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Stiftung Warentest: Die besten Nähmaschinen – gut muss nicht teuer sein

Stiftung Warentest  

Nähmaschinen im Test: Das sind die besten Modelle

Von Monika Salz

17.04.2020, 15:03 Uhr
Stiftung Warentest: Die besten Nähmaschinen – gut muss nicht teuer sein. Nähmaschine: Das sind die besten laut Stiftung Warentest. (Quelle: Getty Images/Paola Giannoni)

Nähmaschine: Das sind die besten laut Stiftung Warentest. (Quelle: Paola Giannoni/Getty Images)

Seit Jahren liegen Handarbeiten und Selbstmachen wieder im Trend. Neben Häkeln und Stricken ist auch das Selbstnähen von Kleidung immer beliebter. Da braucht es eine gute und einfach zu bedienende Nähmaschine. Die Stiftung Warentest hat 13 Nähmaschinen in ihrer "test"-Ausgabe von November 2019 untersucht. Wir stellen die Testergebnisse vor.

Mal eben ein paar hübsche Eierwärmer, Körbchen oder Deko-Osterhasen für die Osterzeit aus dekorativen Stoffen nähen, den kaputten Reißverschluss austauschen, die Hose kürzen oder ein hübsches Kleid für die Tochter nähen – Selbstgemachtes ist einzigartig und spart den Gang zum Schneider.

Was wurde getestet?

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 13 Nähmaschinen untersucht, davon elf Freiarm-Nähmaschinen und zwei Overlock-Maschinen. Bewertet wurden dabei Nähen und Handhabung (jeweils 45 Prozent des Gesamturteils) der Geräte. Des Weiteren schauten die Tester auf die Haltbarkeit der Modelle und führten dazu auch einen Belastungstest durch.

Das Ergebnis

Die Testurteile klingen durchweg positiv. Von den elf getesteten Freiarm-Nähmaschinen bekamen sechs Maschinen das "test"-Qualitätsurteil "Gut". Fünf Geräte bekamen die Note "Befriedigend", darunter beide getesteten Maschinen des Herstellers Singer und die bei Lidl erhältliche Silvercrest-Nähmaschine. Die beiden im Test vertretenen Overlock-Maschinen erhielten beide ein "Gut" von den Prüfern. Die Preisunterschiede der getesteten Maschinen sind hoch – sie reichen von rund 60 Euro bis zu über 900 Euro.

Die Testsieger

Wir stellen die drei Freiarm-Nähmaschinen vor, die im aktuellen Test der Stiftung Warentest am besten abgeschnitten haben. Alle haben ein Display, auf dem sich Sticharten, Stichlänge und Stichbreite einstellen lassen

Die beste Nähmaschine: Brother Innov-is F400

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  • Gewicht: 8,5 Kilogramm
  • maximale Stichlänge/Stichbreite: 4,7/7 Millimeter
  • minimale/maximale Stichzahl pro Minute: 70/845
  • Einfädelhilfe: ja
  • Knopflochautomatik: ja
  • Anzahl mitgelieferter Nähfüße: 7

Testsieger und beste Nähmaschine wurde die Innov-is F400 von Brother. Sie erhielt das "test"-Qualitätsurteil "Gut (1,7)" und schnitt in allen Teiluntersuchungen mit "Gut" ab. Die Tester lobten die verständliche Gebrauchsanleitung, den gleichmäßigen Geradestich und dass sie die beste Maschine beim Versäumen von Stoffen ist. Auch Knopflöcher fertigt die Innov-is F400 automatisch und sehr exakt an. Bei dicken Stoffen oder dem Nähen von Quernähten und an Kanten entlang erzielt sie sehr gute Ergebnisse. Die Beleuchtung mit zwei LEDs ist sehr gut. Beste im Test beim Rückwärtsnähen. Zum Lieferumfang gehören sieben Nähfüße.

Komfortabler Luxus: Bernina B 325

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  • Gewicht: 8,6 Kilogramm
  • maximale Stichlänge/Stichbreite: 5/5,5 Millimeter
  • minimale/maximale Stichzahl pro Minute: 70/895
  • Einfädelhilfe: ja
  • Knopflochautomatik: nein
  • Anzahl mitgelieferter Nähfüße: 5

Mit dem "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,0)" erreichte das Modell von Bernina den zweiten Platz. Deutlich teurer als der Testsieger schnitt auch diese Nähmaschine in allen Teiluntersuchungen mit "Gut" ab. Lediglich beim Verarbeiten von dicken Stoffen und Quernähten bei Jeans schwächelt das Modell. Sie spult eigenständig. Die Beleuchtung mit zwei LEDs ist sehr gut. Eine Schutzhülle gehört nicht zum Lieferumfang. Beste im Test beim Langsamnähen. Zum Lieferumfang gehören fünf Nähfüße.

Der Preis-Leistungs-Sieger: Janome 230 DC

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  • Gewicht: 5,7 Kilogramm
  • maximale Stichlänge/Stichbreite: 4,6/7 Millimeter
  • minimale/maximale Stichzahl pro Minute: 75/700
  • Einfädelhilfe: ja
  • Knopflochautomatik: ja
  • Anzahl mitgelieferter Nähfüße: 6

Mit dem "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,1)" erhielt die Nähmaschine 230 DC von Janome eine nur unwesentlich schlechtere Note als das Modell von Bernina. Der Preis ist dafür allerdings erheblich geringer. Die Nähmaschine ist leicht und schnitt in allen Teiluntersuchungen mit "Gut" ab, schafft mehrere Stofflagen und Quernähte problemlos, schwächelt aber beim Nähen von dickem Material. Die Bedienungsanleitung könnte laut den Testern ausführlicher sein. Sie lobten die leichte Bedienbarkeit. Zum Lieferumfang gehören sechs Nähfüße.

Fazit des Nähmaschinentests

Der Testsieger von Brother ist der Favorit und mit gutem Abstand die beste Nähmaschine im Test und wegen seiner Vielseitigkeit und des mittleren Preises besonders empfehlenswert.

Die besten Overlock-Nähmaschinen: praktische Ergänzung für fortgeschrittene Hobbyschneider

Overlock-Maschinen sind erste Wahl beim Rändernähen: Sie nähen Stoffe zusammen und schneiden gleichzeitig den Rand sauber ab. Dieser Alles-in-einem-Arbeitsgang macht die Maschinen nicht leicht zu handhaben. Vier Fäden, zwei Nadeln und ein Messer haben die hier vorgestellten Geräte – das ist nichts für Anfänger.

Die beste Overlock-Nähmaschine: Gritzner 788

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  • Gewicht: 6,3 Kilogramm
  • maximale Stichlänge/Stichbreite: 3,7/6,7 Millimeter
  • minimale/maximale Stichzahl pro Minute: 470/1200
  • Einfädelhilfe: ja
  • Anzahl mitgelieferter Nähfüße: 6

Die 788 von Gritzner bekam das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,3)". In der Teiluntersuchung Nähen bekam das Gerät die Note "Sehr Gut (1,5)", in der Handhabung die Note "Befriedigend (3,1)". Die Tester monierten, dass die Overlock-Maschine sehr laut ist und stark vibriert. Da sich im Inneren der Maschine Stoffflusen ansammeln, muss sie regelmäßig gesäubert werden.

Was ist eine Freiarm-Nähmaschine?

Freiarm-Nähmaschinen sind heutzutage Standard. "Freiarm" heißen sie deswegen, weil sie nicht in einen Tisch eingebaut sind und der Maschinenfuß so schmal ist, dass geschlossene Kleidungsstücke wie Ärmel oder Hosen gut über ihn gezogen werden können.

Worauf sollten Sie beim Kauf einer Nähmaschine achten?

Wer mit seiner Nähmaschine unterschiedliche Stoffe verarbeiten möchte, sollte auf eine variable, einstellbare Fadenspannung Wert legen. Außerdem bringt die Maschine idealerweise unterschiedliche, stoffspezifische Nadeln mit und bietet ausreichend Nähprogramme sowie Variation bei Sticharten, -breite und -länge. Das erklärt der Tüv Süd.

Verwendete Quellen:
  • Das ausführliche Testergebnis bei Stiftung Warentest

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