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Drohnen im Vergleich: Die besten Modelle für Einsteiger

Kaufberatung  

Drohnen im Vergleich: Die besten Modelle für Einsteiger und Profis

Von Adrian Smiatek

10.05.2019, 15:35 Uhr
 Drohnen im Vergleich: Die besten Modelle für Einsteiger. Eine fliegende Drohne (Symbolbild): Am Mittwoch sorgte eine Drohne für das Ende des Bahnverkehrs. (Quelle: Getty Images/artursfoto)

Eine fliegende Drohne (Symbolbild): Am Mittwoch sorgte eine Drohne für das Ende des Bahnverkehrs. (Quelle: artursfoto/Getty Images)

Mit Drohnen können selbst Hobby-Filmer beeindruckende Luftaufnahmen machen. Worauf Sie beim Kauf einer Drohne achten müssen, unter welchen Voraussetzungen Sie in Deutschland überhaupt damit fliegen dürfen und welches die besten Drohnen sind, sagt Ihnen t-online.de.

Unbemannte Flugkörper sind bereits für unter 100 Euro bis hoch zu mehreren 1.000 Euro erhältlich. Dabei unterscheiden sich die Drohnen besonders in Flugverhalten, Videoqualität und Zusatzfunktionen. Während einige Modelle nur HD-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde unterstützen, können teurere Modelle in 4K-Auflösung und mit über 60 Bildern pro Sekunde filmen.

Teuer gegen günstig: Wo liegen die Unterschiede?

Preisgünstigere Modelle verzichten meist auf GPS-Funktionen sowie zusätzlichen Sensoren. Orientiert sich eine Drohne beispielsweise ohne GPS, dann muss der Pilot sie immer wieder manuell zurücksteuern. Geschieht dies nicht rechtzeitig und der Akku ist bereits aufgebraucht, stürzt sie irgendwo ab. Dann beginnt die große Suche.

Generell ist das Fliegen mit Drohnen in Deutschland erlaubt. Trotzdem sollten Sie auf Details achten. Ab einem Gewicht von 250 Gramm muss die Drohne über ein feuerfestes Schild mit aufgedruckter Adresse und Namen des Eigentümers verfügen. Überschreitet das Gewicht die Zwei-Kilo-Marke, ist sogar ein gesonderter Führerschein, ein sogenannter Kenntnisnachweis vom Luftfahrtbundesamt, notwendig.

Vor dem Start: Versicherungspflicht beachten

Für alle Drohnen besteht außerdem eine Versicherungspflicht. Die meisten privaten Haftpflichtversicherungen decken die unbemannten Flugobjekte jedoch nicht ab.

Der Luftraum im Umfeld von Flughäfen, Schifffahrtswegen, Kraftwerken sowie Krankenhäusern sind für die Gadgets tabu. Wo Sie konkret fliegen dürfen, finden Sie beispielsweise über die Seite "Map2Fly" heraus.

EACHINE E58 Drohne

Für alle Drohnen-Fans bietet der chinesische Hersteller EACHINE ein Modell zum Einstiegspreis. Die Drohne für unter 100 Euro wird entweder über eine mitgelieferte Fernbedienung oder über das Smartphone gesteuert.

Zwar verfügt die Drohne über eine HD-Kamera mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Laut "mobi-test.de" könnte die Bildqualität jedoch besser sein. Während bei teureren Modellen die Kamera außen angebracht ist und mit einem sogenannten Gimbal stabilisiert wird, ist die Kamera bei der E58 fest im Gehäuse verbaut. Windböen und schnelle Wendemanöver sehen auf den Aufnahmen daher etwas ruckelig und abgehackt aus.

Zwar kommt die EACHINE E56 auf Knopfdruck automatisch zum Piloten zurück. Ist sie jedoch außer Funkreichweite, funktioniert dies aufgrund der fehlenden GPS-Funktion nicht mehr. Auch die Flugzeit von unter zehn Minuten spricht nicht für allzu langen Flugspaß am Stück.

In Anbetracht der sonst recht hohen Drohnenpreise auf dem Markt bietet die E56 trotz dieser Abstriche ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger.

  • Max. Flugzeit: 7-9 Minuten
  • Reichweite: 80-100 Meter
  • Auflösung Video: 720p
  • Max. Bilder pro Sekunde: 30
  • Auflösung Foto: 2 Megapixel
  • Gewicht: 360 Gramm
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Holy Stone HS100 Drohne

Ein etwas teureres Modell der Kategorie "günstige China-Drohnen" ist die Holy Stone HS100.

Im Gegensatz zur EACHINE-Drohne verfügt diese über eine GPS-Funktion. Somit fliegt die Drohne nicht nur vollautomatisiert auf kürzestem Weg zurück zum Piloten, sondern unterstützt dabei beispielsweise Funktionen wie den Follow-me-Modus. Wie es der Name schon sagt, folgt die Drohne dabei dem Piloten. Dadurch können tolle Videoaufnahmen angefertigt werden, ohne dass der Pilot die Drohne manuell steuern muss.

Eine weitere nette Zusatzfunktion ist der Virtual-Reality-Modus. Besitzen Sie eine VR-Brille, dann können Sie über diese das Live-Bild der Drohne anschauen und per Fernbedienung steuern. So fühlt es sich an, als säßen Sie direkt in der Drohne.

Die Flugzeit der HS100 beträgt rund zehn Minuten. Zwar ist die Kamera außen unterhalb der Drohne angebracht, jedoch verzichtet auch die Holy Stone-Drohne auf einen bildstabilisierenden Gimbal. Mit gleicher Videoauflösung wie die EACHINE ist die Qualität der Aufnahmen daher ähnlich zu bewerten.

Trotz besserer Lage in der Luft als das Konkurrenzmodell EACHINE und GPS- sowie VR-Funktion, liegt die Holy Stone HS100 preislich im attraktiven Mittelfeld.

  • Max. Flugzeit: 12-15 Minuten
  • Reichweite: 150 Meter
  • Auflösung Video: 720p
  • Max. Bilder pro Sekunde: 30 
  • Auflösung Foto: keine Angabe
  • Gewicht: 700 Gramm
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GoPro Karma Drohne

Auch der Hersteller GoPro, bekannt für seine kleinen Action-Cams, hat mittlerweile eine eigene Drohne auf dem Markt. Der größte Vorteil: Die Action-Cam wird in die Drohne integriert. Daher gibt es die Drohne im Combo-Paket mit Kamera, aber auch "roh" zu kaufen.

Wer bereits eine GoPro der Modelle HERO5 Black, HERO6 Black oder HERO7 Black hat, kann sie günstig zur Drohne aufrüsten. Für noch bessere Videoaufnahmen hat GoPro der Karma-Drohne einen bildstabilisierenden Gimbal verpasst. Dieser kann sogar abgenommen werden und auf ein Handstück gesteckt werden. Somit sind neben stabilen und flüssigen Luftaufnahmen auch tolle Bodenaufnahmen möglich.

Die Stiftung Warentest lobt die guten und präzisen Flugeigenschaften, wenn auch die Drohne weniger für Anfänger geeignet ist. Auf Sensoren gegen Kollisionen und Bruchlandungen verzichtet sie nämlich. Auch eine Follow-me-Funktion fehlt.

Beim Kauf der Drohne sollten Sie unbedingt auf den Lieferumfang achten. Dieser geht von komplett roh ohne Propeller bis hin zur mitgelieferten Kamera plus voll ausgestattetem Controller mit Display.

  • Max. Flugzeit: 12-15 Minuten
  • Reichweite: 1000 Meter
  • Auflösung Video: 4-
  • Max. Bilder pro Sekunde: -
  • Auflösung Foto: -
  • Gewicht: 1006 Gramm
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DJI Phantom 4 PRO V2.0 Drohne

Das aktuelle Nonplusultra im Bereich Drohnen für Hobby- und Semi-Profi-Filmer ist die DJI Phantom 4 PRO V2.0. Auch die Stiftung Warentest sieht das so und vergibt Bestnoten.

In nahezu jeder Hinsicht lässt die DJI-Drohne die Konkurrenz hinter sich. Am beeindruckendsten sind die Videoaufnahmen bei 4K-Auflösung und 60 Bildern pro Sekunde. Stabilisiert von dem integrierten Gimbal können Käufer Videoaufnahmen anfertigen, die sonst nur mit Profigeräten möglich sind.

Egal ob Anfänger- oder Profi-Drohnen-Pilot, dank diverser Sensoren zur Hinderniserkennung fliegt die zweite Version der Phantom 4 PRO immer stabil sicher und passt sich an die Bedürfnisse des Nutzers an.

Die etwas groß geratene Fernbedienung kann entweder mit dem Smartphone oder Tablet betrieben werden. In der Plus-Variante ist ein Bildschirm fest an der Fernbedienung verbaut. Sollte die Drohne einmal die Verbindung verlieren oder der Akku zu Neige gehen, dann fliegt sie völlig automatisch zum Piloten zurück und landet sanft auf dem Boden.

Einer der wenigen Nachteile: Qualität hat hier tatsächlich ihren Preis.

  • Max. Flugzeit: 30 Minuten
  • Reichweite: 7000 Meter
  • Auflösung Video: 4K
  • Max. Bilder pro Sekunde: 60
  • Auflösung Foto: 20 Megapixel
  • Gewicht: 1375 Gramm
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DJI Spark Drohne

Der Hersteller DJI hat auch deutlich günstigere und vor allem kompaktere Drohnen im Angebot. Dank zusammenklappbarer Rotorenarme sowie über ein Kilo weniger Gewicht passt die DJI "Spark" sogar in die Hosentasche.

Trotzdem überzeugt sie die Tester vom Drohnenmagazin "Drones". Denn auch das kleine Schwestermodell der Phantom 4 Pro ist mit DJIs herausragendem Gimbal zur Bildstabilisierung ausgestattet. Auch wenn die verbaute Kamera keine 4K-, sondern nur Full-HD-Aufnahmen unterstützt, können diese sich laut dem Fachmagazin sehen lassen.

Entgegen vieler anderer Modelle wird die Spark nicht nur per Fernbedienung oder App gesteuert. Über die "innovative Gestensteuerung" soll das Fliegen noch angenehmer werden. Klingt spannend, ist aber eher mühselig. Nach etwas Übung gelingt es zwar besser, präzise Flüge sind so aber nicht richtig möglich.

Die DJI Spark ist das günstige Einsteigermodell von DJI. Mit 500 Euro ist sie trotzdem alles andere als billig.

  • Max. Flugzeit: bis zu 16 Minuten
  • Reichweite: 2000 Meter
  • Auflösung Video: 1080p
  • Max. Bilder pro Sekunde: 30
  • Auflösung Foto: 12 Megapixel
  • Gewicht: 300 Gramm
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Was Sie vor dem Kauf einer Drohne beachten sollten

Einfach eine Drohne kaufen und irgendwo losfliegen: So einfach ist es nicht. Schauen Sie genau nach, in welchen Gebieten die Nutzung erlaubt ist. Vor allem in der Nähe von Flughäfen sind Drohnen tabu. Auch die Versicherungspflicht gilt es zu beachten.

Wenn Sie alles geprüft haben, werden Sie mit atemberaubenden Aufnahmen belohnt, die Sie sonst vielleicht nur von Dokumentationen aus dem Fernsehen kennen.

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