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Stiftung Warentest – das sind besten Gartenhäcksler-Modelle

Stiftung Warentest  

Gartengeräte im Test: Das sind die besten Gartenhäcksler

Von Monika Salz

30.04.2020, 21:04 Uhr

Wohin mit Ästen und Zweigen, die beim Laubschnitt im Garten anfallen? Ein Gartenhäcksler bringt die Lösung und sorgt zusätzlich für Nachschub für den Komposter oder zum Mulchen. Die Stiftung Warentest hat im August 2019 Gartenhäcksler getestet. Wir stellen die Topmodelle vor und geben Tipps rund ums Thema.

Gartenhäcksler sind das perfekte Hilfsmittel für das Beseitigen von Gartenabfällen. Die Häcksler sind für das Zerkleinern sowohl von Ästen und Zweigen als auch von Pflanzenresten und Rasenschnitt geeignet. Die zerkleinerten Abfälle lassen sich danach ökologisch wiederverwerten. Das Material kann beispielsweise zum Kompostieren und zum Mulchen von Beeten verwendet werden.

Insgesamt 21 Gartenhäcksler haben sich die Prüfer der Stiftung Warentest vorgenommen, darunter einen Turbinenhäcksler, 13 Modelle mit Walze und sieben Messerhäcksler.

Die Ergebnisse des Tests sind durchwachsen. Nur ein Gerät, der Turbinenhäcksler von Bosch, bekam die Gesamtnote "Sehr gut". Jeweils acht Häcksler bekamen die Noten "Gut" und "Befriedigend", ein Modell kam auf ein "Ausreichend" und drei wurden mit der Note "Mangelhaft" bewertet. Alles in allem erzielten die Walzenhäcksler bessere Bewertungen als die Messerhäcksler.

Stiftung Warentest – was wurde getestet?

Getestet wurde, wie gut die verschiedenen Modelle häckseln. Dabei wurde das Augenmerk unter anderem auf den Einzug des Häckselguts, die Durchzugskraft und die Häckselleistung pro Stunde gelegt. Auch wurde überprüft, ob die Geräte dazu neigen, zu verstopfen und wie das Häckselgut am Ende beschaffen war (Zerkleinerungsqualität).

Auch die Haltbarkeit, Verarbeitung und Sicherheit der einzelnen Gartenhäcksler standen im Fokus der Prüfer. Im Bereich Gesundheit und Umwelt wurde der Geräuschpegel gemessen und die Häcksler auf Schadstoffe an Kunststoffteilen überprüft.

Die besten Gartenhäcksler aus dem Test

Beim aktuellen Test der Stiftung Warentest schnitten vor allem die Modelle von Bosch besonders gut ab. Das schwäbische Unternehmen stellt die besten Geräte in allen drei getesteten Gartenhäcksler-Kategorien.

Der Testsieger: Bosch AXT 25 TC

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  • Schneidsystem: Turbine-Cut
  • Motorleistung: 2500 W
  • Schneidkapazität: Bis zu einem Durchmesser von 45 mm
  • Materialdurchsatz: 230 kg/h 
  • Gewicht: 30,5 kg



Der einzige Häcksler im Test mit einer sogenannten Turbine, und mit einem "test"-Qualitätsurteil von "Sehr gut (1,5)" der Sieger über alle Kategorien hinweg. Er erreichte Bestwerte beim Häckseln und bekam dort die Teilnote "sehr gut (0,9)". Auch die Haltbarkeit und Verarbeitung des AXT 25 TC sind sehr gut. Gute Ergebnisse bekam das Modell in Handhabung und Sicherheit. Einziger Negativpunkt: Das Gerät ist recht laut.

Der Häcksler ist mit dem besonderen Walzensystem Turbine Cut ausgestattet. Das Gerät schafft Äste und Zweige bis zu einem Durchmesser von 45 Millimetern. Praktisch: Der Häcksler wird mit einer Auffangbox geliefert. Zudem lässt sich der Trichter abnehmen und platzsparend in der Fangbox aufbewahren.

Der beste Walzenhäcksler: Bosch AXT 25 D

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  • Schneidsystem: Fräswalzen
  • Motorleistung: 2500 W
  • Schneidkapazität: Bis zu einem Durchmesser von 40 mm
  • Materialdurchsatz von 190 kg/h
  • Gewicht: 31,3 kg

Der Bosch AXT 25 D bekam von der Stiftung Warentest das "test"-Qualitätsurteil "Gut (1,6)". Für seine Häckselleistung bekam er die Teilnote "sehr gut (1,4)". Auch die Haltbarkeit und Verarbeitung des AXT 25 TC sind sehr gut. Gute Ergebnisse bekam das Modell in Handhabung und Sicherheit.

Das Modell schafft Äste und Zweige mit einer Dicke von bis zu 40 Millimetern. Eine 53 Liter fassende Auffangbox für das Schnittgut gehört dazu. Auch hier lässt sich der Trichter nach Gebrauch platzsparend in der Fangbox aufbewahren.

Grizzly GHS 2842 B

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  • Schneide-Walztechnik
  • Motorleistung: 2800 Watt
  • Schneidekapazität: Bis zu einem Durchmesser von 42 mm 
  • Gewicht: 22,3 kg


Der Walzenhäcksler GHS 2842 B von Grizzly bekam das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,3)". Häckseln, Handhabung, Haltbarkeit und Verarbeitung sowie Sicherheit – das Gerät schnitt in allen Punkten gut ab. Allerdings ist das Wechseln von Messern und Andruckplatte etwas umständlich.

Bis zu 42 Millimeter dicke Äste schafft der GHS 2842 B Leise-Häcksler. Die Auffangbox ist mit 60 Litern Volumen größer als bei den Geräten von Bosch. Mit 22,3 Kilogramm Gewicht ist das Modell auch etwas leichter als die Bosch-Häcksler. Der GHS 2842 B von Grizzly verrichtet seine Arbeit sehr leise.

Der beste Messerhäcksler: Bosch AXT Rapid 2200

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  • Messerhäcksler
  • Motorleistung: 2200 Watt
  • Schneidkapazität: Bis zu einem Durchmesser von 40 mm
  • Materialdurchsatz von 90 kg/h
  • Gewicht: 12 kg

Der Messerhäcksler Bosch AXT Rapid 2200 bekam das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,4)". Damit ist es das einzige Modell der Messerhäcksler, das die Endnote "Gut" bekam. Seine Häckselleistung ist befriedigend, Handhabung, Haltbarkeit und Verarbeitung sowie Sicherheit sind gut. Allerdings ist der Rapid 2200 – wie alle Messerhäcksler – recht laut.

Das Gerät schafft Äste und Zweige bis zu einem Durchmesser von 40 Millimetern. Eine Auffangbox gibt es nicht, dafür ist der Häcksler mit nur 12 Kilogramm Gewicht recht leicht und kann einfach transportiert werden. Mit nur 90 Kilogramm Materialdurchsatz in der Stunde eignet er sich eher für kleinere Gärten mit weniger Häckselmaterial.

Was sollten Sie beim Kauf von Gartenhäckslern beachten?

Bevor Sie sich für einen Häcksler entscheiden, sollten Sie ungefähr wissen, was Sie mit dem Gerät machen wollen. Wollen Sie lieber kompostieren oder mulchen? Zwar gibt es in fast jedem Baumarkt Leihgeräte, doch geht das auf die Dauer zu sehr ins Geld. Klar ist: Wenn Sie regelmäßig Ihre Bäume und Hecken beschneiden, ist der Kauf eines Geräts sinnvoll.

Je häufiger das Gerät zum Einsatz kommt, desto sinnvoller ist die Investition in einen hochwertigen Gartenhäcksler. Bei besonders lärmempfindlichen Nachbarn empfiehlt sich in jedem Fall die Anschaffung eines sogenannten Leise-Häckslers mit Walzentechnologie.

Welche Häckslertypen gibt es?

Wer seine Gartenabfälle sinnvoll weiterverarbeiten will, kommt um einen Häcksler nicht herum. Je nachdem, was Sie mit dem Häckselgut machen wollen, sind unterschiedliche Häcksler zu empfehlen.

  • Walzenhäcksler: Bei Walzenhäckslern zerschneidet und zerquetscht eine rotierende Walze Äste, Zweige und Grünzeug. Der Schnitt ist weniger fein als beim Messerhäcksler, Zweige und Äste werden eher zerquetscht. Deshalb eignet sich das Häckselgut aus dem Walzenhäcksler besonders gut zum Kompostieren. Da Walzenhäcksler leiser arbeiten als Messerhäcksler, gelten sie auch als Leise-Häcksler. Verstopfungen lassen sich dank der Möglichkeit des Rückwärtslaufs meist schnell beheben.
  • Messerhäcksler: Messerhäcksler zerkleinern Äste und Zweige mit schnell rotierenden Messern. Dabei entstehen Schnipsel, die besonders gut zum Mulchen geeignet sind. Nachteilig ist, dass Messerhäcksler in der Regel recht laut sind und oft schneller verstopfen als Walzenhäcksler.
  • Turbinenhäcksler: Turbinenhäcksler vereinen die Funktionsweise von Messer- und Walzenhäckslern. Die Turbine ist trichterförmig und die Schneidemesser rotieren neben einer Andruckplatte. Diese Technik ist sinnvoll, wenn die zu schreddernden Äste dicker sind.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Walzen- und Messerhäckslern?

Messerhäcksler sind günstiger und vor allem leichter als Walzenhäcksler. Ein weiterer Vorteil besteht in der Handhabung, denn die Messer lassen sich sehr leicht austauschen. Messerhäcksler sind vor allem für weiche Pflanzenteile wie Gras und Staudenschnitt geeignet. Dieses zerkleinerte Material eignet sich wiederum sehr gut zum Mulchen.

Walzenhäcksler sind dafür deutlich leiser als Messerhäcksler und können problemlos in bewohnten Gebieten verwendet werden. Außerdem wird das Schnittgut automatisch nachgezogen. Beim Messerhäcksler ist das nicht der Fall, denn bei diesen Modellen müssen Sie das Schnittgut nachschieben. Walzenhäcksler eignen sich auch für hartes Holz und unbelaubte Äste.

Bei beiden Häckslern gibt es Modelle, die entweder mit Benzin- oder mit Elektromotor betrieben werden.

Wann kann der Gartenhäcksler zum Einsatz kommen?

Ein Gartenhäcksler kann ganzjährig verwendet werden. Je nach Jahreszeit ist ein Häcksler hilfreich für die Gartenarbeit und das Beseitigen von Gartenabfällen. Wofür Sie den Gartenhäcksler einsetzen können, haben wir für Sie recherchiert.

Sobald es nicht mehr gefroren ist, kann im Frühling mit der Gartenarbeit gestartet werden. Der Gartenhäcksler ist dann vor allem ein gutes Hilfsmittel, um die Überreste des Winters zu beseitigen. Im Sommer können Sie alle Gartenabfälle häckseln – von Ästen bis zum Rasenabschnitt kann alles zerkleinert werden.

Unser Tipp: Das gehäckselte Material können Sie wiederverwenden, denn die Gartenabfälle haben einen hohen Nährstoffgehalt und eignen sich daher sehr gut zum Kompostieren. Gerade zerkleinertes Material verwandelt sich auf dem Kompost schnell in Humus und kann Ihnen im nächsten Jahr als Dünger dienen.

Wenn Sie im Herbst Ihren Garten aufräumen und winterfest machen möchten, leistet der Gartenhäcksler gute Arbeit, um die Masse von Gartenabfällen deutlich zu minimieren. Im Winter werden Sie den Gartenhäcksler hingegen eher selten bis gar nicht gebrauchen.

Wie verwenden Sie den Gartenhäcksler sicher?

Das Tragen von Schutzbrille und Arbeitshandschuhen ist wichtig für die sichere Arbeit mit dem Gartenhäcksler. In manchen Fällen kann es sogar notwendig sein, einen Gehörschutz zu tragen, denn gerade das Zerkleinern von dickeren Ästen kann sehr laut sein.

Sollte es zu Verstopfungen im Gerät kommen, die Sie von Hand lösen müssen, achten Sie darauf, den Gartenhäcksler erst vom Stromnetz zu trennen, bevor Sie in den Häcksler greifen. Mischen Sie trockenes und feuchtes Häckselgut (wie Rasenschnitt). So vermeiden Sie, dass feuchtes Material kleben bleibt und das Gerät verstopft.

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