fotomem)

Mit einem Thermokomposter werden Abfälle in sehr kurzer Zeit zu nährstoffreicher Humuserde. (Quelle: fotomem/Getty Images)

Viele Gärtner schwören auf den Thermokomposter – schließlich ermöglicht das moderne Gerät die Herstellung von nährstoffreicher Humuserde innerhalb weniger Wochen. Selbst für kleine Gärten gibt es entsprechende Ausführungen. Welche Vor- und Nachteile der Thermokomposter bietet und welche Modelle empfehlenswert sind.

Thermokomposter: Was ist das?

Der Thermokomposter ist ein abgeschlossener Behälter aus Kunststoff mit abnehmbaren Seitenwänden und Belüftungslöchern. Einige Ausführungen verfügen außerdem über ein Mehrkammersystem, das es ermöglicht, Kompost in unterschiedlichen Reifestufen anzulegen.

Vorteile des Thermokomposters

Im Gegensatz zu herkömmlichen Kompostbehältern erfolgt der Verrottungsprozess im Thermokomposter bedeutend schneller: Für die Gewinnung des nährstoffreichen Humus soll der Thermokomposter idealerweise nur sechs bis acht Wochen brauchen, wohingegen die herkömmliche Herstellung von Düngererde laut der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ein bis eineinhalb Jahre dauert. Außerdem ist die Zugabe von Mitteln, die den Reifeprozess beschleunigen, wie zum Beispiel Kalk, nicht notwendig. Das spart Zeit und Geld.

Nachteile des Thermokomposters

Die Anschaffung des Thermokomposters gilt je nach Größe als relativ kostspielig. Ein weiterer Nachteil ist der Umstand, dass bei Ausführungen ohne Mehrkammernsystem die Entnahme von Humus nur zu bestimmten Zeitpunkten möglich ist, nämlich wenn der gesamte Inhalt kompostiert ist. Das Umschichten des Haufens und das Sortieren nach unterschiedlichen Qualitätsstufen kommt nicht infrage. Zudem besteht die Gefahr, dass das Kompostgut leicht verfault, wenn der Inhalt falsch geschichtet oder der Behälter nicht sachgerecht geschlossen wurde.

Empfehlenswerte Thermokomposter von klein bis groß

Die Stiftung Warentest hat lange keine Thermokomposter mehr getestet, das letzte Mal im Jahr 2004 ("test", Augabe 4/2004). Der entstandene Kompost war bei fast allen Anlagen von guter Qualität, lautete das Fazit. Die damals getesteten Komposter gibt es zum Teil noch, zum Teil sind es Nachfolge-Modelle. Wir stellen drei empfehlenswerte Modelle in unterschiedlichen Größen vor:

1. Graf Schnellkomposter 280 Liter

Der Graf Schnellkomposter mit geschlossener Iglu-Bauweise ist ein Bestseller unter den Kompostern. Die kompakte Größe von 89 Zentimetern Höhe und 80 Zentimetern im Durchmesser fasst 280 Liter – das langt für die Kompostabfälle einer vierköpfigen Familie. Dank des zweiteiligen Deckels lässt sich der Komposter gut mit einer Hand befüllen. Eine gelochte Bodenplatte mit vom Boden abgesetztem Luftkanal schützt vor Ungeziefer und sorgt im Zusammenspiel mit dem Belüftungssystem für schnelles Kompostieren. Die Stiftung Warentest bestätigte seinerzeit "recht gute Kompostiereigenschaften" und lobte, dass der Schnellkomposter in nur drei Minuten aufzubauen sei.

  • zweiteiliger Deckel für Ein-Hand-Bedienung
  • gelochte Bodenplatte als Schutz vor Ungeziefern
  • aus 100% Recyclingmaterial (PP)
  • Maße: 89 × 80 cm
  • Gewicht: 7,7 kg
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2. Thermokomposter 450 Liter

Der 450 Liter fassende Thermokomposter aus dickwandigem Kunststoff stammt aus Österreich und hat dort den Umweltschutzpreis gewonnen. Der Kunststoff ist laut Hersteller wetterfest und UV-beständig und daher besonders langlebig. Sein Easy-Lock-System erfordert zum Aufbau keinerlei Werkzeug, die Montage ist daher in wenigen Minuten erledigt. Der schwere Deckel kann zusätzlich mit Stop-Lock-System so verschlossen werden, dass er optimal gegen Wind geschützt ist. Ein Bodengitter ist nicht dabei. Auch Käufer bei Amazon berichten, dass der Thermokomposter einfach aufzubauen, solide und stabil ist. Abfälle lassen sich gut durch den großen Deckel einfüllen und die große Öffnung unten sorgt dafür, dass man die gewonnene Erde auch mit einer Schaufel entnehmen kann.

  • dickwandige Konstruktion
  • UV- und wetterbeständig
  • Easy-Lock-System für einfache Montage
  • Maße: 80 × 80 × 105 cm
  • Gewicht: 17,9 kg
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3. Juwel Premium Komposter Aeroquick 890 XXL

Für größere Gärten empfiehlt sich ein entsprechend großer Komposter: 900 Liter fast der Juwel Premium Komposter Aeroquick XXL. Ausgestattet ist er mit einem Belüftungssystem aus Wandlamellen, das für gutes Kompostieren sorgen soll. Der Scharnierdeckel hat einen Schiebegriff zur Windsicherung, unten dienen zwei große Entnahmeklappen für die bequeme Entnahme des fertigen Komposts. Etwas Platz braucht man für den konisch geformten Aeroquick allerdings schon: Seine Grundfläche beträgt 107 × 107 Zentimeter bei einer Höhe von 109 Zentimetern. Käufer bei Amazon loben, dass er auch nach mehreren Jahren im Einsatz noch nicht verzogen oder abgenutzt ist. Auch für seinen stabilen Stand bekommt er Top-Bewertungen.

  • Nutzinhalt: 900 Liter
  • Scharnierdeckel mit Schiebegriff zur Windsicherung
  • Aktiv-Belüftungssystem mit Wandlamellen
  • 2 großen Entnahmeklappen
  • UV-stabil
  • Maße: 107 × 107 × 109 cm
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