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WLAN-Router im Test: Stiftung Warentest lobt die Fritzbox

Stiftung Warentest  

Die besten WLAN-Router im Test: vielseitig, sicher und schnell

06.03.2020, 16:29 Uhr | t-online.de, JPH

WLAN-Router sind die Schaltzentrale der heimischen Internetverbindung: Neben Laptops und Handys wollen mittlerweile auch smarte Fernseher, Lautsprecher, Lampen und Küchenmaschinen ins drahtlose Netzwerk. Die Stiftung Warentest hat in ihrer "test"-Ausgabe vom März 2020 acht WLAN-Router getestet. Ein Hersteller liegt mit dem Testsieger weit vorn, einige Modelle zeigen Schwächen bei der Sicherheit. Wir stellen die Ergebnisse vor.

Moderne WLAN-Router sind echte All-in-one-Geräte: Sie kombinieren DSL-Router, Modem, Telefonanlage und WLAN-Zugang in einer Hardware. Das benötigt wenig Platz und vermeidet Kabelchaos. Die Geräte lassen sich schnell einrichten und bieten Zusatzfunktionen, wie einen Drucker oder eine Festplatte im Netzwerk einzurichten.

WLAN-Router im Test: So wurde getestet

Die Stiftung Warentest hat acht WLAN-Router für DSL- und Kabelbetrieb untersucht. Modelle von AVM und TP-Link landen ganz vorn und überzeugen mit guter Ausstattung und einfacher Bedienung. Die Testkriterien umfassten die Datenübertragung, Sicherheitsfunktionen, Handhabung, Stromverbrauch, Vielseitigkeit und das Telefonieren. Die Fritzboxen überzeugen vor allem mit einer einfachen Handhabung und der Sicherheit.

Das Ergebnis der Stiftung Warentest: Fritzboxen sind am sichersten

Stiftung Warentest vergibt einmal die Note "Sehr gut", dreimal die Note "Gut" und viermal ein "Befriedigend". Ganz vorn landen zwei Modelle von AVM: Testsieger ist die Fritzbox 7590 mit der Note "Sehr gut (1,5)", gefolgt von der Fritzbox 7530 auf Platz zwei mit der Note "Gut (1,6)". Die Tester loben vor allem die Sicherheit und die einfache Bedienung der beiden Geräte. Auffällig ist zudem, dass alle anderen Modelle Schwächen bei der Sicherheit zeigen. Vor allem zu kurze Passwörter ab Werk und fehlende Updates führten zu Abwertungen. Bei den Fritzboxen gab es dagegen "sehr gute" Noten.

Der Testsieger: AVM Fritzbox 7590

Besser geht's kaum: Die Fritzbox 7590 ist der Testsieger im aktuellen Test mit der Endnote "Sehr gut (1,5)". Der Router bietet ein sehr gutes WLAN-Netz mit 5 Gigahertz, sehr gute Telefonfunktionen und ist vor allem einfach zu bedienen. Nur bei der Reichweite des 2,4 Gigahertz-WLAN schneiden andere Modelle besser ab.

Die Fritzbox 7590 empfiehlt sich besonders für alle, die viele Endgeräte gleichzeitig im Netzwerk nutzen wollen. Das Spitzenmodell von AVM unterstützt den Standard 802.11ac, bietet 4×4 Multi-User-MIMO sowie eine sehr schnelle WLAN-Technik samt MESH-Technologie, NAS und Medien- sowie Druckerserver. Zudem steuert er auf Wunsch auch Smart-Home-Geräte. Den Stromverbrauch bewerten die Tester mit der Note "gut".

Wir meinen: Mit dem Testsieger bekommen Sie den aktuell besten WLAN-Router auf dem Markt. Die Fritzbox überzeugt mit einer einfachen Handhabung und den besten Sicherheitsfunktionen. Zudem können Sie das Telefon direkt am Router anschließen und Dokumente auf Wunsch kabellos drucken. Die etwas geringe WLAN-Reichweite können Sie mit einem optionalen WLAN-Repeater einfach korrigieren.

Platz zwei im Test: AVM Fritzbox 7530

Der kleine Bruder des Testsiegers punktet ebenfalls mit guter Handhabung, hoher Sicherheit und Zusatzfunktionen wie der Steuerung von Smart-Home-Geräten und Mesh-WLAN. Im Test erreicht dieser Router die Note "Gut (1,6)" und liegt damit nur knapp hinter dem Sieger. Die Tester loben den geringsten Stromverbrauch im Vergleich und das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wir meinen: Die FitzBox 7530 ist ein Preis-Leistungs-Tipp. Der Router bietet wie der Testsieger eine sehr gute Ausstattung und ist leicht zu bedienen. Für die allermeisten Heimnetzwerke ist er vollkommen ausreichend. Abstriche im Vergleich zum großen Bruder gibt es bei der maximalen WLAN-Geschwindigkeit, die allerdings bei beiden Modellen nur theoretische Werte sind, die in der Praxis meist sowieso nicht erreicht werden.

Testurteil Gut: TP-Link Archer 2800V

Der TP-Link Archer 2800V besitzt ein DSL-Modem für Internet-Geschwindigkeiten bis zu 350 MBit pro Sekunde und bietet jede Menge Leistung: So unterstützt er HD-Telefonie, integriert sechs schnurlose und zwei analoge Telefone sowie ein Faxgerät und besitzt dazu einen Anrufbeantworter mit 540 Minuten Aufzeichnungszeit. Das WLAN arbeitet mit 4×4-MU-MIMO.

Die Stiftung Warentest vergibt im Test die Note "Gut (2,1)" und lobt die schnelle Datenübertragung, die gute Handhabung und den geringen Stromverbrauch. Schwächen gibt es dagegen bei der Sicherheit. Das WLAN-Passwort ist mit nur acht Zeichen voreingestellt und für das Gerätepasswort ist nur ein Zeichen erforderlich. Dieser Kritikpunkt lässt sich allerdings leicht beheben, indem Sie bei der Installation sichere Passwörter vergeben.

Wir meinen: Der Router von TP-Link ist eine gute Alternative zur Fritzbox, allerdings reicht die Leistung nicht ganz an die beiden Spitzenreiter heran. Die Abwertung bei der Sicherheit sollte Sie nicht verunsichern: Vergeben Sie bei der Installation neue und sichere Passwörter. Im Betrieb ist der Router dann genauso sicher wie die Fritzbox.

Der beste Kabelrouter im Test: Fritzbox 6591

Die Auswahl an freiverkäuflichen Kabelroutern ist deutlich geringer als bei den klassischen DSL-Routern: Meist bekommt man beim Anschluss vom Provider ein Modell gestellt. Im Test der Stiftung Warentest ist daher nur ein Modell dabei. Die FitzBox 6591 Cable überzeugt fast rundum und erreicht die Note "Gut (2,0)". Die Tester loben die sehr gute WLAN-Leistung, sehr gute Telefon-und Filterfunktionen und eine sehr gute Handhabung. Punktabzug gibt es für den relativ hohen Stromverbrauch.

Wir meinen: Das Modell ist ein vielseitiger Router für Kunden mit Kabelinternet. Es besitzt viele Funktionen wie Mesh-WLAN für noch mehr Reichweite und kann auf Wunsch auch Smart-Home-Geräte steuern. Als Expertentipp erklärt die Stiftung Warentest, dass auch ein Kabelanschluss mit einem günstigen DSL-Router verwendet werden kann. Dazu braucht der DSL-Router einen WAN-Anschluss. Dieser Anschluss wird mit dem Kabelmodem verbunden, den Sie vom Provider bekommen. So können Sie die Funktionen aufrüsten.

Was muss ein guter WLAN-Router leisten?

Wichtig ist, dass der Router schnelle WLAN-Standards wie 802.11ac unterstützt. Selbst wenn Sie noch keine Geräte besitzen, die damit arbeiten: Immer mehr Hersteller statten Notebooks, Tablets und Smartphones damit aus. Bei teuren Geräten ist das längst der Fall.

Der entscheidende Faktor bei einem WLAN-Router ist allerdings die Geschwindigkeit und Stärke des Funknetzes. Dazu finden sich in den Datenblättern der Hersteller meist sehr hohe, im Alltag unerreichbare Geschwindigkeitsangaben. Auf sie sollten Sie sich nicht verlassen: Es sind sehr oft nur theoretisch mögliche Werte, die maximal zur groben Orientierung taugen.

Viel wichtiger sind die Datenströme, die der WLAN-Router parallel übertragen kann. Sie bestehen aus Werten wie 2×2, 3×3 oder 4×4 und geben an, mit wie vielen Geräten der Router zugleich kommunizieren kann. Sind mehr Geräte als angegeben im drahtlosen Netzwerk eingebucht, sinkt der Datendurchsatz des Funknetzes insgesamt drastisch. Zudem gibt der Wert an, wie viele Sende-und Empfangsantennen für jede unterstützte Frequenz vorhanden sind. Wer einen Router etwa für schnelles Internet in der WG oder einer großen Familie benötigt, sollte ein etwas teureres 4×4-Modell wählen.

Zum Schluss spielt der Komfort des Routers noch eine Rolle: Viele Geräte bieten einen USB-Druckerserver, mit dem sich ein eingebuchter Drucker von allen WLAN-Nutzern ansteuern lässt. Oft ist auch ein Medienserver integriert: Damit lassen sich Videos oder Musik auf einer internen oder über USB angeschlossenen Festplatte für alle Nutzer bereitstellen. Mit einer Telefonfunktion verbinden Sie Ihr Festnetztelefon direkt mit dem Router, die meisten Modelle bieten auch einen integrierten Anrufbeantworter.

Welcher DSL-Router ist für Kunden von Vodafone, Telekom und o2 am besten?

Bei den großen Anbietern bekommen Sie beim Abschluss eines neuen Vertrags meist ein Gerät gestellt. Damit sparen Sie sich die Anschaffung eines weiteren Routers. Der Funktionsumfang ist allerdings häufig geringer: Im aktuellen Test der Stiftung Warentest schneidet das Modell Speedport Smart 3 der Telekom nur mit dem Urteil "Befriedigend (2,8)" ab.

Gut zu wissen: Sie können Ihren Router frei wählen, unabhängig davon, bei welchem DSL-Anbieter Sie sind. Die Fritzbox und andere Modelle funktionieren an jedem Anschluss. Nur bei Kabelinternet müssen Sie den Router vom Provider anschließen, können allerdings trotzdem einen zweiten Router einsetzen.

Was sind WLAN-Router mit Multi-User-MIMO und Mesh-WLAN?

Nutzen mehrere Personen das WLAN intensiv, etwa mit HD-Video, ist die „Multi-User-Mimo“-Technologie (MU-MIMO) sehr vorteilhaft. Damit sendet der Router unterschiedliche Datenströme parallel an mehrere Empfänger. Das verhindert ein nerviges WLAN-Problem: Ist ein älteres Gerät mit langsamem Empfänger eingebucht, reduziert es den Datendurchsatz des gesamten Funknetzes. Ein Router mit MU-Mimo versorgt auch mehrere langsame Gegenstellen optimal, ohne den Datendurchsatz der schnellen Geräte zu bremsen.

Muss das WLAN große Flächen versorgen oder dicke Wände durchdringen, so empfiehlt sich die Anschaffung eines Routers, der Mesh beherrscht. Dabei werden mehrere „Satelliten“-Geräte benötigt, mit denen das WLAN die Hürden überbrücken soll. Sie kommunizieren mit dem Router auf einer separaten Funkstrecke, um einen Geschwindigkeitseinbruch zu vermeiden.

Fazit des WLAN-Router-Tests

Mit einem modernen WLAN-Router lässt sich Geschwindigkeit und Reichweite des drahtlosen Netzwerks deutlich erhöhen. Falls Ihre Endgeräte im drahtlosen Netzwerk also öfter mit einer schlechten Verbindung zu kämpfen haben und Sie andere Störquellen ausschließen können, kann der Kauf eines neuen WLAN-Routers Abhilfe schaffen. Der Test von Stiftung Warentest bestätigt, dass die beliebten Fritzbox-Router von AVM eine gute Wahl sind. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Fritzbox 7530 und ist für die allermeisten Haushalte unsere Empfehlung.

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